Frage von Mrtabasco1992, 90

Nach Einzelhandelskaufmann neue Ausbildung machen zum Industriekaufmann?

Hi zu mir 24, kaufmann im Einzelhandel mit Notendurchschnitt von 1,8 und Fachhochschulreife mit 2,7. Nun ein Jahr im Verkauf nach Ausbildung gearbeitet. Hasse den Beruf und will gerne lieber in Richtung Industrie gehen. Eine Weiterbildung bringt mir nur die Theorie aber keine Praxis im Büro deswegen ist es so schwer aus dem Handel zu kommen (laut Ihk und versch. Anderen Bildungsträgern) habe ich noch Chancen auf 2. Ausbildung? Macht sowas Sinn mit 24 ? Wäre dann ausgelernt schon 27. :(

Antwort
von Appelmus, 50

Natürlich kannst du eine 2. Ausbildung machen. Du musst halt sehen, wie du vom Ausbildungsgehalt dein Leben finanzierst. Eine bezahlte Umschulung wirst du mit den Voraussetzungen nicht genehmigt bekommen.

Kommentar von Mrtabasco1992 ,

Wenn man noch zuhause wohnt ist dies doch machbar ? Könnte ich neben einer Ausbildung auch am wochenende noch auf 450€ Basis arbeiten?

Kommentar von Svenson123 ,

Ist bestimmt möglich, aber du bekommst ja auch noch einmal Kindergeld. Kommt auf deine Lernfähigkeit an und wie erst du die Sache nimmst. Und wenn du zu Hause wohnst solltest du das gut geregelt bekommen. 

Antwort
von shooter3009, 59

Die Chance hast du selbstverständlich, jedoch würde ich mit einer abgeschlossenen Fachhochschulreife eher an ein Studium denken, als an eine 2. Ausbildung. Das Studium, z.B. BWL-Industrie oder vergleichbares wird dir auf Dauer wohl mehr Geld einbringen und du wirst eigenverantwortlicher Arbeiten dürfen. An einer FH wirst du mit 24 Jahren wohl keine Probleme haben, an einen Studienplatz zu kommen, zumal du schon eine abgeschlossene Ausbildung hast. Des weiteren kannst du dir mit einem Studium mehr oder weniger aussuchen, in welche Branche du arbeiten möchtest. Das hat man in vielen Ausbildungsberufen nicht.

Über eine 2. Ausbildung würde ich erst gar nicht nachdenken. Die Bezahlung ist auf Dauer viel zu schlecht und deine Aufgaben werden mit der zeit monoton. Schließlich würde ich mir auch mal Gedanken darüber machen, ob man ggf. irgendwann ein eigenes Haus oder Familie haben möchte. Da wird es mit 2400€ Brutto auch gerne mal knapp.

Abgesehen davon läuft zur Zeit die Einschreibungszeit für die Hochschulen. Wenn du jetzt eine 2. Ausbildung beginnst, kommst du frühestens ab nächsten Jahr rein. Wenn du in ein Studium investierst, dich etwas anstrengst (naja es gibt schwierigeres als BWL), bist du in der gleichen Ausbildungszeit wesentlich mehr Wert. Und deine Rente im Alter ist möglicherweise auch höher.

http://www.ausbildung.de/berufe/duales-studium-bwl-industrie/gehalt/#ueberblick

http://www.ausbildung.de/berufe/duales-studium-industrielles-servicemanagement/g...

Kommentar von Mrtabasco1992 ,

Ein Studium traue ich mir aufgrund meiner sehr schlechten Mathekenntnisse nicht zu. Gerade in Bwl hat man sehr viel mit Mathe zu tun. Ausbildung wäre da mehr praxisorientierter und würde mir Theorie mit Praxis in meinem Wunschberuf bieten. Im Anschluss könnte man sich doch immer noch weiterbilden oder bin ich dann mit 27 zu alt dafür? Muss man studiert haben, um leben zu können? Selbst nach einem Studium gibt mir keiner die Garantie auf einen Job, gerade wenn man nur Praxis aus dem Handel hat.

Kommentar von shooter3009 ,

Die Möglichkeit, sich später weiterzubilden besteht natürlich. Wobei ein Studium im BWL Bereich Mathematikmäßig noch sehr einfach ist. Ansonsten kannst du dich nach einem Jahr Berufspraxis auch als Handelsfachwirt weiterbilden lassen. Dies bieten viele Berufs- und Fachschulen an.

Antwort
von ellaluise, 67

Mit deiner Vorbildung würde die Ausbildung mit Sicherheit verkürzt werden können. Wahrscheinlich nur 2 Jahre.

Kindergeld gibt es nur bis zum 25. Geb. und der Zug für BAB ist abgefahren da nicht Erstausbildung.

Kommentar von Mrtabasco1992 ,

Macht den so eine 2. Ausbildung Sinn? Nicht, dass ich dann mit 27 und 2 abgeschlossenen Ausbildungen auf der Strasse sitze, weil ich dann ja mit meinen fast 28 Jahren nur die Berufspraxis aus ddr Ausbildung vorweisen kann und das mit 28 Jahren wo andere in dem Bereich schon mehrere Jahre Berufserfahrung haben usw.

Kommentar von ellaluise ,

Hi, ich würde meinen ja.

Jetzt, in jungen Jahren könnte man auf Einkommen verzichten, das wird schwieriger wenn man dann verheiratet ist und Kinder da sind usw. usw.. Wenn man dann noch  entscheidet Einzelhandel will ich nicht mehr, ist es noch viel schwieriger auf Einkommen zu verzichten.

Ich würde mich in der Industrie und ggf. auch Groß-u. Außenhandel bewerben. Die Arbeitgeber bekommen jemanden, der sich nicht mit dem Erreichten zufrieden gibt, der etwas mehr will. Das kann man doch nur positiv sehen.

Wenn du deinen erlernten Beruf nicht mehr willst, dann musst du etwas anderes machen.

Schon mal über Weiterbildung im Fachwirt-Bereich deines Berufes informiert? Wäre das was und damit evtl. eine leitende Position in Einzelhandels etwas für dich?

Was wirst du verlieren? 2-3 Jahre Berufstätigkeit.

Zum Bedenken: Ein junger Mann aus dem Bekanntenkreis meiner Kinder hat einen kaufm. Beruf erlernt, den Job im Ausbildungsbetrieb (Kleinstadt) und wollte so nach 3-5 Jahren Berufserfahrung in die Großstadt und mehr Geld verdienen. Hat auch den Job bekommen, dann aber den Job verloren und kam zurück in die Kleinstadt. Ich glaube, es hat über 1 Jahr gedauert bis er wieder eine Anstellung hatte. Das ist verlorene Zeit.

Antwort
von Svenson123, 59

Auf jeden Fall. Überlege dir wie lange du noch Arbeiten musst. Was sind da 3 Jahre? Bildung ist nie falsch und wen du keinen Spaß in deinem Beruf hast, zieht sich die Zeit. Du könntest natürlich auch ungelernt in dem Beruf arbeiten, aber eine 2. Ausbildung ist absolut zu empfehlen.

Kommentar von Mrtabasco1992 ,

Hat man in grossen Konzernen denn überhaupt eine Chance noch mit 24? Würdest Du sagen, dass meine Erstausbildung nun eher von Vorteil oder vom Nachteil ist ? Spich stehe ich nun besser da mit 24 und abgeschlossener Ausbildung? Oder vorher besser mit frischen 19 als schulabgänger?

Kommentar von Svenson123 ,

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht das man mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung sogar bessere Chancen hat gegenüber der jüngeren. Du hast dich schließlich ausführlich informiert und dich bewusst entschieden. Außerdem gehst du mit ganz anderem Ehrgeiz heran, da du ja auch auf etwas verzichten musst um dies zu erreichen. Ich denke in Großkonzernen sie die Chancen nicht anders als in kleineren Betrieben. Was wichtig ist, bewirb dich rechtzeitig und zeige Engagement. Du hast schließlich schon etwas vorzuweisen, also sei stolz auf dich, selbstbewusst und freundlich. So hast du denke ich sehr gute Chancen. 

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