Frage von anan12 25.02.2012

Muß fachmännisch angelegter Garten bei Auszug entfernt werden, wenn Vermieter es verlangt??

  • Antwort von schurke 25.02.2012
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich an eurer Stelle würde noch mal mit dem Vermieter in Ruhe reden. Vielleicht bedauert er seine Reaktion inzwischen. Er war sicherlich mit euch als Mieter sehr zufrieden und ihr habt viel Geld und eure Freizeit in seinen Garten investiert.

    Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder ihr zieht aus und überlasst den schönen Garten dem Vermieter und damit den Nachmietern, oder ihr entfernt alle von euch gesetzten Pflanzen sowie den Wasserlauf wieder.

    Von letzterem hat euer Vermieter eigentlich gar nichts, aber wenn er das so möchte........

    Da ist die Idee von sasaluna schon gut. Würde ich dann auch so machen.

  • Antwort von LiloB 25.02.2012
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn es keinen Vertrag über die Nutzung des Gartens gibt, könnte es schwierig werden. Ob es stimmt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen (der Mieterschutzbund schon, sofern man da Mitglied ist),- aber; Pflanzen gehen vom Zeitpunkt der Bepflanzung in das Eigentum des Hausbesitzers über. Damit verliert man das Recht, bei seinem Auszug diese zu entfernen. Das ist hart, aber wohl rechtens. Sollte also ein Gartenmitbenutzungsvermerk vorhanden sein, müßte geprüft werden, ob eine Klausel vorhanden ist, die die Herstellung des alten Zustandes (im Rahmen der Möglichkeiten) verlangt. Dann müßte wohl der Bach entfernt werden und das Haus gestrichen. werden. Schade - tröstet Euch damit, daß Ihr den garten einige Jahre genutzt habt. Trotz der Kosten !! Also ; nicht auf Eurem "Recht" beharren, sondern verhandeln.

  • Antwort von sasaluna 25.02.2012
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    regulär kann er das ,es ist sein haus und grundstück ,aber warum verkauft ihr nicht die pflanzen und alles was abbaubar ist,da würden sich kleingärtner drüber freuen und er sich ärgern ,weil er weiß das es wohl nicht gemacht wird und eh bleibt . da würde ich ihm ein schnippchen schlagen und zur not die pflanzen an gärtner verschenken und deinen bachlauf abbauen und verkaufen ,wenn noch alles io ist. ich habe auch einen großen garten 500qm und weiß das sich viele auch gerne mal was schenken lassen,an pflanzen und diverses und auch den bachlauf bekommt man los ,nur mit geduld und die gartenzeit fängt gerade an. schon alleine ,um das gesicht zu sehen ,wenn er seinen verwilderten garten zurück bekommt und du bekommst vielleicht einen kleinen teil vom geld zurück. du brauchst eine gartenauflösung inserieren dann werden sich leute melden und können sich die pflanzen ausgraben,die sie möchten und was nicht weg geht ,zwischenlagern und geduld ,dann wirds was. wenn du die zeit nicht hast ,verschenk alles und sie laufen euch die türen ein,hoffentlich. ich würde es versuchen ,denn ihr müsst in eh auflösen und ich wünsche euch viel glück.

  • Antwort von Merzherian 25.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Erkundigt euch besser beim Mieterschutzverein. Eure Position dürfte vielleicht garnicht so schlecht sein, denn die Nutzung des Gartens müßte doch im Mietvertrag vereinbart gewesen sein. Kann der Vermieter beweisen, dass sein Gartenhaus andersfarbig war ??? Vielleicht könnt ihr auch schriftliche Bestätigungen von Bekannten bekommen, die ausdrücklich erklären, dass der Vermieter die Veränderung des Gartens nicht nur geduldet, sondern auch ausgesprochen gelobt hat. Ob der Duldungsparagraph zieht, weiß ich nicht. bei Haustieren geht das, auch wenn was anderes im Mietvertrag steht.

    Im Extremfall würde ich schon alles Mitnehmbare in den neuen Garten verfrachten.

  • Antwort von bbbssx 25.02.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ich als Vermieter täte mich freuen weil für einen schönen Garten kann ich mehr Miete verlangen als für eine versiffte Müllhalde die mal ein Garten war, vor allem wen mich die Sanierung keinen Cent gekostet hat, aber wen er das nicht einsehen will muss man alles wieder entfernen

  • Antwort von touchdown331 25.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ha :)...Schöne Sche...Ich denke, dass der Vermieter durchaus im Recht sein könnte. Ich meine, zwangsverwildern geht ja nicht. Aber dieses Gartenhaus wieder umstreichen kann er wohl durchaus verlangen.

  • Antwort von Phoenix52 25.02.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Wenn Du die Erlaubnis schriftlich hast kann er das nicht verlangen. Ansonsten schon.

  • Antwort von Rheinflip 25.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ihe habt dss mit Wissen und Billigung gemsxht, es sind alles keine ungewöhnlichen Nutzungen daher koennt uhe der Klage gelassen entgegen sehen.

  • Antwort von jamzu 25.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn der vermieter es verlangt müßt ihr das endfernen.

  • Antwort von Mogli1992 25.02.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ich kann mir nicht vorstellen, dass er euch rechtlich belangen kann, ihr habt ja nix beschädigt

  • Antwort von Mimosa 19.06.2012

    Wie ist es Euch ergangen? Lasst Euch von einem RA oder Mieterschutzbund beraten. Hier ein paar Beispiele:

    Dem Mieter wurde vertraglich gestattet, den Garten für seine Zwecke zu nutzen. Er pflanzt zwei Rhododendronsträucher ein. Bei Vertragsende möchte der Mieter die Sträucher ausgraben und mitnehmen. In diesem Fall gilt die sonst angenommene Vermutung, dass die Verbindung der Sträucher mit dem Boden nur zu einem vorübergehenden Zweck erfolgt (BGH, NJW 1996, 916) nicht. Denn nach Jahren können die Sträucher nicht mehr ohne Schwierigkeiten und Risiken für ihren Bestand entfernt werden. Das Umpflanzen ist nur von einem Fachmann mit hohem Aufwand durchführbar und birgt auch die Gefahr in sich, dass sie eingehen. Mit dem Einpflanzen verliert der Mieter sein Eigentum (OLG Düsseldorf, NZM 1998, 1020). Etwas anderes gilt aber im Hinblick auf mäßig große und noch umsetzbare Bäume (OLG Köln, WuM 1995, 268).

    Der Mieter macht sich bei übernommener Verpflichtung zur Gartenpflege schadenersatzpflichtig wenn er den Garten nicht nur wild wachsen, sondern verwildern und verkommen lasst. Von diesem Fall abgesehen, besteht ein Ermessensspielraum des Mieters bei der Entscheidung über die Art und den Umfang der Gartenpflegemaßnahmen, sofern der Mietvertrag darüber keine weiteren Bestimmungen enthält. Der Mieter bleibt allerdings verpflichtet, vorgenommene Umgestaltungen bei Vertragsende rückgängig zu machen. Legt der Vermieter Wert darauf, dass bestimmte Arbeiten in bestimmten Zeitabständen durchgeführt werden, muss er also eine entsprechende Regelung in den Vertrag aufnehmen (LG Köln, Urteil vom 11-01-1996 - 1 S 149/95).

    und weiter:

    Der Mieter darf im Garten im üblichen Umfang Blumen säen oder Pflanzen setzen. Für die Bearbeitung (Veränderung, Entfernung) der vom Vermieter angelegten Bepflanzung ist dessen Einverständnis erforderlich, wobei eine langjährige Duldung durch den Vermieter als Einverständnis gewertet werden kann, sofern der Vermieter Kenntnis von der Tätigkeit des Mieter hatte bzw. nehmen konnte. Selbst gepflanzte Sträucher und Bäume darf der Mieter auch wieder entfernen (gilt auch bei Auszug). Der Mieter ist allerdings immer dazu verpflichtet, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen (LG Lübeck WM 93,669).

    Quelle:

    http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/g1/gartenpflege.htm

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