Frage von MrBurner107, 184

Ist Selbstmord wirklich eine Sünde?

In vielen Religionen wird Selbstmord als Sünde definiert, auf die die ewige Verdammnis steht und auch areligiöse Menschen empfinden es als sehr unmoralisch, weil es mit Feigheit und Egoismus in Zusammenhang gebracht wird. Außerdem fügt man denen, die übrig bleiben großen Schmerz zu.

Ich habe dazu eine andere Einstellung. In meinen Augen gibt es Lebensumstände, die den Wunsch nach dem Tod und das Herbeiführen des eigenen Todes verständlich machen.

Wie denkt ihr darüber?

Antwort
von Schwoaze, 71

In bestimmten Situationen kann ich mir vorstellen, dass der Betroffene den Tod als Erlösung sieht. Z.B. eine unheilbare Krankheit.

In so einem Fall müsste der Betroffene handeln, solange er es noch alleine kann, ohne jemand anderen in die Sache mit reinzuziehen. Und natürlich so, dass nicht Unschuldige mit in den Tod gerissen werden. Z.B. Selbstmord mittels Autounfall.

Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich nur umbringt, wenn man nicht gar so tief religiös ist.

Antwort
von asjdkfl, 45

Wenn alle Taten, die durch Egoismus und Feigheit in Zusammenhang stehen Sünde wären, wären alle Menschen Sünder. Bis es zum Selbstmord kommt, muss viel passieren. Niemand würde sich einfach so, ohne Grund umbringen.

Stell dir vor, du wärst sehr krank und du könntest dich nicht bewegen. Du würdest immer im selben sterilen Krankenhauszimmer liegen, den ganzen Tag und es gäbe nichts zu tun außer Fernsehen und deine Familie und Freunde kämen nur selten zu Besuch. Es gäbe auch keine Aussicht auf Besserung. Würdest du dieses Leben lebenswert finden? Würdest du nicht darüber nachdenken, es zu beenden? Natürlich wären deine Freunde und Familie traurig, aber du könntest ihnen deine Situation erklären, sodass sie deine Entscheidung verstehen und etwas weniger traurig sind.

Antwort
von DerSchopenhauer, 67

Dem Menschen allein, der nicht, wie das Tier, bloß den körperlichen,
auf die Gegenwart beschränkten, sondern auch den ungleich
größeren, von Zukunft und Vergangenheit borgenden geistigen Leiden
Preis gegeben ist, hat die Natur als Kompensation das Vorrecht verliehen,
sein Leben, auch ehe sie selbst ihm ein Ziel setzt, beliebig enden
zu können
und demnach nicht, wie das Tier, notwendig so lange er
kann, sondern auch nur so lange er will zu leben.


Da ein Recht zu etwas, oder auf etwas haben, nichts weiter
heißt, als es tun, oder aber nehmen, oder benutzen können, ohne dadurch
irgend einen Anderen zu verletzen,
so erhellt die Sinnlosigkeit der
Frage, ob wir das Recht haben, uns das Leben zu nehmen.

Antwort
von Monstrus87, 63

Ersteinmal denke ich, dass es Fälle gibt, wo eigentlich niemand was dagegen sagen kann. Beispielsweise gibt es Krebspatienten, die totale Schmerzen haben.
 Dazu habe ich mal im Radio folgenden Fall gehört:

Bei Berichten von Nahtoderfahrungen durch Suizidversuche gab es keinen signifant hohen Wert von Höllenerlebnissen. Somit spricht ersteinmal nichts für eine Hölle oder halt eine begangene Sünde.

Kommentar von MrBurner107 ,

Woher wusste ich, dass jemand ein Video von Domian hier reinstellen würde? xD

Kommentar von Monstrus87 ,

Den zieht man doch in solchen Fällen immer zu Rate.^^ Naja, ich habe aber schon Fälle erlebt und gemerkt, dass die Menschen sich an denjenigen irgendwie weniger erinnern. Klar, da gibt es auch Vorwürfe. Ein Fall, den ich erlebt habe, tat mir so Leid. Das Mädchen hätte es bestimmt schaffen können. Ich kannte sie nicht sehr gut, aber man kannte sich. Ich glaube, dass sie mit psychologischer Hilfe eine gute Chance auf ein normales Leben gehabt hätte. Aber sie hat von diesen Dingen meines Wissens nichts genutzt. Ich kann sie dafür nicht verurteilen, ich kann nur sagen, dass es mir Leid tut. Das sagte ich auch ihrem Bruder, als ich ihn paar Wochen später in der Schule traf. So oft heucheln wir Menschen Mitgefühl, dass es schon eklig ist. Aber in dem Moment tat es mir wirklich Leid. So viele vernichtete Chancen und Freuden. :(

Antwort
von SturerEsel, 46

Die meisten Antworten hier stammen von Menschen, die in einer "überlegenen" Position der körperlichen Gesundheit und aus der Distanz sprechen (können). Ich wünsche wirklich jedem, dass er gesund und schmerzfrei bleiben möge.

Lese ich dann aber Antworten mit erhobenem moralischen Zeigefinger Aussagen wie "Ja, Selbstmord ist eine Sünde!" - dann werde ich zornig.

Solche Menschen können sich nicht im entferntesten vorstellen, wie ein Leben (?) mit chronischen Schmerzen zu bewältigen ist. Jeder hat schon einmal starke Schmerzen gehabt, sei es bei einer Wurzelbehandlung oder bei einem gebrochenen Knochen. Wie ist es, wenn die Schmerzen nicht mehr aufhören? Nie mehr? Wenn man vor Schmerzen nicht schlafen kann? Wenn man nach einer Stunde "Schlaf" mit den gleichen Schmerzen wieder aufwacht und auf die Uhr schaut: darf ich schon wieder eine Tablette "Sevredol" (Morphium) nehmen? Nein, erst in einer Stunde ...

Diese Analgetika habe starke Nebenwirkungen; man kann nicht mehr pissen und nicht mehr kacken (sorry für die Wortwahl). Dafür gibt's dann wieder neue Medikamente. Ach ja ... die gehen dann auf die Leber, die Nieren, den Magen... Was solls, da verschreibt der Doc eben noch ein Medikament ... bis der dann irgendwann bedauernd den Kopf schüttelt.

Die Familie leidet mit. Man versucht, sein Leben zu regeln, sich mit den verbliebenen Möglichkeiten einzubringen, doch alle sehen, wie man sich quält.

Dann lese ich, dass ein würdiges, schnelles Ende in Deutschland nicht möglich ist, dank unserer feigen "christlich-sozialen" Bundesregierung. Menschen fahren nach Holland oder in die Schweiz, um sich für viel Geld töten zu lassen. Glaubt vielleicht jemand, dies ist eine leichtfertige Entscheidung, so aus einer "Laune" heraus?

Es gibt bessere Tage. Man lebt in dieser Hoffnung, dass man am nächsten Tag ein wenig in der Sonne sitzen kann. Man schaut seinen Kindern zu, die fröhlich und unbeschwert spielen können, streichelt die Katze und man freut sich darüber. Da wünscht man sich manchmal, jetzt einfach einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. Doch das Leben kann grausam sein ... und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Sorry, das war jetzt alles sehr privat.

Kommentar von soprahin ,

Und bei psychischen Erkrankungen ist es auch nicht anders. Leider wird auch viel über Kranke hergezogen, und die Gesellschaft macht es auch nicht (bewußt) leichter.

Antwort
von ETechnikerfx, 88

Sicherlich gibt es einige wenige Situationen die dem eigenen Leben ein Ende zu setzen Sinn ergeben. Jedoch sind diese nicht alltäglich. Ich würde mein Leben auch für meine Familie opfern wenn ich wüsste dass diese am Leben bleiben und es keinen anderen Ausweg geben kann. Es ist zwar sein eigenes Leben welches ein bewusstes Ende gesetzt werden soll, aber das ist meiner Ansicht nach den anderen Menschen die demjenigen nahe standen unfair. Durch den Selbstmord bringt derjenige auch seine Mitmenschen in Gefahr (Labilität, Verzweiflung etc).

Antwort
von DerBuddha, 29

der streit um das thema "selbstmord" ist ein schöner beweis dafür, dass sämtliche religionen nur wunschdenken von menschen sind................:)

denn ein selbstmord ist im religiösem glaube eine sünde, weil man das leben, ein geschenk gottes, wegwirft............. so dachte man damals..............heute sieht die wirklichkeit anders aus, denn es gibt VIELE gründe für einen betroffenen, aus dem leben scheiden zu wollen.......... und viele dieser gründe sind sogar "gut".......

wer immer nur von glaubensquark ausgeht und meint, ist alles schön, steht dann selbst vor problemen, wenn es einem selbst mal betreffen würde.........

wenn ein selbstmord also eine sünde wäre, warum müssen dann viele menschen leiden, wenn sie das qualvolle dahinsiechen eines angehörigen jahrelang miterleben müssen?.......... wie verhält sich dass mit den glaubensgesetzen?.........familien gehen daran kaputt, menschen entzweien sich und alles nur deshalb, weil eine märchenfigur eine "erlösung" als sünde ansieht?...........echt dumm............... wie kan ein liebender "gott" es wollen, dass ein menschn elendig zugrunde geht und leiden muss, nur weil er keine selbsttötung aus religiöser sicht vornehmen darf?..............wie schon geschrieben, JEDER, der mal selbst vor solchen problemen steht, der dann sogar vielleicht selbst ein todgeweihter, leidender mensch ist, denkt dann anders darüber.............

ein erbauer des universums, ein allwissender und allmächtiger müsste wissen, was solche denkweisen und gesetze anstellen..........und vor allem, wenn er wirklich ein liebendes wesen wäre, gäbe es dieses verbot nicht..........:)

zur realität:

da SÜNDE nur RELATIV ist und die geschichte der religionen beweist, dass es keine märchenfiguren gibt, ist für mich klar:

selbsttötung gehört zur eigenen, freien entscheidung JEDES menschen dazu............!!!!

Kommentar von SturerEsel ,

Es ist ja noch viel schlimmer: die katholische Kirche bedenkt die Täter, die ihnen anvertrauten Patienten in ihrem Kot und unerträglichen Schmerzen langsam verrecken oder verhungern lassen, mit den höchsten Ehren. Manche werden sogar heilig gesprochen.

Ja, ich rede über den Teufel von Kalkutta, besser bekannt als "Mutter Teresa".

https://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_Teresa#Soziale_Zust.C3.A4nde_in_den_Sterbeh...

Kommentar von DerBuddha ,

ja leider sind viele der sogeannten "guten" menschen in der katholischen geschichte nur teufelshelfer gewesen....................mist, habe ich grade den teufel zugegeben?.............*g*

Antwort
von Wiesel1978, 58

Sünde finde ich witzig. In vielen Religionen ist man auch "schlecht", wenn man eben dieser Religion nicht angehört. Also sind wir alle "schlecht", da wir ja nur einer Religion angehören kann.
"Komm auf die dunkele Seite der Macht -- Wir haben Kekse"
Ich bin ein Befürworter des Freitodes und der aktiven Sterbehilfe. Hierzulande leider verboten, aber NL und CH sind erreichbar.
Die Hegel, die jedoch denken, dass eine Trennung (oder ähnlich lapidarer Schrott), ein Grund wäre, sind leider auf dem Holzweg

Antwort
von Philipp59, 20

Hallo MrBurner107,

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe dafür, warum Menschen sich das Leben nehmen. Häufig steckt dahinter eine schwere psychische Erkrankung wie z.B. Depressionen. Ich kenne Menschen, die haben zeitweise zwanghafte Selbstmordgedanken als ein Symptom ihrer Erkrankung. Andere wiederum sehen in dem Selbstmord den einzigen Ausweg, aus einer unerträglich erscheinenden Lebenslage zu entkommen.

Die Bibel sagt zwar nicht direkt etwas zum Thema "Selbstmord" (obwohl darin Beispiele von Selbstmördern beschrieben werden), doch lässt sie aufgrund wichtiger Aussagen über Gott einige Rückschlüsse zu, wie Gott dazu eingestellt ist. Gemäß dem Wort Gottes ist das Leben als heilig anzusehen, das heißt, Gott gehörend und damit für uns Menschen eigentlich unantastbar. Dennoch ist Gott dazu in der Lage, die Gesamtumstände und die wirklichen Beweggründe einer Person richtig zu verstehen und zu beurteilen. Da Gott also das Herz einer Person kennt, ist er sehr gut in der Lage zu verstehen, was in einem Menschen wirklich vor sich geht, der aus Verzweiflung seinem Leben ein Ende setzt.

Auch wenn ein Selbstmörder auf etwas übergreift, was nur Gott gehört, und somit eine Sünde begeht, bedeutet das jedoch nicht, dass Gott diesen verurteilt oder gar verdammt. Daher steht es auch uns Menschen nicht zu, ein Urteil über ihn zu fällen. In der Bibel heißt es über Gottes Bereitwilligkeit zu vergeben: "So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt. Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, dass wir Staub sind" (Psalm 103:12,14). Dieser Text zeigt sehr schön, dass Gott nicht wie ein Polizist über uns wacht oder wie ein Scharfrichter darauf aus ist, Sünder zu bestrafen - ganz im Gegenteil! Wie Moses einmal sagte, ist Gott "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte" (2. Mose 34:6).

Die Bibel zeigt also sehr deutlich, wie liebevoll, barmherzig und gütig Gott grundsätzlich eingestellt ist. Ihm liegen sogar diejenigen besonders am Herzen, die emotional am Boden sind und Hilfe benötigen. In den Psalmen steht: "Ein gebrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten" (Psalm 51:17). In einer Prophezeiung macht er denen Mut, die durch das Leben benachteiligt und niedergedrückt sind: "   Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft, auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat. Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, Und die Seelen der Armen wird er retten.   Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, Und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen...(Psalm 72:12-14). Ein sehr schöner und zu Herzen gehender Text, der all jenen helfen kann, die vom Leben enttäuscht und ohne jede Hoffnung sind!

Gott verurteilt zwar den Selbstmord als solches, doch nicht unbedingt diejenigen, die ihn begehen. Wie gerade gezeigt, ist Gott nicht schnell dabei, jemanden, der krankhaft oder aus Verzweiflung handelt, zu verurteilen. Er sucht immer nach einer Möglichkeit, mit einer Person, die ein Unrecht begangen hat, barmherzig zu verfahren. Heißt es doch in seinem Wort: "Er wird den Niedergedrückten in seiner Trübsal befreien, und er wird ihr Ohr in der Bedrückung entblößen" (Hiob 36:15). Du kannst also sicher sein, dass Gott großes Mitgefühl für diejenigen empfindet, die aufgrund einer misslichen Lebenslage oder einer schweren psychischen Erkrankung so verzweifelt sind, dass sie nur noch im Selbstmord einen Ausweg sehen.

LG Philipp

Antwort
von Nightwing99, 54

Wenn du dir kurz die Zeit nimmst um die Definiton von Sünde einmal zu lesen wirst du sehen das deine eigene Einstellung und Glaube oder Nichtglaube für deine Frage vollkommen irrelevant ist.
Du hast gefragt ob Selbstmord eine Sünde ist und da sich der Begriff Sünde auf Religion bezieht und Selbstmord eine Handlung ist die von (nahezu allen) Religionen untersagt wird, ist es eben genau das, eine Sünde. Ganz egal wie man selber zur Religion steht oder was man davon halten mag.

Kommentar von Nightwing99 ,

Fazit es ist eher so das der Begriff Sünde für Menschen die mit Religion gar nichts oder nur gemäßigt zu tun haben keine Bedeutung hat daher kann es einem getrost egal sein ob Selbstmord eine Sünde ist so wie mir als Nichtmoslem beispielsweise Speisegebote wie kein Schweinefleisch einfach egal sein können.

Antwort
von Korrelationsfkt, 18

Ich denke, dass Selbstmord unheimlichen Mut verlangt. Sich unwiderruflich ins unbekannte zu stürzen..

Antwort
von nowka20, 13

da hilft nur erkenntnis, was ein selbstmord eigentlich ist.

---selbstmord ist immer ein falscher ansatz um probleme zu lösen.

---denn wir sind auf der erde, um alles zu lernen, was sie uns bietet.

---wird der körper des menschen von ihm selber unbrauchbar gemacht, so muß er nachtodlich so lange auf seinen selbstmord schauen, wie er noch zu leben gehabt hätte.

---er sieht dann alles, was er noch zu erledigen die chance gehabt hätte.

---das versäumte muß dann in einem nächsten leben unter erschwerten umständen nachgeholt werden, da sich alles auf der erde inzwischen weiterentwickelt hat.

---ich habe mich schon häufig mit diesem text wiederholt, aber die frager wechseln ständig. und auch die haben ein recht auf gute informationen.

Antwort
von EinNachtfuchs, 63

Sofern das Ziel ist den "Schmerz des Lebens" ein Ende zu bereiten habe ich kein Verständniss dafür. Vor allem wenn sich die Probleme lösen lassen. Dann ist es nur einfaches weglaufen. Und wie du schon sagtest äusserst egoistisch, meistens. Da man Menschen zurücklässt.

Wenn es aus einer Philosophischen überlegung und Todessehnsucht herraus entschieden wird, Pragmatisch. Dann ist es mir noch imemr Fremd aber okay.

Kaum einer Bringt sich aus zweitem Grund um.

Antwort
von billardprooo, 70

Selbsttötung passt besser, welches die letzte Option einer aussichtslosen Lage ist. Stößt bei mir auch nur auf Verständnis bei extremen Situationen.

Antwort
von Raubkatze45, 17

Deine Einstellung darf man ja auch durchaus haben. Natürlich ist es verständlich, dass ein großer Leidensdruck  diesen Wunsch hochkommen lässt.

Aus christlicher Sicht muss man aber in solchen Situationen auch bedenken, dass nur Gott der Herr über Leben und Tod ist und der Mensch als Geschöpf sich nicht anmaßen darf, das ihm von Gott gegebene Leben selbst zu beenden. Es ist also ein Verstoß gegen das 5. Gebot, was nicht nur den Mord an anderen Menschen meint, sondern auch an sich selbst.

Die ewige Verdammnis fordert immer eine bewusste Entscheidung und klare Erkenntnis im Nein gegen Gott. Die ist aber meistens nicht gegeben, wenn ein Mensch in einer unerträglichen Ausweglosigkeit steckt und keinen Ansprechpartner hat. Nur Gott kann gerecht urteilen, denn nur Er weiß, was uns verborgen ist.

Antwort
von 1111Anonym1111, 59

Selbstmord ist kein Ausgang. Man hat sich getötet und jetzt? Ein Haufen Menschen, die frustriert sind auf Grund von Egoismus. Probleme gehören zum Leben, traurige Phasen gehören zum Leben, das ist selbstverständlich, ohnd Probleme und traurige Phasen können wir nicht leben. Die Frage die ich mir zu dem Thema immer stelle: Was nun? Mit welchen Hintergedanken tut man sowas?

Suizid teilt sich auf in Psychologie und Philosophie, man kann in beiden Bereichen genug drüber disktutieren.

Kommentar von CCTAP ,

Jemand der sich umbringt wird sicher nicht rational denken und dass aus gutem Grund. Jemand der soweit ist kann nichtmehr rational denken, weil die psychischen Abwehrmechanismen nur bedingt ausreichen um wirklich schlimme Dinge zu verarbeiten. Wenn Sie sich dann entschließen doch weiter auszuhalten werden Sie aufgrund dieser Mechanismen psychisch stark gestört und das soweit dass sie teilweise zu Massenmördern werden oder nichtmehr in der lage sind sich umzubringen vor kraftlosigkeit

Kommentar von FelinasDemons ,

Du hast die Frage gar nicht beantwortet.

Kommentar von SturerEsel ,

Doch, es ist ein Ausgang. Wie wenig du dir vorstellen kannst.

Kommentar von soprahin ,

Dann hast du noch nie eine Depression gehabt.

Antwort
von muhamedba, 18

Laut Islam bist du nur hier um geprüft zu werden. Dieses Welt ist so aufgebaut, das diese überhaupt nicht gerecht sein kann. Alleine wenn du dir die Frage stellst, was für Hitler eine "gerechte" Strafe wäre, wirst du keine Antwort finden. Leben geben und Leben nehmen ist eine Eigenschaft von Gott. Wenn du dich umbringst, dann gibst du auf und willst Gott spielen und dafür gibt es eben nach diesem Leben die gerechte Strafe.

Antwort
von Ellyson, 47

Gute Frage. Wieso ist Selbstmord überhaupt eine Sünde? Vielleicht weil das gegen die Regeln von Gott ist. Keine Ahnung ob irgendwas darüber in der Bibel steht oder sonst wo. 

Kommentar von kleineshummele ,

Keine Ahnung ob irgendwas darüber in der Bibel steht oder sonst wo. 

Das muss ich leider bestätigen! - Du hast offensichtlich keine Ahnung davon, was in der Bibel steht.

Kommentar von Ellyson ,

Deswegen schreibe ich das ja auch so..Danke.

Antwort
von fricktorel, 11

Kannst du nicht lesen (2.Mose 20,13) ?

Auch als "Selbstmörder" kommst du vor das "Gericht" (Offb.20,13).

Antwort
von hummel3, 17

Als Christ denke ich grundsätzlich, dass Gott uns Menschen das Leben geschenkt hat und dass es deshalb auch sein alleiniges Recht ist, uns dieses Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zu nehmen.

Im Vertrauen auf einen gnädigen und barmherzigen Gott habe ich aber auch die Hoffnung, dass ER, welcher die Nöte jedes seiner Geschöpfe kennt, Gnade vor Recht ergehen lässt, wenn diese in gewissen Lebenssituationen schwach werden, vor einer übergroßen Herausforderung kapitulieren und zum Suizid greifen. Ich lebe also aus der Hoffnung, dass Gott auch "gläubigen" Selbstmördern vergibt. Dies impliziert nach christlichem Glauben jedoch auch weiter, dass "ungläubige" Selbstmörder sich auf diese Hoffnung der Gnade und Barmherzigkeit nicht stützen dürfen. - Das Neue Testament der Bibel gibt hierüber weitere Auskunft.

Unwichtig ist für mich, wie die Menschen, auch wenn es eine Mehrheit sein sollte, beim Thema Suizid denkt oder urteilt. - Siehe deine Frage.

Wenn Gott Wirklichkeit ist, dann ist dies völlig ohne Belang. Dann zählt nämlich allein sein Urteil.

Antwort
von Adroktan, 59

Sehe das ganz ähnlich wie du.

Antwort
von hvladi, 22

Gute Frage! Ja, ich finde Selbstmord ist zweifellos eine Sünde.

Wenn man an einen Gott glaubt, der uns das Leben geschenkt hat, der uns richten wird und der uns in den Himmel aufnimmt, wenn wir uns auf der Erde  bewähren, dann ist klar: sein Geschenk wegzuwerfen ist eine Schande.

Nebenbei glaube ich an Jesus Christus, und er hat gesagt, dass Leid nicht unbedingt schlecht ist. Denn wer trotz seinem Leid ein guter Mensch bleibt, der kriege umso mehr Lohn.

Um jedoch genau sagen zu können, ob Selbstmord als "Sünde" bezeichnet werden kann, müsste man die Dinge sehr genau nehmen. Dazu müsste man ja erst von Gottes Gericht überzeugt sein. Oder man meint mit Sünde etwas unmoralisches. Doch einem Toten wäre es doch egal, ob sein Suizid als moralisch empfunden wird.

Wenn man als materialistischer Mensch nicht an Gott und Gericht glaubt, dann scheint es tatsächlich eine erwägbare Möglichkeit zu sein, sich das Leben zu nehmen. Dazu muss das Leid nur groß genug sein.

Doch jedem lebensmüden Menschen rate ich davon ab. Sterben werden wir alle früher oder später, und Gottes Strafe zu riskieren sollte einen Atheisten lieber abschrecken. Solchen Leuten empfehle ich wirklich, sich mit Jesus zu beschäftigen. Das kann viel Kraft und Hoffnung geben.

Kommentar von SturerEsel ,

Was für ein Schwachsinn. Wenn ich an einen Gott glaubte - was ich "Gott sei Dank" nicht tue - dann müsste ich diesen Sadisten auch für das millionenfache Leid verantwortlich machen.

"Gottes Strafe" nach einem Suizid? "Beschäftigung mit Jesus"? Die letzte Kraft und Hoffnung ziehen viele Menschen daraus, möglichst bald zu sterben. Möglichst in Würde, was in diesem Land nicht möglich ist.

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