Meine Freundin lebt irgendwie mit der Angst mal Krebs zu bekommen, weil ihr Opa und ihre Mutter daran gestorben sind. Ist die Wahrscheinlichkeit auch größer, dass sie es bekommt als jemand in dessen Familie es noch keiner hatte?
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Bis heute gibt es keine Tests, die eine Vorhersage des allgemeinen Krebsrisikos erlauben. Fast über 90 bis 95 Prozent aller Krebserkrankungen entstehen rein zufällig und beruhen fast immer auf somatischen, also nicht vererbbaren Mutationen. Ein gemeinsames, vererbbares Profil, das auf die Wahrscheinlichkeit im Leben an Krebs zu erkranken schließen lässt, existiert daher für die überwiegende Mehrheit der Krebsarten nicht. Ausnahmen bilden nur einige seltene, familiär gehäuft auftretende Krebsarten, wie zum Beispiel bestimmte Formen von Darm- und Brustkrebs.
Quelle www.krebsinformationsdienst.de
Dort gibt es noch ausführlichere Infos zum Thema.

Das Risiko, ebenfalls an Krebs zu erkranken, ist nachweislich größer als bei Personen, deren Eltern/Großeltern nicht an Krebs erkrankt sind. Die Befürchtungen Deiner Freundin sind also nicht ganz unbegründet, aber wenn sie regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nimmt, hat sie eine gewisse Sicherheit. Und: Je eher ein Krebs festgestellt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Deine Freundin soll sich jetzt bloß nicht verrückt machen (lassen).
Es kommt auf jeden Fall nicht von ungefähr, dass Ärzte nachfragen ob jemand in der Familie schon mal Krebs hatte wenn man selbst untersucht wird. Ich glaube besonders Brustkrebs ist in dem Sinne "vererbbar", oder stellt ein hohes Risiko dar.
Genau! Denn irgendwie war das immer schon bekannt - diese Abfrage, besonders wenn man neu zu einem Arzt kommt nennt man "Anamnese" = "die im Gespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten". Da wird viel geforscht und hat schon Vieles erkannt. Besonders durch die Gentechnik wird man da noch viele Erkennnisse bekommen.