Frage von Solnnis, 119

Ist es normal, dass mir meine Familie komplett egal ist?

Ich habe nie negative Erfahrungen mit meiner Familie gemacht. Es ist einfach so, dass ich von Natur aus eher sehr gleichgültig bin. Ich könnte morgen ausziehen, den Kontakt mit allen Familienmitgliedern abbrechen und mir würde es nichts ausmachen. Es ist einfach so, dass ich überhaupt keine Bindung zu ihnen habe und sie mir komplett am Ar*** vorbeigehen. Würde ich morgen hören, dass sie in der Wohnung verbrannt wären, mich würde es nicht im Geringsten interessieren.

Ist das normal?

Antwort
von vonGizycki, 65

Grüß Dich Solnnis!

Wenn Du sagst, das es keine negativen Erfahrungen gibt mit der Familie, dann liegt da ganz sicher eine Störung zugrunde. An diesem Platze aber eine Diagnose abzugeben, ist sehr gewagt und sollte unterlassen werden. Offensichtlich jedoch beunruhigt Dich das trotzdem, weil Du spürst, das hier etwas schief liegt. Wäre es nicht so, dann würdest Du hier nicht fragen. Und deshalb rate ich Dir zu einem Psychologen zu gehen oder gar an eine Psychoanalyse zu denken. Du solltest das mit einem Psychologen unbedingt besprechen. Wie findest Du den? Diese Frage hatten wir hier schon vor kurzem und ich wiederhole die Antwort mit einem Tipp von einem anderen, den ich nicht hatte.

Jeder Psychotherapeut muss 5 probatorische Sitzungen anbieten. D.h., das Du in diesen Sitzungen den Therapeuten kennenlernst und die Zeit hast zu überlegen, ob die Chemie zwischen Euch beiden stimmt. Allerdings dauert es meist sehr lange, überhaupt einen Termin zu bekommen. Da heißt es: sehr geduldig sein.  Wenn nicht, kannst Du ohne Probleme zu einem anderen gehen und dort ausprobieren. Allerdings fängt die Wartezeit dann wieder von vorne an. Aber Du kannst ja auch Glück haben und der Erste ist der Richtige. Irgendwann findest Du den, der zu Dir passt. Erst dann zahlt die Kasse. Das geschieht aufgrund der medizinischen Notwendigkeit, so vorgehen zu müssen.

Und der Tipp von 05Sunny1794, den ich sehr gut finde:

"Ich hatte vor  meiner Therapie  das  selbe Problem.  Hatte eine ganze  Liste von Therapeuten  und keine Ahnung wer "gut" ist und wer  nicht. 

Habe dann  die meisten angerufen und mir die  Ansagen auf  den jeweiligen Anrufbeantwortern angehört  und habe nur  denen, die mir von der Stimme her sympathisch  waren eine Nachricht  hinterlassen und mich sozusagen  auf mein Bauchgefühl verlassen. Und was soll ich  sagen: Bei  mir  hat das echt super geklappt. Bin mit meinem Therapeuten  nach wie vor  sehr zufrieden." 

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von Tragosso, 69

Normal wohl eher nicht. Bist du generell so eingestellt, auch bei Dingen die deine Familie nicht betreffen? Hast du sonst irgendwelche negativen Erfahrungen gemacht? Manchmal reichen schon Kleinigkeiten aus.

Aber die andere Frage wäre, ob es dich überhaupt stört. Wenn nicht ist ja alles gut. Wenn doch, kannst du dich an einen Therapeuten wenden um mal herauszufinden woran das genau liegt.

Antwort
von osakueth, 68

Also das mit dem verbrennen ist nicht normal, aber ansonsten fühl ich genauso wie du. Grund ist einfach, dass ich meine Familie nicht mag, manchmal sogar hasse.

Antwort
von MxMustermann, 51

Na du bist eben so, das ist bei jedem anders, mich würde interessieren ob es Personen gibt die dir nicht fällig egal sind?

Kommentar von Solnnis ,

Ne gibt es nicht, ich bin ein Egoist und die Welt dreht sich nur um mich. 

Kommentar von MxMustermann ,

Okay dann ist das eben so, ich würde mich selbst auch als egoistisch bezeichnen. Mir sind nur ganz wenige Personen wichtig, darunter meine Eltern, für sie würde ich alles tun.

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