Frage von DerBoiIsFly, 148

Ich habe Angst, dass mein Vater am Rauchen stirbt.

Hey ich bin 14, und seit etwa 17 Jahren oder mehr raucht mein Vater. Er hat versprochen mal wenigstens versuchen aufzuhören, aber nie. Jedes halbe Jahr nimmt die Sucht zu und jedes Jahr sind es dann 3-4 Zigaretten mehr am Tag. Ich will ihn nicht verlieren. Ich habe sonst keinen mehr meine Mutter ist ein Soziopath.wie schaffe ich es ihm beizubringen das er aufhört:( LG DerBoi

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von jovetodimama, 52

Ich glaube nicht, dass Du irgend etwas daran ändern kannst, dass Dein Papa viel zu viel raucht. Es handelt sich, wie Du ganz richtig schreibst, um eine Sucht. Das bedeutet, zu einem großen Teil ist es gar nicht mehr seine freie Entscheidung, ob und wieviel er raucht. Darum kann er auch nicht Dir zuliebe aufhören oder den Konsum von Zigaretten reduzieren.

Raucher wissen, dass sie ihre Lebenserwartung durch das Rauchen verkürzen. Sie bemerken auch selbst, dass sie schlechter Luft bekommen, dass sie husten müssen, dass sie in bestimmten Situationen regelrecht zu zittern beginnen, wenn sie sich keine Zigarette anstecken. Aber die Sucht ist stärker als die Vernunft.

Raucher wissen auch, dass sie anderen nicht nur auf die Nerven gehen, sondern ihnen auch schaden, wenn diese dann passiv mitrauchen müssen. Aber die Sucht schreit lauter als die Liebe spricht.

Wärest Du erwachsen, könntest Du klare Konsequenzen ziehen und z.B. ausziehen, wenn er nicht aufhört zu rauchen. Aber mit 14 Jahren hast Du nur die Möglichkeit, im Gespräch auf Deinen Vater einzuwirken. Kannst Du gut mit ihm reden? Habt Ihr gemeinsame Gespräche auf Augenhöhe? Oder gibt es bei Euch eher eine ausgeprägte Rangordnung mit einem Vater, der sagt, wo es langgeht, und einem Kind, das sich unterordnen muss?

Solltest Du mit Deinem Vater gute Gespräche führen können, dann wäre es wahrscheinlich am leichtesten für ihn, wenn Du ihn nicht einfach immer wieder bittest, mit dem Rauchen aufzuhören, sondern wenn Du ihm sagst, wieviel er Dir bedeutet und welche Sorgen Du Dir machst, ihn wegen seinem Rauchen viel zu früh zu verlieren. Vielleicht lässt er sich dazu überreden, sich Dir zuliebe sicherheitshalber von einem Arzt untersuchen zu lassen, und vielleicht könnte dieser Arzt ihm dann klarmachen, dass er nicht mehr lange zu leben hat, wenn er nicht mit dem Rauchen aufhört.

Sollte es in Eurem Umfeld ehemalige Raucher geben, die das Rauchen erfolgreich aufgehört haben, könntest Du auch versuchen, sie mit Deinem Vater zusammenzubringen.

Sollte beides nicht möglich sein, dann könntest Du, falls Du einen Glauben hast, dafür beten, dass Dein Vater einsieht, dass er mit dem Rauchen aufhören sollte, und dass er es sich vornimmt und dass es ihm dann auch gelingt.

In jedem Fall aber bist nicht Du dafür zuständig, dass er aufhört damit. Ob er es mit Nikotinpflastern, E-Zigarette, Ausschleichen oder trockenem Entzug probiert, ja ob er es überhaupt probieren will, bleibt seine Entscheidung. Du brauchst da nichts für ihn zu übernehmen, brauchst nicht kontrollieren, wieviel er geraucht hat, oder ermahnen, nach einem Rückfall noch einmal zu versuchen aufzuhören.

Das einzige, was Du darüberhinaus evtl. noch tun könntest, ist, dass Du verlangst, dass er wenigstens nicht in Deiner Gegenwart raucht. Wenn er es doch tut, gehst Du aus dem Zimmer. Vielleicht würde ihn das, wenn Du es konsequent tust, aufrütteln. Aber ich kenne Eure Familiensituation nicht. Manche Väter würden das von ihren Teenagern nicht akzeptieren. Du bist nicht verpflichtet, Dich im Sinne des Wohles Deines Vaters gegen ihn aufzulehnen.

Wenn Du es langfristig schaffst, selbst Nichtraucher zu bleiben, hast Du schon viel getan.

Alles Gute!

Antwort
von matmatmat, 61

Die Angst habe ich bei meinen Eltern seit 30 Jahren. Geschafft sich damit zu töten hat es dann meine Tante. Meine Eltern haben das hautnah mitbekommen und rauchen trotzdem noch. Das kannst Du niemand ausreden, die Leute wissen das es sie krank macht und häufig auch umbringt und rauchen trotzdem...

Vielleicht kannst Du ihn bitten wenigstens nicht zu rauchen wenn Du im Zimmer bist oder wenn ihr zusammen Auto fahrt? Da vergiftet er dich ja mit und das wäre nicht nur ziemlich unfair, sondern auch Körperverletzung. Dann raucht er vielleicht sogar eine weniger am Tag :-)


Antwort
von Spezialwidde, 41

Rauchen ist wirklich nur Kopfsache, man kann von jetzt auf gleich damit aufhören. Es kann mir keiner erzählen es sei anders. Vielleicht sind es 10% Sucht, die aber nach einem tag schon körperlich abklingt, der Rest ist einfach Ritual. Zb die Kippe zum Kaffee, Überbrücken von Wartezeiten etc. Also muss man sich einfach ein Ersatzritual suchen. Zb lieber nen schönen Doughnut zum Tunken zum Kaffee oder ein brausebombon für die Wartezeit (schmeckt auch besser ;-) ) Wenns gar nicht anders geht wäre eine E-zigarette zur Entwöhnung angezeigt mit ständig reduziertem Nikotingehalt.

Ich hab nach 10 Jahren von jetzt auf gleich aufgehört. Ging wirklich problemlos. Man muss aber wollen! Wenn er nicht will kannst du wenig machen.


Antwort
von mexp123, 52

Wünsch es dir von ihm zum Geburtstag, und unterstütze ihn dabei

wenn es mal einen Vortrag über rauchen in eurer Nähe gibt, geh mit ihm da hin

zeig ihm wie schädlich das auch für dich ist (Passivrauchen) und dass er damit seiner Tochter schadet

Kommentar von DerBoiIsFly ,

Tochter ,sorry aber da liegt eine Verwechslung vor ^^

Kommentar von mexp123 ,

Ups sorry, weiß auch nicht wie ich grad auf Mädchen gekommen bin 🙈 aber egal, er schadet dir damit und schon deswegen sollte er aufhören! :)

Antwort
von Rosalielife, 39

Ich verstehe, dass du Angst hast, deinen Vater zu verlieren.

Bei allem , was du bisher versucht hast und was dir bleibt, ihn aufzurütteln, mach dir eines klar: Dein Vater ist für sein Leben selbst verantwortlich. Er selbst befeuert die Sucht und leidet drunter, und nur er kann wirklich den Willen aufbringen, damit Schluss zu machen.

Von außen hast du kaum Handhabe, ihm zu helfen. Alles Drängen und Mahnen, alle Schockbilder und Gesundheitsgefährdung, die du ihm aufzeigst, auch deine Position hört er wohl, macht sich Gedanken, aber außer einem halbherzigen Versuch, aufzuhören, bringt es nichts.

Er hört nicht auf, weil er es selbst will und einsieht, wie er sich schadet und dir damit wehtut, sondern, weil er unter diesem Druck zeigen will, dass er sich im Griff hat, er tut es dann für dich.

Es dauert aber nicht lange, und die sucht holt ihn wieder ein. Die Zigarette nach dem Essen, im Stau, zum Entspannen, unterwegs...die Situationen kommen und er gibt wieder nach, er muss sein Depot wieder füllen und tut dies, erst mit schlechtem Gewissen, dann trotzig, dann völlig entspannt.

Der feste Entschluss, ein für alle mal aufzuhören, muss aus ihm selbst kommen. Er muss sich besch... fühlen, es muss ihm schlecht gehen, er muss es wollen. Nur dann hat es Aussicht auf dauerhaften Erfolg.

Antwort
von ErsterSchnee, 33

Da kannst du nichts machen. Dein Vater ist erwachsen und kennt die Gefahren des Rauchen sehr gut. Und er macht es trotzdem. Also gibt es kein Argument, was ihn überzeugen könnte!

Antwort
von Jadwiga84, 41

Wenn er es nicht ernsthaft von sich aus will wirst du es kaum schaffen.
Versuch doch ihn dazu zu bringen das Rauchen wenigstens dir zu Liebe zu reduzieren.

Kommentar von DerBoiIsFly ,

Sag ich immer aber erfolglos , ich will nicht zusehen müssen wie er irgendwann an einem Herzanfall , Lungenkrebs, oder an einer Teerlunge stirbt:( LG

Antwort
von Smudo1284, 13

du kannst leider keinen raucher dazu bewegen, dass er nichtraucher wird. die einstellung muss von ihm selbst kommen, das zu wollen und dann scheitern selbst viele aufhörwillige raucher noch an ihren versuchen. das klappt normal nämlich nicht beim ersten versuch.

Antwort
von trampolinfan, 20

Hallo,
Ich bin auch 14 und habe noch mehr Angst wie du. Mein papa ist sehr starker Alkoholiker und raucher (rauchen hat er aufgehört). Er ist auch schon 60 Jahre. Damals hat er wegen dem vielen rauchen einen herzinfagt bekommen da hat er dann einen Herzschrittmacher bekommen da hat er weiter geraucht aber dann hat er noch einen bekommen und DA hat er gemerkt das er aufhören muss!. Er hat eine therapie gemacht und aufgehört:). Aber...jetzt ist ja noch der alkohol;( immer wenn wir einkaufen sind nimmt er immer 3-4 Flaschen Alkohol nimmt. Er trinkt abends so viel ich habe richtig Angst... Aber er kann und möchte nicht aufhören. Dass kann auch aufs Herz gehen aber er kappiert es ja nicht. Wenn ich ihn trauf anspreche wird er richtig laut schreit mich an und würde mir am liebsten eine knallen (tut er aber nicht). Sorry das das so lange war ..

Also Rede nochmal mit deinem Vater, vlt macht er ja eine therapier. Die Frage ist MÖCHTE er aufhören?. Wenn ja dann könnt ihr ja hilfe holen z.b solche Alkohol Pflaster oder halt wirklich eine therapi. Meistens sehen sie es erst ein wenn etwas passiert aber das muss ja nicht sein!. Meine Mutter auch starke Raucher (gewesen), hat auch eine therapie gemacht als sie mit mir schwanger war:). Versuche vlt deinen Vater umzustimmen weise ihn auf dir Nebenwirkungen hin und zeig ihm schlimme Bilde. Versuch mit ihm zu reden! Sag ihm wie wichtig er dir Ist, das es dir nicht egal ist das du ihn länger haben möchtest und das du Angst hast, große angst ihn zu verlieren. Bor mir kahmen fast die Tränen ^^.

Kommentar von Ille1811 ,

Hallo Trampolinfan!

Wegen deiner Probleme mit dem Alkohol trinken deines Vaters kannst du dich an Nacoa.de wenden.

Mein Mann hat übrigens viele Jahre geraucht und ist Alkoholiker. 20 Jahre, nachdem er mit Saufen aufgehört hat, hat er Speiseröhrenkrebs bekommen, dessen Ursache eindeutig Alkohol und Nikotin sind. Mit Rauchen hatte er sogar 30 Jahre davor ausgehört.

Es nutzt aber nichts, wenn du dir Sorgen machst. Das nimmt dir nur die Freude am Leben und es hilft deinem Vater absolut nicht. Du kannst mit HIlfe von Nacoa und/oder z.B. Al-Anon andere, bessere Strategien lernen.

Antwort
von player176, 11

Da muss dein Vater längere Jahre rauchen das er daran stirbt! Nur wenig Leute sterben nach 20 Jahre an dem rauchen ! Das dauert mindestens 30-50 jahre bis ein raucher verstirbt!

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