Frage von Sandy2408, 64

Hund übertreibt mit bellen. Was kann ich tun?

Hallo! :) Ich hab ein Problem mit meinem Hund. Er ist ein Eurasier-Mix und zweieinhalb Jahre alt. Er ist seehr an uns gebunden und fremden Menschen gegenüber skeptisch. Zuhause ist er sehr wachsam, sobald ein Geräusch kommt, schaut er direkt nach. Kommt ein Nachbar mit dem Auto angefahren, fängt er an zu bellen. Kommt jemand zu uns, selbst ohne zu klingeln, fängt er lauthals an zu bellen, sprintet zur Tür, springt manchmal sogar dagegen. Ich schränke ihn dann ein sage nichts und schicke ihn auf seine Decke. Da bleibt er ein paar Sekunden, bevor er wieder bellend angerannt kommt und ich ihn zurück schicke. Es ist aber sehr nervig, wenn ich an der Tür stehe und jede 5 Sekunden den Hund zurück schicken muss. Bei fremden Menschen an der Tür will er sogar manchmal zuschnappen. Ich bin echt am verzweifeln, weiß jemand, was man da tun könnte?

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 31

Mehr Ruhe rein bringen, der Hund hat nicht die erste Geige zu spielen.

Wenn der Hund nur 2 Sekunden auf seiner Decke bleibt. Dann solltest du das besser trainieren, bleib Übungen festigen und  kontinuierlich steigern.
Zwicken geht mal garnicht. Gegebenenfalls würde ich nen Hund in einen anderen Raum sperren bis er sich beruhigt hat und erst dann darf er den Besuch begrüßen, wenn er ruhig und gelassen ist. Voraussetzung ist dein Hund hat die räumliche Trennung gelernt.
Nicht wenn er aufgedreht durch die Bude rennt.

Und zwicken geht mal garnicht. Auch muss der Besuch mitspielen und dem Hund keine Beachtung schenken.

Gott sei dank habe ich sowas frühzeitig schon im Welpenalter trainiert.

Antwort
von brandon, 30

Es ist aber sehr nervig, wenn ich an der Tür stehe und jede 5 Sekunden den Hund zurück schicken muss. 

Das glaube ich Dir gerne aber da mußt Du durch und konsequent sein bis er es kapiert hat. Leider geben viele Menschen zu leicht auf wenn sie ihren Hund erziehen wollen.

Dann probiert man ein paar Tage rum und wenn der Hund dann immer noch nicht kapiert hat um was es geht, sind sie mit ihrer Geduld am Ende und lassen ihm wieder alles durchgehen.

Manchmal glaube ich, es ist fast besser den Hund gar nicht zu erziehen als wenn man das nur halbherzig macht und der Hund dann daraus lernt das er im Grunde machen kann was er will.

Bleib am Ball dann schaffst Du das auch. 

Am besten wäre es am Anfang wenn Dir jemand dabei behilflich ist. Man kann das mit Freunden oder Bekannten üben. Dann hast Du auch nicht den Stress das der jenige der vor der Tür steht nicht weg geht weil er ein bisschen warten muß.

LG

Antwort
von Virgilia, 19

War mal ein Hundetrainer bei euch zu Hause und hat sich die Situation angeschaut? 

Spontan würde ich sagen, dass er der Meinung ist dich "beschützen" zu müssen, weil er dir diese Aufgabe nicht zutraut. Gerade der letzte Absatz spricht dafür... 

Aber ich bin nur Laie und kein ausgebildeter Trainer und kenne weder dich, noch deinen Hund, noch kann ich die Situation wirklich beurteilen. Deshalb werde ich dir keine Tipps geben, sonst verschlimmert sich die Situation am Ende noch ^^ 

Antwort
von douschka, 14

Der Spitz hat wohl immer das "Sagen" - Bellen, das steckt so tief drin. Seine Eigenart mit der man klar kommen muss, wenn man sich ihn anschafft. Selbst gezielte Trainingsmaßnahmen können ihm das nicht gänzlich abgewöhnen, wohl aber in gezielte Richtung bringen.

Artgerechte Haltung und Grundgehorsam vorausgesetzt, orientiert sich jeder Hund sowieso an seinen Menschen. Besuche, Autos, etc. sind normal, das signalisiert man auch dem Hund gelassen. Aussperren wäre eine Möglichkeit, löst jedoch nicht das Problem.

Dein Hund sollte einen guten festen Rückzugsort haben zu dem er gern geht. Ihn dahin zu schicken darf nicht als Strafe angesehen werden. Ohne Reize gewöhne ihn daran so lange dort bis auf Abruf auszuharren. Kommando "AUS" ist ein Abruch der Aktion und bedarf Training. Dies ist gut dosiert einzusetzen, damit es nicht überbeansprucht wird. D.h. nicht immer und überall bei jeder Kleinigkeit einsetzen, die sich auch anders lösen lässt. "Aus" muss wie ein "Keulenschlag" sitzen und ist absolut. Dies behutsam antrainiert, bekommst Du auch die Kläfferei besser in Griff.

Meine sind keine Naturkläffer, melden kurz und so ist es gut. Ich entscheide wen sie begrüßen dürfen, schicke sie auf ihren Platz und mache ggf. die Tür zu, fertig. Wer sagt, dass Hund überall dabei sein muss? Abtrennung kann auch stressmindernd sein.

Antwort
von Snikers32, 40

hast du ihn richtig erzogen?

Kommentar von Sandy2408 ,

Ja, ich gehe mit ihm zur Hundeschule. Alles andere klappt super.

Kommentar von Bonesbreaker25 ,

Was sagt die/der von der Hundeschule dazu?

Kommentar von Sandy2408 ,

Der hat mir den Tipp mit dem einschränken gegeben, weil er da super drauf reagiert. Ich werde das mit dem bleib nochmal vertiefen. Aber das ständige gebelle, bei jeder Kleinigkeit ist ja dann trotzdem noch da :/ 

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