Hilfe bei HPPD?

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2 Antworten

Hallo,

Du solltest nicht zu voreilig irgendwelche Diagnosen stellen, die nicht vom Arzt kontrolliert wurden. Sonst wird mal leicht zum Hypochoder und man redet sich Krankheitsbilder ein, die man eigentlich nicht hat aber trotzdem diese Symptomatik aufweist, da man es erwartet.

HPPD ist nicht mit dem "hängenbleiben" zu vergleichen. Hängenzubleiben bedeutet, das man eine drogeninduzierte Psychose ausgelöst hat. Vor allem bei psychedelische Substanzen ist dann auch das Denken beeinflusst. Man kann nicht mehr klar denken, ist in sicher gekehrt und weist weitere psychische Symptome auf. Aber das kann man nicht verallgemeinern. Psychosen sind breitgefächert.

Ich dachte auch mal, ich sei durch ein überdosierten LSD Trip an HPPD erkrankt. War eigentlich schon fest überzeugt davon aber das war nicht der Fall. Für deine verzerrte Optik hab ich keine passende Antwort aber für das "Rauschen"

Punkt- oder fadenförmige, meist transparente Erscheinungen bei geöffneten Augen nennt man "Mouches volantes", sie werden meistens durch kleinste, harmlose Glaskörpertrübungen verursacht. Fast jeder Mensch hat sowas schon gesehen. Allerdings kann man sich auch darauf konditionieren, z.B., wenn man sich Sorgen darüber macht und befürchtet, eine Augenerkrankung/psychischen Krankheit zu haben. Dann sensibilisiert man sich stark auf das Phänomen und nimmt es entsprechend stärker und öfter auch wahr.

Auch bei geschlossenen Augen ist es normal, dass sich subtile Lichtsensationen bemerkbar machen, wenn man sich darauf konzentriert.
Das können Muster sein, kleine Lichtpunkte, die auch größer werden
können und dann "zergehen". Es können auch konzentrische Kreise sein,
die langsam größer werden oder sich zusammenziehen. Sehr oft ist es
wichtig, sich darauf zu konzentrieren, um es deutlicher wahrzunehmen.
Besonders Menschen, die meditieren, nehmen solche Phänomene verstärkt
wahr. Es handelt sich dabei auch um eine Art "Rauschen", wobei man mit
etwas Übung diese Muster durch Konzentration verändern kann.

Nur weil man etwas noch nie hatte, muss es keine Krankheit sein und sowas lässt sich häufig mithilfe Fachwissen aufklären.

Falls du jedoch nach wie vor der Überzeugung bist, die Ursache sei HPPD, dann solltest du zum Arzt gehen. Keine Sorge, er wird nicht nicht Behandeln, da es gar nicht sein Fachgebiet ist. Er wird dir vermutlich eine Überweisung zum Psychiater geben und dazu einige Adressen. Danach müsstest du einen Termin beim Psychiater vereinbaren, was zum teil 2 Monate dauer kann. Je nach Diagnose wird er dir dann Medikamente verschreiben. Bei einer Psychose/Wahrnehmungsstörung vermutlich Neuroleptiker. Ich persönlich bin kein Fan von medikamentöser Behandlung aber wenn sonst nichts hilft. Und nein, das du zum Psychaiter gehst, wird niemand in deinem Umfeld mitbekommen, außer du sagst es ihnen. Alle beteiligten haben eine ärztliche Schweigepflicht und es ist auch nichts schlimmes Anspruch vom Psychaiter/Psychologen zu nehmen.

Sei jedoch Vorsichtig! Psychaiter diagnostizieren zum Teil gerne falsch bzw. zu streng, da es ihnen Geld bringt, Rezepte auszustellen. Deshalb informiere dich davor, was dir deiner Meinung nach hilft.

Sonstige Anlaufstellen gibt es sonst nicht. Natürlich kannst auch DU dir selbst helfen. Sagt dir Konditionieren etwas? Man kann das durch das Konditionieren sein Unterbewusstsein & somit seine Psyche aktiv beeinflussen. Das alles ausführlich zu erklären würde zu lange Dauern. Google einfach mal. Meditieren kann auch nicht schaden.

Ich bin der letzte, der etwas gegen moderaten Drogenkonsum sagt aber du solltest voerst wirklich Abstand davon halten. Auch von den legalen wie Koffein, da einige auch sehr Psychoaktiv wirken.

Ich wünsche dir noch eine gute Besserung und ich entschuldige mich für den langen Text :)

MFG


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Kommentar von xXYukioXx
28.10.2016, 16:52

Vielen Dank, beste und hilfreichste Antwort von allen!
Dank dir weiß ich jetzt, was ich zu tun habe. Danke :)

Zu dem "Einbilden" wie du es nennst: ich hab das auf 80% aller Seiten über HPPD auch gelesen, dass das nur eine Einbildung sein kann bzw. das man sich zu sehr darauf versteift. Aber das ist bei mir definitiv nicht der Fall, da ich mein Leben sonst ganz normal lebe und versuche, die Symptome so gut wie es nur geht zu ignorieren. Aber irgendwann fällt es einem dann doch wieder auf, dass es ja immernoch da ist. Das nervt schon ziemlich, weil ich weiß wie ich vorher war und ich jetzt definitiv ein anderer Mensch bin und mich verändert habe.

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Du sagst zwar, du willst das deinem Arzt nicht erzählen, aber du sagst nicht, warum du es ihm nicht erzählen willst. Das wäre das einzige richtige. Und das solltest du dringend tun. Und klar kann er dir auch helfen!

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Kommentar von xXYukioXx
23.10.2016, 10:46

Doch, ich will nicht, dass er mich dann in die Psychatrie schickt oder das ich irgendwelche sinnlosen Behandlungen bekomme. Der Arzt ist nicht besonders kompetent, letztens hatte er mir für eine gewöhnliche Grippe Antibiotikum verschrieben...

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