Frage von Delta900, 50

Hat jemand Erfahrung mit Kieferop bzw Umstellung und künstliches Kiefergelenk?

Hallo, ich bin neu hier und brauche dringend Rat

Ich bin eine 25 jährige Studentin und erzähle euch nun meine Geschichte, in der Hoffung auch jemanden zu finden dem es so ergeht oder der die Op schon hinter sich hat....

E hat vor ca 5 Jahren angefangen mit einem knacken im kiefergelenk sowie teiweise auch einer kiefersperre. nachdem ich bei einem niedergelassenen MKG arzt war und er mit massage bzw physio verschrieben hat wurde es nur ein wenig besser. einige zeit danach ist meinem zahnarzt aufgefallen, dass ich einen offenen biss bekommen habe. er meinte ich muss in zahnklinik und das untersuchen lasssen, denn sonst würde ich früher oder später meine backenzähne verlieren, weil ich nur auf denen beisse bzw kontakt habe.

In der zahnklinik wurde ein Röntgen gemacht und mir wurde gesagt, dass ich operiert werden muss da der Diskus verrutscht ist und vorab eine feste zahnspange brauche. Also die Op beinhaltet die Umstellung (Bimax/Sagittale Umstellung) und ein künstliches Kiefergelenk) Um festzustellen warum sich das alles so entwickelte, wurde mit blut abgenommen und ein CT und MRT von Kiefer gemacht, man konnte jedoch die Ursache nicht feststellen.

Mittlerweile habe ich die feste Zahnspange schon über 4 Monate und die op wird wahrscheinlich im Februar 2017 erfolgen. :( (schon als kind hatte ich über 2 jahre eine feste zahnspange und die zähne waren danach perfekt (ohne offenen biss)!! )

Jedoch ist Mittlerweile mein Kiefergelenksköpfchen schon so klein und abgenutzt, dass der Arzt meinte, dass ich auch ein künstliches Kiefergelenk bekommen muss. Schmerzen habe ich nicht und auch das Knacken im Kiefer hat schon lange aufgehört, aber das abbeissen fällt schwer beim essen wegen dem offenen Biss.

Ich hoffe so sehr jemanden zu finden der die selbe Leidensgeschichte hat wie ich und wir uns austauschen können. Vielleicht gibt es auch jemanden der schon so eine Op in der MKG in Bonn hatte und von seinen Erfahrungen berichten kann :)

Denn vor der Op habe ich große Angst, denn es ist ein großer Eingriff...

Liebe Grüße

Antwort
von MissEnergy04, 34

Noch was zur Bimax: 

Bei mir wurde der Oberkiefer 4mm vorgesetzt, 5mm hoch verlagert, der Unterkiefer entsprechend angepasst und dann das ganze 1 mm nach links verlagert.

Ganz ehrlich: Die OP ist sch..., vor allem die ersten 3-4 Tage im Krankenhaus bin ich fast durchgedreht. Danach geht es bergauf, allerdings sehr sehr langsam, man braucht unendlich viel Geduld. Ich sehe von der Schwellung her 4 Wochen post OP an manchen Tagen noch aus wie am Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus (am 5. Tag danach durfte ich gehen). Schmerzen halten sich aufgrund der Schwellung und den tauben Stellen in Grenzen, aber die Summe der vielen kleinen Wehwehchen (Nase zu, durch die Mundatmung entzündeten Rachen, alles taub und geschwollen, Sabbern, Essen und trinken die ersten Tage nur durch eine Spritze usw) und die körperliche Schwäche machen einem das Leben sehr schwer. Unterschätzen sollte man diesen Eingriff auf keinen Fall, dennoch bin ich froh, dass ich die OP habe machen lassen.

Hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen!

Lg

Antwort
von MissEnergy04, 37

Hallo Delta,

herrje, das hört sich ja wild an! Bimax/sagittale Umstellungsosteotomie mag ja angebracht sein, ich hatte aufgrund einer Fehlstellung auch gerade erst vor einigen Wochen eine Bimax-OP, aber ein künstliches Kiefergelenk mit 25, wenn du keine nennenswerten Schmerzen hast?

Mein linkes Kiefergelenksköpfchen sieht auch ziemlich übel aus und ich habe seit Jahren Schmerzen (so ziemlich die komplette CMD-symptomatik, die man sich so ergoogeln kann sowie auch vereinzelt mäßige bis starke Schmerzen direkt im Gelenk), aber bei mir kam niemand auf die Idee von einem künstlichen Gelenk zu sprechen.
Ich weiß jetzt nicht, wie gravierend bei dir das Gelenkköpfchen aussieht, und ich will auch nicht die Qualifikation deiner Ärzte anzweifeln, aber lass das bitte nicht machen, ohne mindestens eine zweite Meinung von einem Fachmann/einer Fachfrau gehört zu haben.

Problematisch an Kiefergelenksprothesen ist, dass es heute nur wenige Langzeitstudien gibt und die Haltbarkeit dieser Prothesen im Allgemeinen auf 15-20 Jahre beschränkt ist. Jedes weitere Austauschen kann Probleme mit sich bringen und wird nicht einfacher. Kann man das nicht hinauszögern, v.a. Wenn du keine Schmerzen hast, oder würde das den ganzen umliegenden Knochen zu sehr kaputtmachen?

Bei mir hieß es, dass das Gelenkköpfchen durch die OP in eine zentrale Position gebracht wird, um einem weiteren, fehlstellungsbedingten Fortschreiten der Arthrose entgegenzuwirken.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community