dachdecker am 07.01.2008 um 18:39 Uhr

Wenn der Verstorbene Mitglied der Kirche war nein, dafür wurde ja Kirchensteuer bezahlt.

Der Pfarrer hält nicht nur eine Rede, sondern ist für die Aussegnungszeremonie zuständig. Wir haben es bei Verwandten bisher so gehandhabt, dass er danach direkt einen Schein in die Hand bekommen hat.
sender am 7. Januar 2008 21:23 Irgendwie sind das seltsame Sitten. Um welchen Betrag handelt es sich denn da?
ich frage nur, weil die Friedhofsgebühren, auch die der Kirchen immer mehr steigen...
HerrLich am 7. Januar 2008 21:34 Summe wird nicht genannt ;-) Wozu sollte das gut sein?
bei uns ist es üblich den pfarrer nach der beerdigung zur trauerfeier mit kaffee und kuchen einzuladen. geld bekommt er keines. er wird ja von der kirche bezahlt.

Wo ich herstamme, ist es Sitte, eine Spende für die Kirche zu entrichten. Meist diskret im verschlossenen Umschlag.
Ich finde außerdem, daß man seiner Dankbarkeit für eine gelungene Zeremonie ruhig auf diese Weise Ausdruck verleihen kann.
Selbst wenn der Verstorbene kein Mitglied der Kirche war hat die Kirche doch wahrlich genug Geld. Warum sollte er dann noch mehr bekommen. So eine Beerdigung mit allen Kosten drumherum ist ja wohl Frechheit genug.
Nicht einmal der Staat beteiligt sich in irgendeiner Weise daran, wenngleich der Verstorbene dorthin ja auch genug bezahlt hat - nein, im Gegenteil; der Staat hofft noch auf seine Erbschaftsteuer aus dem Vermögen, dass der Verstorbene unter Abgabe von Steuern erarbeitet hat.
vom pfarer kammt keine rechnung, dem musst du schon ein scheinchen zukommen lassen.
die sollen ja auch gerne mal einen schlürfen, unsere herren pfarrer :o)))

Es ist üblich, dass man dem Pfarrer der die Beerdigungsrede hält eine Kleinigkeit gibt. Muss aber nicht sein.
Antwort einer Pfarrerin: wir dürfen für uns persönlich überhaupt kein Geld oder sonst etwas annehmen!!! Spenden für die Gemeindearbeit (in der es entgegen kursierender Gerüchte eigentlich immer an Geld mangelt) sind möglich, aber auch dazu ist natürlich niemand verpflichtet. Für eine Spende gibt es auf Nachfrage auch eine Spendenbescheinigung, die bei der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden kann. Ich finde es übrigens schade, dass in diesem Forum so viele Phrasen gedroschen und Gerüchte geschürt werden anstatt einfach mal jemand gefragt wird, der sich damit auskennt (jede Kirchengemeinde hat Telefon, email, meistens auch Internet...).