Frage von Uneindeutig, 105

Gibt es eine Eselsbrücke wann man 'den' oder 'dem' benutzt?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von jan0510, 78

Ja! Ich gehe zu dem Freund. Hier kannst du statt dem Freund "zu MIR" sagen. Bräuchtest du den "den", so wie 'Ich mag den Pfarrer", kannst du "MICH" einsetzen.

Antwort
von HansH41, 42

Eine Eselsbrücke ist die Frage "Wo?" oder "Wohin"

Nach Wo kommt der Dativ, also "dem", nach Wohin der Akkusativ, also "den"

Beispiel:

ich sitze wo? auf dem Baum

Ich schaue wohin? in den Spiegel

Kommentar von Graecula ,

Und bei Sätzen, für die man keinen Lokativ braucht? Also: Ich gebe dem Hund ein Leckerli, oder ich liebe den Tschastin?

Kommentar von HansH41 ,

Da greift dann die andere Eselsbrücke, die bereits genannt wurde:

ich gebe mir das Leckerli, ich liebe mich oder dich.

Antwort
von Deponensvogel, 54

Nein, ist mir nicht bekannt. Du solltest dir einfach ansehen, wann man im Deutschen Akkusativ und wann Dativ verwendet. Außerdem solltest du dir, wenn du da unsicher bist, die Deklination der Substantive anschauen.

_________

Der Mann

Des Mannes

Dem Mann

Den Mann

Die Männer

Der Männer

Den Männern

Die Männer

usw.

________

Und das eben bei allen grammatischen Geschlechtern.

Kommentar von Uneindeutig ,

Danke für Ihre Antwort! Den zweiten Teil mit 'Deklination der Substantive' habe ich nicht ganz verstanden. Könnten Sie es vielleicht 'einfacher' oder ausführlicher erklären? Danke

Kommentar von Deponensvogel ,

Im Deutschen werden Substantive gebeugt (=dekliniert), um sie in einzelne Fälle (=Kasus) zu setzen.

Wenn ich z. B. das Objekt eines Satzes kennzeichnen will oder eine Richtung angebe, gebraucht man meistens den Akkusativ (4. Fall): Ich mag den RaumIch gehe in den Raum. 

Für inhaltliche Abhängigkeit oder eine örtliche Bestimmung ist beispielsweise der Dativ (3. Fall) da. Er gehört dem Raum. Ich bin im (= in dem) Raum.

Der Genitiv (2. Fall) zeigt oft Besitz an: Der Boden des Raumes.

Der Nominativ kennzeichnet das Subjekt, also einfach gesagt, den Satzgegenstand: Der Raum ist schön. 

Das war nur mal ein kleiner Ausschnitt. Was es auf jeden Fall zuhauf im Internet gibt, sind Tabellen über die Deklination, die einem die formale Bildung der Fälle erläutern. Wie ich das in meiner Antwort angerissen habe.

Kommentar von Uneindeutig ,

Danke sehr. Das bringt mich schon wesentlich weiter. Ich werde mir das ganze nochmal anschauen.

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