Frage von Flora1987, 79

Fast jeden Tag weinen - ist das normal?

Hey, ich bin neu hier und ich hab eine mir sehr wichtige Frage an euch.. ich bin 19 Jahre alt und seit ca 2 jahren muss ich immer wieder weinen, sobald mir jemand Unrecht getan hat, oder jemand mich unfair behandelt. Mich nervt es, dass ich immer weine. Auch wenn ich wütend bin. Die Leute nehmen mich dann gar nicht ernst und ich fühl mich noch verzweifelter. Aber seit einem Jahr ist das Ganze viel schlimmer geworden. Es ist nichts passiert, dennoch muss ich viel häufiger weinen. Fast jeden Tag. Zwar kann ich mich vor Menschem gut zusammenreißen, wenn ich aber wieder alleine bin, fließen die Tränen nur so dahin. Das kann bis zu einer Stunde andauern. Ich streite mich auch oft mit meinen Eltern, weil sie gewisse Dinge nicht kapieren, egal wie logisch und einleuchtend es ist, dass sie Unrecht haben, sie meinen immer Recht zu haben. Und ich fühl mich dann so hilflos und wertlos irgendwie auch. Weil mir jeder das Gefühl gibt, immer alles falsch zu machen, dabei mach ich es doch genau so, wie man es von mir verlangt... naja und mittlerweile ist es eben seit ca. einem Jahr so, dass ich mich fast jede Nacht in den Schlaf weine. Morgens steh ich mit geröteten und angeschwollenen Augen auf und mit nem tonnenschweren Kopf. Ich komm dann immer so schwer ausm Bett und dann kommt meine Mutter immer in mein Zimmer und meint, ich solle endlich aufstehen. Naja meine eigentliche Frage ist es, ob es für mein Alter normal ist, sich beinahe jede Nacht in den Schlaf zu weinen und fast täglich wegen Kleinigkeiten zu weinen. Und dann noch fast eine ganze Stunde lang... Ich mein, ich bin erst 19 und ich finde, das Leben fängt grad erst richtig an, um ständig weinen zu müssen.. ich weiß nicht.. Außerdem hab ich dann nach jedem Weinen auch so ein schweres Herz irgendwie.. es tut immer so weh und es fühlt sich an, als würde jemand mit einem Rasiermesser daran rauf und runter fahren... so komische scharfe Stiche hab ich dann..

Ich hoffe, es gibt jemanden da draußen, der mir helfen kann.. zum Psychologen bin ich auch schon gegangen - sogar zu verschiedenen, um verschiedene Meinungen einzuholen - aber es haben mir alle gesagt, dass das normal sei, mich mit meinen Eltern nicht zu verstehen und dass das bald vorüber geht. Aber das glaub ich nicht. Es kann nicht normal sein, ein ganzes Jahr lang jede Nacht zu weinen, bis man dazu zu erschöpft ist und schließlich einschläft.

Also ja.. bitte nehmt das ernst, ich weiß wirklich nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.. keiner scheint eine lösung zu haben für diese Situation.. Und tut mir leid, dass es so ein Roman geworden ist, ich musste es mir einfach von der Seele reden.

Danke ♡ Flora

Antwort
von Lilli1710, 37

Also ich weiß nicht ganz, ob ich dir helfen kann, da ich erst 15 bin. Aber ich versuchs mal :)
Hast du Freunde mit denen du reden kannst? Die dich tösten und dir zeigen, dass du nicht wertlos bist? Oder bedrückt dich irgendwas?
Vielleicht könntest du dich an einen Heilpraktiker wenden, der genau diagnostizieren kann was du hast und dein Körper und deine Seele wieder in Balance bringt. Ich habe schon gute Erfahrungen mit Heilpraktikern gemacht, weiß aber nicht ob dir da zu 100% geholfen werden könnte, aber ein Versuch denke ich mal ist es Wert.
An sonsten kann ich dir raten deine Lebenseinstellung zu ändern. Schau dir mal auf Youtube den Film "the secret" an, könnte dir gut helfen und ist auch sehr spannend, wie ich finde.
Ich wünsche dir noch alles Gute!
Mfg Lilli :)

Kommentar von Flora1987 ,

Ja, Freunde hab ich schon, nur hab ich immer das Gefühl, dass die mir nur das sagen, was ich gern hören will und nicht, was Tatsache ist.. Obwohl ich hier auch zugeben muss, dass ich total an mir selbst zweifle mittlerweile und dass ich mich selbst nicht mehr richtig akzeptieren kann, weil ich eben ständig was falsch mache, und aber mein bestes gebe... An einen Heilpraktiker hab ich bislang noch gar nicht gedacht, insofern vielen Dank für diesen Tipp. Werd mal einen kontaktieren und mal schauen, obs mir was bringt... Danke dir, Lilli :)

Antwort
von Chouzaishi, 23

Hallo,

leider sind manche Psychologen unfähig - daher mein erster Rat: Such dir nochmals einen anderen Psychologen, auch wenn du es schon mit einigen versucht hast.

Allerdings ist es jetzt durchaus nichts komplett unübliches - natürlich hat der größte Teil der Bevölkerung nicht mit so etwas zu kämpfen, wodurch es eher als "unnormal" bezeichnet würde, doch es gibt einige ähnliche Situationen wie deine -  du stehst also nicht komplett alleine damit da.

Wenn du keine großen Trauerfälle hattest (Traumata) oder großem Stress ausgesetzt bist usw. kann eine Ursache ein unausgeglichener Hormonhaushalt sein. Das kann durch die Umstellung des Hormonhaushaltes in der Pubertät, die durchaus auch später beginnen kann und sich auch llänger auswirken kann passieren.

Um deinen Hormonhaushalt zu normalisieren, wäre es wichtig, regelmäßig Sport zu betreiben (2-3 mal die Woche, ein Gemisch aus Muskelaufbau und Ausdauer) und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Auch Bewegung an sich (über normale Schritte, empfehlenswert ca 10000 pro Tag, das sind eine ganze Menge für die meisten) ist extrem hilfreich.

Es gibt einige Nahrungsmittel, wie z.B. Banane, Reis (Naturreis v.A.) oder Datteln, Kakao die Vorstufen von Serotonin (Tryptophan) oder Serotonin enthalten, welches im Körper zu körpereigenen Serotonin umgebaut werden kann und helfen kann, die Traurigkeit zu überwinden. Diese gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel, was aber normalerweise nicht zu empfehlen ist, da dann wieder stärker in den Hormonhaushalt eingegriffen wird, der sich ja eigentlich von selbst stabilisieren soll.

Ansonsten wären gewisse Entspannungstechniken zu nennen, die helfen können, die "Gefühlsstiche" zu überwinden, zu nennen wären: Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training oder aber bewegt über z.B. Yoga oder Tai Chi (Qi Gong).

Ich hoffe, das konnte dir etwas helfen. LG

Kommentar von Flora1987 ,

Hej, also am Hormonhaushalt wird es bei mir kaum liegen... Zumindest mache ich jeden Tag Sport, also ich gehe 3-4 mal die Woche ins Fitnessstudio und daheim mache ich auch workouts.. also ich bin ein sehr sportlicher Mensch und achte auf meine Ernährung, dennoch danke für die Tipps... Ich weiß nicht, ob ich noch einen Psychologen besuchen will.. wir sind gerade finanziell nicht sehr stabil und richtig gute Psychologen kosten etwas... und ich möchte auch nicht, dass meine Eltern etwas davon mitbekommen - von den vorigen Psychologen wussten sie auch nichts - denn dann würden die sich nur aufregen und sie meinen, es sei Geldverschwendung.. sie halten nichts von Psychologen.. leider :/ Ich danke dir trotzdem für deine Tipps. :)

Kommentar von Chouzaishi ,

Hey, Psychologen werden immer von der Krankenkasse gezahlt (sowohl gestzlich, als auch privat), es sei denn, es handelt sich um Heilpraktiker mit einer Weiterbildung in Psychotherapie. Zu nennen wären auch noch ein Vit. D Mangel und eine Schilddrüsenunterfunktion, die jeder Allgemeinmediziner bei Beschreibung der Symptome als erstes per Blutbild ausschließen würde, falls du das noch nicht gemacht hast.

Viel Erfolg dir noch :)

Antwort
von SupaPanda, 26

Hey flora <3
Ich kenne das auch... Bei mir hat es geholfen einmal mit meinen Eltern offen darüber zu reden dass ich mich Unrecht behandelt fühle und so. Vielleicht sind sie sich dem nicht bewusst und bei mir hat das echt geholfen

Kommentar von Flora1987 ,

Hallo, du.. ich hab oft mit meinen Eltern gesprochen, leider hats nie was gebracht.. im Gegenteil, ich habs hinterher jedes mal bereut.. schon seltsam.. es zu bereuen, mit den eigenen Eltern offen zu sprechen.. Trotzdem danke :)

Antwort
von siq1082, 30

Du arme :-( möchtest du mir vielleicht schreiben? Habe dazu einiges zu sagen, was nicht hier her gehört. Bin weiblich falls das eine rolle spielt

Kommentar von Flora1987 ,

Bin offen für alle Tipps, die ich bekommen kann, insofern von mir aus gern :)

Kommentar von siq1082 ,

Ok ☺️ hast du vielleicht kik ?

Antwort
von REVOLTEC04, 38

naja hm ..

so richtig ist das ni normal.

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