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Andreas Gryphius, kann mir jemand helfen???

Frage von lichtdesmondes lichtdesmondes

ich hab das gedicht super anlalysiert, aber beim interpretieren, kapiere ich die letzten 2 terzetten nicht ganz. kann mir da jemand helfen?danke jetzt schon

An eine Jungfrau

Was ist euer zarter Mund? Ein Köcher voller Pfeile Dardurch mach weiches Herz wird bis in Tod verletzt Der helle Augen Glanz ist Flammen gleich geschätzt An welcher jeder sich verbrennt in kurzer Weile

Die wunderschönen haar sind lauter Liebesseile. Wer durch der Stirnen Glanz nicht wird in Euch verhetzt; Wer sich den Lilien des Halses widersetzt Mus doch gewärtg sein, dass ihn der Blitz ereile

Der von der bloßen Brust herstrahlt so unverdeckt So sprecht Ihr und ist wahr wer voll von Zunder steckt In dem kann auch ein Funk leicht großes Feuer erregen.

Wer aber bei ich selbst dies wars Ihr so hocht acht Die schöne Nichtigkeit und was ihr seit betracht Den sollt Ihr glaubt mir's fest zu keiner Brunst bewegen.

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Antworten (7)

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    Antwort von cadovius cadovius

    Wie willst Du eine vernünftige Antwort bekommen, wenn Du den Text falsch abschreibst? So gibt es ja gar keinen Sinn!!

    Gryphius' Text lautet: Wer aber bei sich selbst, dies, was Ihr so hoch acht'/ die schöne Nichtigkeit und was Ihr seid, betracht/ Den solltIhr, glaubt mir's fest, zu keiner Brunst bewegen.

    Damit sagt Gryphius, dass diese Frau zwar bis zum Wahnsinn attraktiv und aufregend ist, aber wenn man genau über sie nachdenkt, merkt man, wie hohl sie ist, und dass es ihr nur darum geht schön zu sein und wie sie auf andere wirkt; und wenn man darüber genauer nachdenkt (betracht), dann verliebt man sich doch nicht ernsthaft in sie.

    Kommentar von lichtdesmondes lichtdesmondeslichtdesmondes

    nein, so denke ich nicht über das gedicht, aber danke. das gedicht geht meiner meinung nach in eine andere richtung, unswar die vergänglichkeit.

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    Antwort von derKLEINEwolf derKLEINEwolf

    ergänzung zu vorigem und um die zurückweisung von "hilflosigkeit" zu begründen / der text "die schöne nichtigkeit und was was Ihr seid, betracht, den sollt ihr, ...." besagt: die schönheit der frau ist eine nichtigkeit gegenüber der selbstachtung, den inneren werten, die derjenige hat (haben sollte), der sie betrachtet ("betracht" ist zu lesen als betrachtet, d. h. betracht' = mit apostroph) / wer also diese inneren werte, diese selbstachtung hat, der ist (von dem schwärmer für die nichtige äußerlichkeit) auch nicht zu einer begehrlichkeit für diese frau zu bewegen / man muß den richtig geschriebenen text sehr genau lesen - im hinblick auf die kommata, die erst den rechten sinn ergeben //

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    Antwort von Pumkinx3 Pumkinx3

    ich glaube er meint damit, dass man sich nicht von der äußerlichen Schönheit blenden lassen sollte, sondern sich auf die inneren Werte konzentrieren. Somit ist es apellartig (im Hintergrund dier Vanitas gedanke) Man kommt zwar an ihren Körper ran, aber nicht an ihr Herz "An welcher jeder sich verbrennt in kurzer Weile" (Z.4) (Im Hintergedanken die überschrift, auch wenn diese widersprüchlich ist) denn man kann sich nicht verbrennen, wenn man sich nicht ins feuer begibt.

    Ich weiß, ein bisschen spät.. ^^

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    Antwort von Pumkinx3 Pumkinx3

    ich glaube er meint damit, dass man sich nciht von der äußerlichen Schönheit blenden lassen sollte, sondern sich auf die inneren Werte konzentrieren. Somit ist es apellartig (im Hintergrund die Vergänglichkeit) Man kommt zwar an ihren Körper ran, aber nicht an ihr Herz  "An welcher jeder sich verbrennt in kurzer Weile" (Z.4) (Im Hintergedanken die überschrift, auch wenn diese widersprüchlich ist) denn man kann sich nicht verbrennen, wenn man sich nicht ins feuer begibt.

    Ich weiß, ein bisschen spät.. ^^

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    Antwort von Vorschlaege Vorschlaege

    "So sprecht Ihr" bedeutet , dass die angesprochene Jungfrau unter Einsatz und mit der Wirkung all der in den Quartetten genannten Schönheitsattribute spricht. Dadurch entflammt sie den Mann, zu dem sie spricht (V. 10f). Der Sprecher (auch: lyrisches Ich) schützt sich dabei einmal dadurch, dass er sich seiner selbst und seines freien Denkens vergewissert ("bei sich selbst betracht'") und dass er zum anderen dabei an die Vergänglichkeit dieser Schönheit und Macht der Schönheit denkt: Mit diesem Gedanken an die Vergänglichkeit entmachtet er die Frau und bewahrt sich selbst. Natürlich ist mit dem Gedanken der Vergänglichkeit untrennbar der religiöse Blick auf das Unvergängliche, auf Gott verbunden, das zentrale Thema mehrerer Sonette Gryphius'.

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    Antwort von derKLEINEwolf derKLEINEwolf

    mein guter rat: / nimm die erste antwort von cadovius als beste interpretation, die es gibt / mit hilflosigkeit hat das meiner meinung nach nichts zu tun //

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    Antwort von DocBernd DocBernd

    Das Gestammel in der vorletzten Zeile zeigt eine Auflösung der geordneten Betrachtungsweise an. Der zuvor schön geordnete Text geht in eine Form der Hilflosigkeit über. Der Schlusssatz ist dann aber wieder geordnet. Hilft dir das weiter?

    Kommentar von lichtdesmondes lichtdesmondeslichtdesmondes

    was meinst du genau mit hilfslosigkeit?? über genaueres zum letzten teil wäre ich echt dankbar, weil alles kapier ich außer den scheiß schluss nicht. danke.)

    Kommentar von lichtdesmondes lichtdesmondeslichtdesmondes

    vielleicht meint er ja damit, das wenn jemnad, der sie begehrt, nur einmal kapiert das sie auch vergänglich ist d.h. älter wird sie nicht mehr so begehrt?

    Kommentar von DocBernd DocBerndDocBernd

    Ich meine damit, dass der Dichter hier zum Ausdruck bringen wird, dass seine Gedanken über die Liebe sich verlieren, dass er die Kontrolle über das verliert, was er zum Ausdruck bringen will und damit auch andeutet, dass vielleicht die Liebe als Phänomen einem aus den Händen gleitet, wenn man sie zu beherrschen glaubt.

    Kommentar von lichtdesmondes lichtdesmondeslichtdesmondes

    danke :D

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