Hausbau - in welcher Reihenfolge vorgehen?

6 Antworten

  • entscheiden - Neubau oder Altbau ?
  • Altbau: (was ich durchaus auch empfehle)
  • Objekt suchen
  • Preis - Leistungsverhältnis prüfen.
  • Lage!,Lage! Lage! (wo liegt das Objekt)
  • Daran denken, dass das Leben sich dauernd ändert - ist das Objekt auf Dauer -finanzierbar? (z.B Kinder - ein Verdiener fällt aus)
  • Architekten für eventuellen Umbau suchen
  • Neubau?
  • Grundstück suchen. (auch hier Lage,Lage Lage wo liegt das spätere Objekt)
  • Architekt suchen.
  • Bauträger bedingt, da diese meist nicht individuell planen -.und knapp kalkulieren.Das heißt leider nicht beim Verkaufspreis des Hauses (o.k wenn das Objekt gefällt....) Extras werden teuer zu bezahlt.
  • unbedingt über die Beteiligten Firmen informieren/erkundigen - auch bei Altbau!
  • Referenzprojekte aufsuchen viel Informationen sammeln mit ehemaligen Kunden sprechen.
  • immer auch an Wiederverkauf denken.

Als erstes die Gegend festlegen, wo ihr bauen wollt. In vielen Neubaugebieten sind die Grundstücke, die noch zu haben sind, ausgeschildert. Gleichzeitig auch mit der Bank Möglichkeiten der Finanzierung besprechen - was ist möglich? welche Konditionen.

Es hilft auch die Suche im Immobilienteil der Regionalzeitung, oder einen Makler kontaktieren und logo das Internet.

Wenn ihr das passende Stück gefunden habt, bzw. 2 oder 3 in der engeren Auswahl, solltet ihr in etwa wissen, wer für die Ausführung in Frage kommen wird. Da kann man in Neubaugebieten versuchen Erfahrungen von anderen Bauherren zu bekommen. Schaut euch ein wenig um, bei Neubauten in eurer Umgebung. Man sieht oft ganz eklatante Unterschiede, wie so ein Baustelle aussieht. Nach 30 Jahren Erfahrung kann ich sagen, dass Firmen, die ihre Baustelle sauber und aufgeräumt abarbeiten, auch von der Qualität her immer etwas (und oft viel) besser sind.

Jetzt braucht ihr einen Planer. Das sollte ein vorlageberechtigter Bauingeneur sein, im Idealfall ist der auch in der Baufirma beschäftigt, die für euch bauen wird. Er sollte euch auch bei der Grundstückswahl schon zur Seite stehen, der Erfahrung halber.

Das Traumhaus wird entworfen unter Berücksichtigung eurer Wünsche. Der Ingeneur wird darauf achten, dass eure Wünsche auch conform mit den Richtlinien sind und dann einen Bauantrag beim zuständigen Amt einreichen. Zu dem Zeitpunkt kann der erahrene Ingeneur auch schon einen ungefähren Preis der Baumassnahme sagen. Also ist auch wieder ein Termin auf der Bank fällig, wobei man zwischenzeitlich sich auch nach den Konditionen bei anderen Banken umsehen konnte.

Anhand der Zeichnung wird auch ein Leistungsverzeichnis erstellt, in dem alle Positionen vom Erdaushub bis zum Einbau der Haustür verzeichnet sind.

Mit diesem Leistungsverzeichnis kann dann jeder Unternehmer ein Angebot für die auszuführenden Arbeiten abgeben, dass ihr für eure Auswahl benötigt (der billigste muss nicht der Beste sein )

Am stressfreiesten ist es, wenn eine Firma alles "schlüsselfertig" erstellt. Das bedeutet, dass ein Bauträger verschiedene Arbeiten an verschiedene Subunternehmer vergibt und den Ablauf abstimmt, bzw. Termin im Auge behält bis hin zur zugesagten Übergabe/Endabnahme mit Einzugetermin.

Man kann als Bauherr auch alle Gerwerke selber vergeben, wie z.B Erdaushub extra, Maurer - und Betonarbeiten extra, Dachstuhl, Dacheindeckung, usw, usw. Da lassen sich dann schnell ein paar 10000 Euro sparen, man sollte dann allerdings wissen, mit wem man es zu tun hat und auch ein wenig stresserprobt sein. Auch hier helfen die Erfahrungswerte anderer Bauherren in der Umgebung.

Bei der ganzen Sache sollte man all die negativen Kommentare zum Bauen nicht ganz so ernst nehmen. Es ist wie so oft: die paar mit den schlechten Erfahrungen geben ihren Unmut lautstark von sich, und sieht so aus, als wären alle Baufirmen Betrüger und Pfuscher. Die Mehrheit der Bauherren hat aber nur positive Erfahrung mit ihrem Bauprojekt gemacht. Ich tippe mal so auf 9 von 10 haben überaus positive Erfahrung gemacht. Von Kleinigkeiten mal abgesehen.

Huflattich  29.03.2014, 18:07
Man kann als Bauherr auch alle Gerwerke selber vergeben, wie z.B Erdaushub extra, Maurer - und Betonarbeiten extra, Dachstuhl, Dacheindeckung, usw, usw. Da lassen sich dann schnell ein paar 10000 Euro sparen, .......>

Das hätte ich dann mal gern gesehen, wie man als Laie eine Ausschreibung macht und Angebote einholt .....

Bei der ganzen Sache sollte man all die negativen Kommentare zum Bauen nicht ganz so ernst nehmen. Es ist wie so oft: die paar mit den schlechten Erfahrungen geben ihren Unmut lautstark von sich, und sieht so aus, als wären alle Baufirmen Betrüger und Pfuscher. Die Mehrheit der Bauherren hat aber nur positive Erfahrung mit ihrem Bauprojekt gemacht. Ich tippe mal so auf 9 von 10 haben überaus positive Erfahrung gemacht. Von Kleinigkeiten mal abgesehen.>

Negative Erfahrung sollte man IMMER ernst nehmen sie sind nie "übertrieben" gerade die Kleinigkeiten sind das was so ärgert.

janfred1401  30.03.2014, 11:10
@Huflattich

Es gibt durchaus Laien, die können etwas mit einem Leistungsverzeichnis anfangen. Und genauso Angebote einholen. Unter anderem hat es mein Vater vor 30 Jahren als Laie gemacht. Und ich selber hab auch für einige Bauherren gearbeitet, die es so gemacht haben. Was soll daran kompliziert sein?

Außerdem habe ich geschrieben, das Schlüsselfertig Bauen in punkto Auftragsvergabe stressfreier ist - oder nicht?

Wenn hier bei GF jemand fragt: "Was kostet eine Dacheindeckung?" dann bekommt er doch keine Antwort, sondern 20 mal geschrieben: "hol ein Angebot ein? Merkst du jetzt was?

Wenn ein Laie vorhat zu bauen und sich wochenlang negative Bauerfahrungen reinzieht, dann soll er das tun. In ländlichen Gegenden kennt der Auftraggeber die Firmen aus der Umgebung. Da gibt es diese negativen Erfahrungen kaum. Die Probleme entstehen dann, wenn ein Bauträger schlüselfertig baut und die Subunternehmer unqualifiziert sind, weil der Bauträger aus Profitgier nichts zahlen will. Dann nimmt er für die Arbeiten billige Osteuropäer. Und Probleme entstehen, wenn der Bauherr, um 10000 Euro zu sparen, eben so einen Bauträger beauftragt, ohne eine Referenz zu haben. Deshalb mein Statement: in seiner Gegend nach Erfahrungen von anderen Bauherren nachfragen. Und da werden dann die positiven Erfahrungen überwiegen. Und bei einer Gesamtbausumme von 300.000 Euro soll man halt nicht auf 10.000 Euro mehr oder weniger achten, wenn ich weiss, das da 10 Häuser in der Umgebung gebaut wurden, wo die Bauherren 100% zufrieden sind.

Wiso fahrt nicht jeder Dacia??? Warum sind in Deutschland noch Leute gewillt BMW, Mercedes und Audi zu kaufen? Warum muss beim Hausbau aber alles so billig wie möglich sein. Ich habe immer in seriösen Firmen gearbeitet, die Qualität zum fairen Preis verkauft haben, und war als Maurer in 35 Jahren noch keine 4 Wochen ohne Arbeit - selbst im härtesten Winter nicht.

Ich bin lange genug im Baugewerbe tätig und weiss wovon ich rede.

Zu Bauträger oder Planer gehen und zeitgleich ein Grundstück suchen. Bauträger oder Planer kann über Kauf oder Nichtkauf des Grundstückes ebenfalls beraten.

  1. Rat = nichts überstürzen

  2. Informiert euch breit

  3. Habt ihr im Bekannten/Freundeskreis niemanden, der mit ihren eigenen Wohnprojekten Erfahrung gesammelt hat? Möglichst viele Quellen Fragen. Fragebogen erstellen.

  4. Da ihr wohl Geld zugesprochen bekommt, seid ihr natürlich für jeden Mensch mit Geschäftssinn nun das gefundene "Fressen". Der Geld ist euer bester Freund, ist es ausgegeben, lassen sie euch sofort fallen. Auch die Bank. Die ist nur freundlich solange ihr Geld habt, ist es weg, dann sind sie euer ärgster Feind. Noch hoffieren sie, doch dann...

  5. Deshalb seid weise und macht euch erst mal schlau, werdet eure eigenen Experten und besten Berater: Hier gilt nicht Time ist Money, denn das führt zu rasch getroffenen Fehlentscheidungen.

Kann nur vom Bauen abraten. Ein Haus kaufen mit Grundstück, ja. Natürlich Gutachter. Aber bauen mit zig Firmen! Katastrophe. Und dann womöglich ein unfähiger Bauleiter....

janfred1401  29.03.2014, 10:55

Zum Glück denken nicht alle so. Dann könnten sich ja alle Maurer und Zimmerleute arbeitslos melden.

Wenn du in der Vergangenheit mit mir zu tun gehabt hättest, würdest du jetzt nicht so negativ denken.