Was denkt ihr darüber? was sind eure Erfahrungen? Gibt es Studien über den Zusammenhang?

Gute oder schlechte Noten sind nicht immer ein Indiz für Intelligenz oder fehlende Intelligenz. Manche kommen auch mit einer gewissen Portion Cleverness und Intuition durch, wobei das auch eine Form von Intelligenz ist. Andere schaffen es mit Fleiß, aber Fleiß ist mit Intelligenz nun wirklich nicht gleichzusetzen. Dann gibt es wieder so intelligente Menschen, die sich im Unterricht langweilen, völlig unterfordert sind und darum nicht mitmachen, weil sie in Gedanken schon viel weiter sind oder sich fragen, warum sie solche Fragen und Gedanken haben, wie sie ihre Mitschüler nicht haben. Das heißt, diese Menschen wissen oft gar nicht, dass sie intelligent und anderen weit überlegen sind.
Das beste Beispiel ist Japan: wenn ich mich recht erinnere, machen über 90% der Schulabgänger Abitur. Davon quälen sich aber mehr als die Hälfte mit über- bzw. unmenschlicher Mühe durch das Abi, weil sie eben nicht so eine gute Auffassungsgabe haben und ihnen das mit wenig oder normaler Anstrengung nicht zufällt.
Das Thema ist m.E. ein weites Feld, das nicht in wenigen Sätzen abgemacht ist...

schon stark.. weil ein wirklich intelligenter macht schnell fürs Umfeld gute Noten.. und ist danach wieder Intelligent ! Gruss Solf

die sogenannten hochbegabten langweilen sich, sind unterfordert, und produzieren unter umständen noten weit unter durchschnitt, mangels interesse. oft wissen sie selbst und auch ihre lehrer nicht, was dahinter steckt.
unser benotungssystem beruht ja darauf, dass mit hilfe dieser benotungen das können gemessen werden soll zum zwecke der "verwendung" der schulabgänger. es hat somit auch etwas mit rechtlichen gesichtspunkten zu tun. das zeigt sich am numerus clausus, das ist die zugangssperre zu manchen studienfächern bei nichterreichen von mindestnoten. damit haben vor jahrzehnten die mediziner angefangen. und das ist etwas höchst raffiniertes, da wird nämlich - soweit das eben mit noten meßbar ist - die geistige elite der nation verlockt, beruflich in eine bestimmte richtung zu gehen. und wenn man dann noch sieht, wie sehr heute das medizinstudium genormt ist von den denkweisen der chemischen und pharmazeutischen industrie, dann ist das quasi die garantie dafür, dass diese denkweisen in zukunft ganz festgefügt so bleiben, wie von dieser industrie gewünscht. das ist wie in vorgeschichtlicher zeit, als der stammes-medizinmann sich persönlich den geeigneten nachwuchs suchte, um seine denkweise ungestört weitergeben zu können...

Ich glaube viele sehr intellegente Kinder interessiert die Schule einfach nicht. Dann passen sie auch nicht auf oder stellen "Verknüpfungen" zum eigenen Gehirn einfach nicht her, weil sie andere Dinge viel besser finden in der Zeit. Also haben Schulnoten für mich nur zu einem Teil mit Intelligenz zu tun, der größere Teil ist Interesse und verstehen wollen.

Intelligenz heißt nicht, dass man sie auch nutzen kann. Die Frage ist, ob du was mit deiner Intelligenz anfangen kannst... Viel größer ist wohl der zusammenhagn zwischen Lehrern, Schülern und Noten...

Die Super-Intelligenten werden bestimmt ein gutes Abitur machen, weil sie, selbst bei schludrigem Schulverhalten, alles mit 'links' machen. Bei den übrigen Intelligenten hängt es mindestens zu 50% vom Umfeld ab: Wie stehen Eltern und Lehrer hinter den Leistungen der Kinder, sind diese auf der richtigen Schule, werden sie durch faule Mitschüler beeinflusst, etc..
engelhaar am 24. Juni 2007 21:37 Eben nicht immer, ich kenne auch jemanden der mit hoher Intelligenz überhaupt keinen Abschluss gemacht hat!
Total einverstanden.Das ist zum Teil ein ganz persönliches Problem,was einzeln behandelt werden muss.Ich interessiere mich professionell für solche Fälle,mit großem Erfolg.