Frage von xxLiLKira,

Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?

Habe gehört, dass die Krankenkasse die Form der Therapie bezahlen. Man bekommt am anfang sogar 5 Probesitzungen die sowieso kostenlos sind.

Wie viele stunden bezahlt die Krankenkasse fuer die Therapie? Wie lange dauert das, bis man 'geheilt' ist? (bzw. besseres Verhalten).

Hat jemand schon Erfahrungen mit VT gemacht? Und warum habt ihr eine gemacht?

Bei mir ist es, weil ich eine soziale Phobie habe, dh. sprechangst vor fremdem Menschen, bzw. wenn ich Vorträge halten muss, in der Schule/Uni etc.

Antwort von Virginia47,
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Hatte ich auch - und noch mehr.

Ich hatte 50 Stunden. Die bezahlt die Krankenkasse. Und die haben gereicht.

Allerdings habe ich die Ratschläge meines Psychologen auch fleißig und pflichtgewusst angewendet. Und er war begeistert davon, wie gut ich mitgearbeitet habe.

Kommentar von xxLiLKira,

5o stunden.. und wie wurden die aufgeteilt? eine stunde pro woche, 2 stunden pro woche, einmal im monat??

Kommentar von xxLiLKira,

Muss man zuerst zum Hausarzt gehen und sich dort übweisen lassen oder kann man direkt zum Psychologen und dem die Sachlage erklären?

Kommentar von Virginia47,

Ich bin zum Psychologen gegangen und habe gefragt. Anschließend habe ich mir aber eine Überweisung von Hausarzt geholt, sonst hätte ich das ja bezahlen müssen. Der Psychologe hat dann einen Antrag bei der Krankenkasse auf Kostenübernahme gestellt.

Die 50 Stunden waren in jeweils eine Doppelstunde á 50 Minuten aufgeteilt. Soi wird es von der Krankenkasse genehmigt. Meistens haben wir aber länger gesprochen, weil es so viel zu erzählen gab. Am Anfang trafen wir uns wöchentlich. Später wurden die Abstände größer. Und das ging auch. Die Gespräche hielten dann durch den Erfolg länger vor.

Kommentar von xxLiLKira,

okay danke.. und wie lange hat es gedauert bis du einen termin hattest?

Kommentar von Virginia47,

Das ging damals noch relativ schnell. Jetzt muss man mit Wartezeiten bis drei Monate rechnen.

Antwort von Nudelsternchen,
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Ja, die KK bezahlen Verhaltenstherapie außerdem auch Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Analytische Psychotherapie. und es ist auch richtig das du am Anfang 5 Proestunden hast, nachden musst du dich entscheiden ob du mit dem Therapeuten längerfristig zusammenarbeiten kannst.

Danach wird dann die Therapie bei der Krankenkasse beantragt entweder 25 Stunden =Kurzzeittherapie oder

45 Stunden =Langzeittherapie diese Stunden können nach der Bewilligung durch die Krankenkasse bei Bedarf ausgeschöpft werden oder auch nicht.

Manchmal ist es auch nötig das der Stundenumfang erhöht werden muss. Meistens dauert eine Verhaltenstherapie aber nicht länger als 80 Stunden.

Kommentar von xxLiLKira,

okay und was für eine therapie soll ich nehmen? ich hab gedacht das wär ne verhaltenstherapie.. was sind dann die andern? hab ich noch nie gehört..

Kommentar von Nudelsternchen,

Naja es gibt halt verschiedene psychotherapeutischen Verfahren die sich in ihrem Verständniss über die Entstehung von psychischen Krankheiten als auch in ihrem Therapiekonzept und der Haltung des Psychotherapeuten unterscheiden.

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass Menschen ihr Verhalten und Erleben durch Erfahrungen im Laufe ihres Lebens erlernen. Eine psychische Krankheit entsteht dann, wenn die erlernten Muster problematisch oder unangemessen sind; etwa indem sie beim Patienten oder seiner Umgebung Leidensdruck verursachen. In der Verhaltenstherapie wird versucht mit dem Patienten neue Lösungsstategien zu erarbeiten.Das ganze ist mehr praktisch orientiert und bleibt im Hier und jetzt.

Die Analytische sowie die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehen davon aus das Psychische Probleme aufgrund von Erlebnissen und Erfahrungen im Leben, vor allem während der Kindheit und Jugend entstehen.

Der Tiefenpsychologe und der Psychoanalytiker versuchen, gemeinsam mit dem Patienten, ein Verständnis dafür zu bekommen, woher die aktuelle Symptomatik kommt und den Sinn dahinter zu verstehn.

Das Ziel dabei ist das Bewusstwerden von verdrängten Gefühlen und Erinnerungen, die eine Entwicklung zum gesunden, selbständigen Individuum blockieren. Die Ursachen und Lösungen für gegenwärtige Probleme sind dabei im Unbewussten und in der Vergangenheit des Patienten zu suchen. Der Patient soll im Laufe der Therapie die Konflikte von prägenden Entwicklungsphasen erneut durchleben um sie zu verarbeiten um so in der Gegenwart besser klarzukommen.

Welche Psychotherapieform für dich jetzt die richtige ist kann ich dir nicht sagen, ließ dich ein wenig in die Thematik ein(im Netz findest du massig Informationen) und schau dann in den Probatorischen Sitzungen ob du dich richtig entschieden hast.

Ich denke im Endeffekt ist es auch nicht so wichtig welcher Richtung dein Therapeut angehört, viel wichtiger ist das du gut mit ihm klarkommst und ihm vertraust und ihr eine gute Basis für die Theraputische Arbeit aufbauen könnt.

Kommentar von xxLiLKira,

okay kann man da denn einfach hingehen und 5 Probartorische sitzungen 'absolvieren' oder braucht man erst ne überweisung vom hausarzt?

Kommentar von Anova121,

Man benötigt keine Überweisung vom Hausarzt. Psychotherapeuten sind selbständig arbeitende Fachpersonen, die deine Therapie bei der Kasse einreichen, also den Antrag dafür und die Kasse entscheidet dann, ob eine Therapie nötig ist und gibt ihr Ja Wort. Wichtig ist, sich vorher bei dem Therapeuten zu erkundigen, ob prinzipiell Wartezeit besteht. Einige sind sehr voll.

Antwort von Wolpertinger,
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Die Krankenkasse zahlt nicht nur die Verhaltenstherapie, sondern auch andere Therapieformen.

Die 5 probatorische Sitzungen sind nicht umsonst, sondern werden ohne Gutachten von der Krankenkasse bezahlt.

Dies hat den Grund, dass Therapeut und Klient sich zum einen kennen lernen sollen, zum anderen muß der Therapeut aber, nach diesen Sitzungen (wenn die Beiden weiterhin therapeutisch arbeiten wollen) ein Gutachten für die Krankenkassen schreiben.

In diesen 5Stunden wird also nicht primär therapeutisch gearbeitet, sondern die Anamnese erstellt und die Biografie erarbeitet.

Außerdem werden Therapieziele festgelegt.

Mit diesem stellt er den Antrag auf Kosten übernehme für deine Therapie und begründet diese auf eine Diagnose und fordert ein bestimmtes Stundenkontinent an.

Die Krankenkassen genehmigen dieses dann oder halt nicht.

.

Heilung wirst Du mit einer Therapie nicht bekommen, du lernst lediglich mit deinen pathologischen Verhaltensweisen umzugehen.

.

Ob Du eine soziale Phobie hast, kann nur von einem Fachmann diagnostizieren.

Angst davor in der Öffentlichkeit zu sprechen, haben viele Menschen, nicht jeder von diesen hat eine soziale Phobie.

Als alternative zur Therapie kannst Du einen Rhetorikkurs machen oder vielleicht an einem sozialen Kompetzentraining teilnehmen.

Kommentar von xxLiLKira,

ich hab das aber schon seit meiner kindheit und bin mittlerweile fast 20..

außerdem kosten rhetorikkurse was und da ich eh in nem dorf wohne, müsste ich erstmal zur landeshauptstadt fahren, wo es sowas gibt. (bin schüler, habe kein auto und kein geld um den kurs zu zahlen)

bin momentan in logopädischer behandlung. falls es sich nicht bessert, muss ich zum psychologen.

Kommentar von xxLiLKira,

achja und muss man eine praxisgebühr zahlen? kann man auch zum augenarzt gehen und denen sagen dass man eine überweisung fuer den psychologen braucht? oder muss man pro quartal je 10 euro fuer augenarzt und je 10 euro fuer psychologen zahlen?

Antwort von NinaNicole7010,
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Hast du denn schon einen Termin beim Psychotherapeuten? Man steht in der Regel auf der Warteliste und das länger. Ich weiß von einer Zeit von ca. einem Jahr. Aber es gibt die Möglichkeit, in ein Krankenhaus zu gehen (Wartezeit ca. 3 Monate). Wenn man nach 3 Monaten noch keinen Termin bei einem Psychotherapeuten bekommen hat, kann man sich auch einen nicht kassenzugelassen Therapeuten nehmen. Das sollte man aber vorher der Krankenkasse mitteilen. Man muss auch dokumentieren, wo und wann man sich auf die einzelnen Wartelisten hat eintragen lassen. Ich habe hier einen, wie ich meine einen guten Link, (die Internetseite der bekannten Therapeutin Doris Wolf) über das Thema Psychotherapie und Angst: http://www.palverlag.de/Psychotherapie.html

Kommentar von NinaNicole7010,

Ich habe vergessen, hier eine weitere Möglichkeit zu nennen, wie man die Wartezeit gegebenenfalls verkürzen kann: Wenn man bei der Kassenärztlichen Vereinigung des jeweiligen Bundeslandes nachfragt, ob Therapeuten im näheren Umkreis bekannt sind, die kurze Wartezeiten haben. In den meisten Fällen gibt es sie nicht. Ich hatte z. B. vor ca. 2 1/2 Jahren Glück und habe bei meinem Wechsel nur 3 Monate warten müssen. Versuchen kann man es ja!

Antwort von Grandi,
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Ja, die Krankenkassen übernehmen grundsätzlich die Kosten einer Verhaltenstherapie, auch die Kosten der 5 Probesitzungen (sogen. Probatorische Sitzungen). Während der Probatorischen Sitzungen wird die Diagnose erstellt, mit dir gemeinsam die Therapieziele festgelegt, der Behandlungsplan besprochen und der Therapieantrag für die Kostenübernahme gestellt (macht der/die Therapeut/in). Es kann zunächst ein Antrag auf Kurzzeittherapie (25 Sitzungen, KZT) oder Langzeittherapie (45 Sitzungen, LZT) gestellt werden. Unabhängig von der beantragten Therapie können Verlängerungsanträge gestellt werden: Nach 25 Sitzungen, Verlängerung um 20 Sitzungen; nach 45 Sitzungen, Verlängerung um 15 Sitzungen, nach 60 Sitzungen, Verlängerung um weitere 20 Sitzungen. Nach 80 Sitzungen ist keine Therapieverlängerung auf Kosten der Krankenkasse mehr möglich. Anspruch auf eine neue von der Krankenkasse finanzierte Psychotherapie hast du dann wieder nach 2 Jahren. Ein Therapieantrag, sowie die Verlängerungen müssen von der Krankenkasse bewilligt werden. Dies ist bei KZT oder LZT meist unproblematisch. Danach müssen schon triftige Gründe für die Notwendigkeit weiterer Sitzungen vorliegen.

Wie lange du benötigst, um dein Problem zu bewältigen, kann niemand sagen. Das ist individuell verschieden. Wenn du änderungsbereit bist, wirst du dein Problem auf jeden Fall sehr gut mit Hilfe der Verhaltenstherapie lösen können.

Alles Gute!

Antwort von NinaNicole7010,
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Antwort auf den Kommentar zu meiner gegebenen Antwort: - Ob ein Therapeut von der Krankenkasse zugelassen ist oder nicht, kannst du sicher bei deiner Krankenkasse am besten erfragen. Wie oft du zuerst kommen musst, entscheidet der Therapeut (also abhängig vom Zustand). Ich würde von 2 x in der Woche ausgehen, so war es jedenfalls bei mir. Danach werden die Abstände länger. Mittlerweile (jetzt nach 35 Stunden) sind es bei mir alle 8-10 Wochen. In der Regel bekommt nur der Therapeut ein Schreiben über die Genehmigung der weiteren 20 Sitzungen.

Kommentar von xxLiLKira,

kann man das auch den psychologen selbst fragen? ob er kassenzugelassen ist oder nicht? bei dem stand nämlich dass er psychotherapien durchführt. kann dir auch den genauen link schicken wenn du magst.

Kommentar von xxLiLKira,

kann man das auch den psychologen selbst fragen? ob er kassenzugelassen ist oder nicht? bei dem stand nämlich dass er psychotherapien durchführt. kann dir auch den genauen link schicken wenn du magst.

Kommentar von NinaNicole7010,

Ja, das kannst du ihn auch selber fragen. (Die meisten sind kassenzugelassen.)

Antwort von NinaNicole7010,
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Ich mache zur Zeit eine Verhaltenstherapie (leide auch an sozialer Angst) und bin jetzt bei 35 Sitzungen. Ich kann ja mal schreiben, wie dies bei mir ablief/abläuft. Wie hier schon beschrieben, gibt es die 5 Probesitzungen, die kostenlos sind. Dann folgen 20 Sitzungen à 45 Minuten. Danach müssen wieder 20 Sitzungen beantragt und genehmigt werden, die aber der Therapeut bei der Krankenkasse beantragt. Mehr als 80 Sitzungen wird man aber bei dem Therapeuten nicht bekommen. Dann muss man für 2 Jahre aussetzen, unabhängig vom Zustand. Aber, falls erforderlich, kann man sich an bestimmte Stellen, wie die Caritas oder Diakonie, wenden, die Unterstützung bieten. Auch zu einem Facharzt für Psychiatrie kann man gehen, wobei die Termine jedoch wenig und kurz sein sollen (unabhängig vom Zustand. Wie das genau aussieht, weiß ich allerdings nicht). All das, was beantragt worden ist (bis 80 Sitzungen), wird in der Regel auch genehmigt und bedeutet, von der Krankenkasse bezahlt. Die Krankenkasse bezahlt allerdings nur kassenzugelassene Therapeuten (auch approbierte Therapeuten genannt). Nur kassenzuglassene Therapeuten dürfen den Namen "Psychologischer Psychotherapeut" tragen. Darauf muss man achten, wenn man sich einen Therapeuten nimmt. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach der Besserung des Zustandes und auch die Abstände der Sitzungen.

Kommentar von xxLiLKira,

woher weiß ich, ob der therapeut zugelassen ist oder nicht? bekommt man denn ein schreiben von der krankenkasse ob es genehmigt wird oder nicht? oder schreiben die nur an den therapeuten?

wie oft muss man hin? jeden tag, einmal in der woche?

Antwort von RHWWW,
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Hallo,

besteht eine gesetzliche oder eine private Krankenversicherung?

Gruß

RHW

Kommentar von xxLiLKira,

gesetzlich.. aok

Kommentar von RHWWW,

Wenn eine behandlungsbedürftige Krankheit vorliegt, bezahlt die gesetzliche Krankenkasse bis zu 25 Sitzungen. Vorher werden bis zu 5 probatorische Sitzungen durchgeführt, damit sich Therapeut und Patient "kennenlernen", um die Krankheit zu erkennen und um die Therapie(art) festzulegen. Danach stellt der Therapeut einen Antrag bei der Krankenkasse. Diese schaltet ggf. einen Gutachter per Aktenlage (anonym) ein.

Wenn man ab 18 bereits im gleichen Quartal bei einem Arzt war, kann man durch eine Überweisung die Praxisgebühr sparen. Wenn man direkt den Psychotherapeuten aufsucht, sind für Erwachsene 10 Euro pro Quartal zu zahlen.

Die Krankenkassen zahlen die Therapie grds.nur bei zugelassenen Therapeuten. Therapeuten kann man hier über die Landkarte finden. In Dörfern sind Therapeuten eher selten.

http://www.kbv.de/arztsuche/178.html

Antwort von Vollchaot,
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Verhaltenstherapie beruht auf Lernen/Weiterentwicklung sie "heilt" eigentlich nicht, sondern sie befähigt.

Der Zeitaufwand ist sehr personenabhängig, Dazu kann ich keine Angabe machen.

Die Verordnung erfolgt über einen Facharzt und die Kostenübernahme ist auch individuell gestaltet.

Bei guter Mitarbeit ist Verhaltenstherapie sehr hilfreich und wirksam.

Antwort von Sie74,

Es gibt natürlich keine Regel, wie schnell man "geheilt" ist. Manche nach Jahren nicht.

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