Frage von OtherwiseJoe, 92

Wie gehe ich vor, bei Kündigung wegen ärztlichem Attest?

Mein Arzt hat mir einen Attest mitgegeben, indem er empfiehlt meinen Arbeitsplatz wegen gesundheitlichen Gründen aufzugeben. Dazu hat er mich bis zum 02.12.2016 krank geschrieben.

Wie gehe ich jetzt vor?

Kündige ich JETZT außerordentlich bis zum 02.12.2016? oder erst am Ende der Krankschreibung? (was ich mir nicht vorstellen kann)

Wichtig ist, WIE schreibe ich es in die Kündigung.

Ps.: Bei der Arge, die meinten ich muss ERST kündigen, DANN zurück zur Arge, sagen dass ich meinen Arbeitgeber wegen Arztempfehlung gekündigt habe, DANN bekomme ich das Formular für den Arzt, der es ausfüllen muss, womit ich DANN wieder zur Arge soll, damit ich Arbeitslosengeld erhalte. Ist das alles richtig so?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo OtherwiseJoe,

Schau mal bitte hier:
Arbeit Arzt

Antwort
von DarthMario72, 29

Gut, dass du das zuerst mit dem Jobcenter (Arge gibt es nicht mehr) besprochen hast. Ansonsten hätte dir eine Sperre gedroht, weil du deine Arbeitslosigkeit selbst verschuldet hast.

Ob in deinem Fall eine fristlose Kündigung überhaupt in Betracht kommt, kann ich nicht sagen, da du kaum Informationen dazu gibst. Und aus deinem Kommentar

Aufgrund meiner Arbeit war ich beim Psychiater, ich werde ganz bestimmt nie wieder dort arbeiten. Die Arbeit die ich da verrichtet habe, war ne halbe Sklavenarbeit 

kann ich keinen so gravierenden Grund erkennen, der eine fristlose Kündigung rechtfertigen würde. Da müsstest du schon mehr Details liefern. So kannst du nur unter Einhaltung deiner Kündigungsfrist kündigen. Aber falls du fristlos kündigst, dann ist fristlos auch "von heute auf morgen" (bzw. am Tag nach Zugang beim AG), nicht erst in zwei Wochen. Alternativ kannst du das Gespräch suchen und mit deinem AG über einen vorzeitigen Aufhebungsvertrag verhandeln - da kann man das Ende des Arbeitsverhältnisses zu jedem beliebigen Zeitpunkt datieren.

Du solltest aber bedenken, dass ein "krummes" Austrittsdatum im Arbeitszeugnis immer ein schlechtes Bild macht und Gründe für unangenehme Nachfragen liefert. Da wirst du möglicherweise in Erklärungsnot kommen, denn selbst wenn es der Wahrheit entspricht, sollte man niemals schlecht über einen ehemaligen Arbeitgeber reden. Das ist ein "No Go" im Vorstellungsgespräch.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Ich hab doch oben geschrieben, dass meine Kündigung aufgrund des ärztlichen Attests befolgt und nicht ohne Grund.

Kommentar von DarthMario72 ,

Ich bezweifle ja gar nicht, dass dich die Arbeit psychisch belastet und das für dich - subjektiv - ein wichtiger Grund ist. Die Frage ist, ob das im Zweifel von einem Gericht - also bei objektiver Bewertung - auch ein wichtiger Grund im Sinne der § 626 BGB ist. Deshalb mein Nachbohren wegen Gründen.

Gehe davon aus, dass dein AG von deinem Vorgehen nicht sonderlich begeistert sein wird. Dann sollte ein fristlose Kündigung schon "wasserdicht" sein. Wenn du das fristlos durchziehen willst, solltest du das zuerst mit einem Anwalt besprechen, wenn du dich nicht in die Nesseln setzen willst. Bei unberechtigter fristloser Kündigung kannst du schon mal mit Schadenersatzforderungen konfrontiert werden.

Ansonsten wäre eine ordentliche Kündigung - also unter Einhaltung der Kündigungsfrist - der einfachere Weg. Eine solche Kündigung brauchst du auch nicht zu begründen. Im Zweifel lass dich halt von deinem Arzt weiter krankschreiben.

Antwort
von Hexe121967, 39

wenn die von der arge das so sagen, würde ich sagen ist das richtig so.

Antwort
von Tamtamy, 39

Hallo,
zu erst einmal: die Info der ARGE ist zutreffend.

Du kannst mit deinem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag vereinbaren, so dass das Arbeitsverhältnis vor der normalen Kündigungsfrist endet. Wann der Termin genau sein soll, müsstest du überlegen. Wahrscheinlich nicht sinnvoll vor Ende der Arbeitsunfähigkeit. Andererseits: Kannst du überhaupt wissen, wie lange du noch arbeitsunfähig sein wirst?
Du kannst auch noch ein paar Tage arbeiten gehen nach dem Ende der Arbeitsunfähigkeit und entspechend den Termin für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses planen. Das könnte z.B. sinnvoll sein, wenn du ein paar Dinge noch zu erledigen hättest am Arbeitsplatz, etwa, wenn du ein Büro zu räumen hast.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Aufgrund meiner Arbeit war ich beim Psychiater, ich werde ganz bestimmt nie wieder dort arbeiten. Die Arbeit die ich da verrichtet habe, war ne halbe Sklavenarbeit und wegen all dem hat mein Arzt mir die Bescheinigung gegeben, woraufhin ich den Arbeitsplatz aufgeben soll. 

Kommentar von Tamtamy ,

Schon klar, dass du Gründe hast. - Ich wollte dich nur auf Möglichkeiten hinweisen.

Antwort
von ReinigerGlas, 43

Du schreibst in die Kündigung, durch gesundheitliche Probleme, muss ich leider Kündigen mein Arzt hat mir ne beischeinung mitgegeben keine ahung ausn Stehgreif kann ich das nicht :D

Leider ja ... zur arge.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

:D Ich wollte auch jetzt kein komplettes Kündigungsschreiben, das mach ich schon selbst ^^ Ich wollte nur wissen, ob ich dann reinschreiben soll, dass ich zum 02.12.2016 kündige. Oder wie ist das bei der Krankschreibung. Ich will ja die Wochen, die ich krankgeschrieben bin noch weiter bezahlt haben.

Kommentar von ReinigerGlas ,

Schreibst du rein, durch gespräche mit meinen Arzt muss icha us gesundheitlichen gründen zum 2.12.2016 Kündigen.

Da die Krankschreibung für die Woche noch gilt ist es eigentlich egal wann du kündigst die Woche bekommst du eh bezahlt.

Kommentar von OtherwiseJoe ,

Super danke, das hilft mir sehr viel weiter =)

Kommentar von ReinigerGlas ,

Das erfreut mein Herz :) Gerne :) Viel glück weiterhin :)

Kommentar von DarthMario72 ,

Da die Krankschreibung für die Woche noch gilt ist es eigentlich egal wann du kündigst die Woche bekommst du eh bezahlt.

Nicht wenn das Arbeitsverhältnis beendet ist. Dann bestenfalls Krankengeld von der Krankenkasse.

Allerdings heißt fristlos auch wirklich fristlos und nicht erst in zwei Wochen!

Antwort
von GanMar, 23

Bei der Arge, die meinten.... Ist das alles richtig so?

Ja. Genau so und nicht anders.

Antwort
von Matzesmaus, 36

Genau so, wie die Arge dir gesagt hat, ist der Weg.

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