Frage von zilla002,

Wer entscheidet über eine Mitfahrt im RTW?

Ich habe mir schon häufiger eine Frage gestellt.....

Szenario: Ein Patient benötigt medizinische Hilfe und ein herbeigerufener RTW und Notarzt sind der Meinung, dass der Patient mit ins Krankenhaus muss, damit ihm adäquat geholfen werden kann. Er verweigert jedoch die Mitfahrt. Frage: Wer entscheidet über die weitere ärztliche Behandlung? Der Notarzt, die hinzuzurfende Polizei oder steht das Recht des Patienten auf die Selbstbestimmung höher?

Hilfreichste Antwort von Reiswaffel87,
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Wenn der Patient im einsichtsfähigem Alter und auch sonst geistig auf der Höhe ist wird er am Einsatzort belassen. Wird eine Behandlung im Krankenhaus für unbedingt erforderlich erachtet wird man versuchen ihn zu überreden. Funktioniert das nicht, wird nach Aufklärung über die möglichen Folgen der Verweigerung unter Zeugen eine entsprechende vorgedruckte Erklärung unterschrieben und der Patienten verbleibt am Einsatzort. Im Rettungsdienst gibt es die alte Weisheit: Wenn es schlimm genug ist, werden wir schon nochmal gerufen. Einer Einweisung mittels Polizei sind Grenzen gesetzt und der Patient hat das Recht selbst über seine Gesundheit zu entscheiden.

Wenn mit der Rettungsdienst aber nahelegt mich im Krankenhaus untersuchen zu lassen, sollte ich das auch tun. Die Leute machen ihren Job ja nicht erst seit gestern.

Kommentar von zilla002,

Ich danke dir für deine Antwort! Noch eine frage, ist das länderspezifisch oder bundeseinheitlich?...spätestens wenn der patient bewusstlos ist so nimmt an zu seinen gunsten an dass er die behandlung wollen würde...vielen dank erstmal soweit

Kommentar von Reiswaffel87,

Sowohl der Rettungsdienst als auch die Polizei sind Ländersache. Es gibt demnach unterschiedliche Rettungsdienst-, Polizei- und auch Unterbringungsgesetze. Das Vorgehen an sich wird aber identisch sein. Der Patient wird aufgeklärt und nach Unterschrift am Einsatzort belassen.

Ist der Patient auf Grund der Erkrankung nicht mehr in der Lage sich zu äußern und kommt er in eine lebensbedrohliche Situation, wird ihm selbstverständlich geholfen. Schwieriger wird die Sache, wenn der Patient explizit dieser Behandlung widersprochen hat und der dann bewusstlos wird.

Antwort von angy2001,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn der Patient nicht mit will, dann lassen sich das der Notarzt oder Sanitäter bescheinigen - das Recht des Patienten geht vor.

Antwort von Befra1980,

Sofern kein Suizidversuch oder keine Gefahr für Dritte ausgeht entscheidet der Patient, aber das Rettungsteam läßt sich eine Erklärung unterschreiben um rechtlich abgesichert zu sein!

Antwort von Vivienne,

Bei Eigen- oder Fremdgefährdung kann in der akuten Situation erstmal der Notarzt (oder komischweise sogar die Polizei) über eine Einweisung entscheiden,m diese Entscheidung muss jedoch nachträglich ionnerhalb von 24h vom Gericht geprüft weden. So haben sie uns das in der Uni beigebracht. Aber so ganz sicher bin ich mir grad auch nich...

Antwort von BossUwe,

Im Zweifel der Notarzt.

Kommentar von zilla002,

Ich nehme es auch an, aber als Patient habe ich ja schließlich das Recht eine Behandlung abzulehnen. Weißt du es oder vermutest du so wie ich?

Kommentar von BossUwe,

Das Thema war ganz kurz vorher im Fernsehen, und da hieß es, das der Notarzt am Einsatzort entscheidet ob der Patient ins Krankenhaus muss, oder nicht. Und dann geht es eben wenn es sein muss, ab ins Krankenhaus, und sei es nur für einen Tag.

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