Frage von ledesp, 44

Welche Stoffe reagieren auf die Fehling-Probe?

Hi zusammen, an die Chemiker:

Warum reagiert Essigsäure negativ auf die Fehling-Probe, Butanal, Ameisensäure, Oxalsäure und Formaldehyd hingegen positiv?

Wie lässt sich dies chemisch herleiten ohne es rein auswendig lernen zu müssen?

Freue mich auf die Antworten und bedanke mich im Voraus.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von indiachinacook, Community-Experte für Chemie, 39

Alles was leicht oxidierbar ist, also alle Reduktionsmittel.

In der organischen Chemie gehören dazu: Aldehyde und α-Hydroxy­ketone (da­her auch Zucker, und zwar sowohl Aldosen als auch Ketosen), Ameisen­säure und ihre Ester, Oxalsäure aber nicht Alkohole (die sind zwar oxidier­bar, aber nicht leicht genug) und einer Hand­voll „nicht-reduzierender“ Zucker (z.B. Saccha­rose, die hat ihre Carbonyl-C-Atome so dämlich ver­baut daß sie nicht mehr reagieren können).

(Wenn die Sachen sehr schlecht wasserlöslich sind, dann läuft die Reaktion oft schlecht, langsam und uneindeutig ab).

Auch manche anorganische Reduktionsmittel geben den Fehling, z.B. Hydrazin N₂H₄ (keine Ahnung, ob es organische Hydrazone auch tun).

Antwort
von Peterwefer, 35

Nun, es handelt sich um leicht oxidierbare Stoffe, die auf die Fehling-Probe positiv reagieren. Essigsäure kann nicht mehr oxidiert werden, ohne dass das Kohlenstoffgerüst zerstört wird. Ganz anders Butanal, Formaldehyd und Ameisensäure. Im Falle Oxalsäure haben wir ein recht leicht zerstörbares Kohlenstoffgerüst vor uns. Aceton und andere Ketone reagieren auf Fehling'sche Lösung nicht.

Vielleicht siehst Du Dir mal diese Seite an:

https://de.wikipedia.org/wiki/Fehling-Probe

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten