Frage von Manik73, 80

Was hat der Prophet Jesaja bewirkt?

Antwort
von Sturmwolke, 34

JESAJA

(Jesạja) [Rettung von Jehova].

Ein Prophet, der Sohn des Amoz
(nicht des Propheten Amos). Er diente Juda und Jerusalem in den Tagen
der judäischen Könige Usija, Jotham, Ahas und Hiskia (Jes 1:1).
Die Könige Pekach und Hoschea herrschten damals im Nordreich Israel,
das im Jahre 740 v. u. Z., während der Dienstzeit des Propheten Jesaja,
sein Ende fand. Zeitgenossen Jesajas waren die Propheten Micha, Hosea
und Oded. Jesaja nahm seine Tätigkeit als Prophet offenbar nach Hosea,
aber vor Micha auf (2Ch 28:9; Hos 1:1; Mi 1:1).

Während Jesaja in Juda als Prophet
tätig war, befand sich das Königreich, besonders in den Tagen des
Königs Ahas, in einem bedauerlichen moralischen Zustand. Fürsten und
Volk waren voller Auflehnung, und in den Augen Jehovas war die Nation an
Herz und Haupt krank. Die Herrscher wurden „Diktatoren von Sodom“
genannt, und das Volk wurde mit „Leuten von Gomorra“ verglichen (Jes 1:2-10).
Es wurde Jesaja im voraus gesagt, daß ihre Ohren schwerhörig sein
würden. Nach den Worten Jehovas sollte diese Situation bis zum Untergang
der Nation andauern, und nur ein „Zehntel“, ein „heiliger Same“, würde
wie der Stumpf eines mächtigen Baumes übrigbleiben. Jesajas prophetische
Tätigkeit muß diese kleine Gruppe getröstet und ihren Glauben gestärkt
haben, wogegen die übrigen des Volkes nicht auf ihn hörten (Jes 6:1-13).

Jesaja konzentrierte sich zwar auf
Juda, aber er äußerte auch Prophezeiungen über Israel und die
umliegenden Nationen, da sie auf Judas Situation und Geschichte Einfluß
hatten. Er diente lange als Prophet, denn er nahm seine Tätigkeit
ungefähr im Jahr 778 v. u. Z. auf, als König Usija starb, oder
vielleicht sogar schon früher und diente noch einige Zeit nach dem
14. Regierungsjahr Hiskias (732 v. u. Z.) (Jes 36:1, 2; 37:37, 38).

Jesajas Familie. Jesaja war verheiratet. Seine Frau wird als „Prophetin“ bezeichnet (Jes 8:3),
was anzudeuten scheint, daß sie nicht nur die Frau eines Propheten war,
sondern wie Debora, die in der Richterzeit lebte, und Hulda, die unter
der Regierung Josias wirkte, von Jehova zur Prophetin ernannt worden war
(Ri 4:4; 2Kö 22:14).

Die Bibel erwähnt zwei Söhne Jesajas, die ihm von Jehova „wie Zeichen und wie Wunder in Israel“ gegeben wurden, mit Namen (Jes 8:18).
Schear-Jaschub war in den Tagen des Königs Ahas alt genug, um seinen
Vater zu begleiten, als dieser dem König eine Botschaft überbrachte. Der
Name Schear-Jaschub bedeutet „Nur ein Überrest wird (Die
Übriggebliebenen werden) zurückkehren“. Dieser Name war prophetisch,
denn so sicher, wie Jesaja einen Sohn hatte, dem dieser Name gegeben
worden war, sollte das Königreich Juda schließlich gestürzt werden, und
nur ein Überrest sollte nach einer bestimmten Zeit aus dem Exil
zurückkehren (Jes 7:3; 10:20-23).
Diese Rückkehr eines kleinen Überrestes erfolgte im Jahr 537 v. u. Z.,
als der Perserkönig Cyrus einen Erlaß herausgab, der den Juden
gestattete, Babylon nach 70jährigem Exil zu verlassen (2Ch 36:22, 23; Esr 1:1; 2:1, 2).

Ein anderer Sohn Jesajas erhielt
seinen Namen schon vor seiner Empfängnis. Der Name wurde auf eine Tafel geschrieben und von zuverlässigen Zeugen bestätigt. Offenbar wurde die Sache bis zur Geburt des Sohnes geheimgehalten. Danach konnten die
Zeugen hervortreten und bestätigen, daß der Prophet die Geburt
vorhergesagt hatte, was bewies, daß die Sache von prophetischer
Bedeutung war. Der Name Maher-Schalal-Hasch-Bas, der dem Jungen auf
Gottes Geheiß gegeben wurde, bedeutet „Eile, o Beute! Er ist
[herbei]geeilt zum Plündergut (zur Plünderung)“ oder „Zur Beute eilend,
ist er [herbei]geeilt zum Plündergut (zur Plünderung)“. Es wurde gesagt,
daß, ehe dieser Sohn zu rufen wisse: „Mein Vater!“ und: „Meine
Mutter!“, die Gefahr, die durch die Verschwörung Syriens und des
Zehnstämmereiches Israel für Juda entstanden war, beseitigt sein werde (Jes 8:1-4).

Aus der Prophezeiung ging hervor,
daß für Juda bald Hilfe kommen würde. Diese Hilfe kam auch, als Assyrien
in den Feldzug eingriff, den König Rezin von Syrien und König Pekach
von Israel gegen Juda führten. Die Assyrer nahmen Damaskus ein, und
später (740 v. u. Z.) plünderten und verwüsteten sie das Königreich
Israel, wodurch sich die prophetische Bedeutung des Namens des Jungen
vollständig erfüllte (2Kö 16:5-9; 17:1-6).
Statt aber auf Jehova zu vertrauen, hatte König Ahas versucht, die
durch Syrien und Israel heraufbeschworene Gefahr abzuwenden, indem er
dem König von Assyrien ein Bestechungsgeschenk gesandt hatte, um dessen
Unterstützung zu gewinnen. Jehova ließ deshalb zu, daß die Assyrer für
Juda zu einer großen Gefahr wurden, ja daß sie das Land überfluteten und
bis vor Jerusalem kamen, wie Jesaja warnend vorhergesagt hatte (Jes 7:17-20).

Jesaja sprach mehrmals von „Zeichen“, die Jehova geben werde; dazu gehörten seine beiden Söhne, und in einem Fall diente er selbst als Zeichen. Jehova gebot ihm, „drei Jahre als Zeichen und Vorzeichen gegen Ägypten und gegen Äthiopien nackt und barfuß“ umherzugehen, was andeuten sollte, daß sie vom König von Assyrien in die Gefangenschaft geführt würden (Jes 20:1-6; vgl. Jes 7:11, 14; 19:20; 37:30; 38:7, 22; 55:13; 66:19).

Exil und Wiederherstellung vorhergesagt. Jesaja
erhielt auch das Vorrecht vorherzusagen, daß Babylon, nicht Assyrien
die Könige von Juda stürzen und Jerusalem zerstören werde (Jes 39:6, 7).
Als die Assyrer Juda überfluteten und ihm gleichsam „bis an den Hals“
reichten, übermittelte Jesaja König Hiskia die tröstliche Botschaft, daß
es den assyrischen Streitkräften nicht gelingen werde, in die Stadt
einzudringen (Jes 8:7, 8).
Jehova bestätigte sein Wort, indem er einen Engel sandte, der 185 000
assyrische Soldaten, starke Männer und Führer, vernichtete und so
Jerusalem befreite (2Ch 32:21).

Was Jesaja bestimmt am meisten
freute, war, daß Jehova ihm das Vorrecht gewährte, so viele
Prophezeiungen über die Wiederherstellung seines geliebten Jerusalem zu
äußern und niederzuschreiben. Jehova würde zwar zulassen, daß das Volk
wegen seiner Auflehnung für eine bestimmte Zeit nach Babylon ins Exil
ginge; doch da Babylon in böser Absicht handeln würde und entschlossen
sei, Gottes Volk nie mehr freizulassen, würde er es zur bestimmten Zeit
richten. Einige Prophezeiungen Jesajas handeln von Gottes Gericht an
Babylon und weisen darauf hin, daß es zu einer öden Trümmerstätte werden
und nie mehr aufgebaut werden sollte (Jes 45:1, 2; Kap. 13, 14, 46 — 48).

Die
Wiederherstellungsprophezeiungen, die im ganzen Buch Jesaja zu finden
sind, verherrlichen Jehovas unverdiente Güte und seine Barmherzigkeit
gegenüber seinem Volk und gegenüber der ganzen Menschheit. Sie sagen die
Zeit voraus, in der Jerusalem in Jehovas Augen in eine neue Stellung
erhoben werden und zu einer Herrlichkeit gelangen sollte, die alle
Nationen sehen würden, ja Jerusalem sollte allen Nationen zum Segen
sein. Jerusalem wurde tatsächlich wiederhergestellt und wieder
aufgebaut, und durch die Gegenwart des Messias, der ‘durch die gute
Botschaft Licht auf Leben und Unvergänglichkeit warf’, wurde es gesegnet
(2Ti 1:10). Jerusalems Wiederherstellung sollte auch noch eine größere und erhabenere Erfüllung finden (Rö 15:4; 1Ko 10:11; Gal 4:25, 26).

Die Auswirkungen des Werkes Jesajas. Jesaja
schrieb offensichtlich nicht nur das nach ihm benannte Buch, sondern
auch mindestens ein geschichtliches Buch, die Angelegenheiten des Königs
Usija, das ohne Zweifel zu den Staatsurkunden gehörte (2Ch 26:22).

Da er als Prophet das ihm von Jehova aufgetragene Werk gewissenhaft
durchführte, übte er einen starken Einfluß auf die Geschichte der Nation
aus. Das zeigte sich besonders in Verbindung mit dem Rat und den
Richtlinien, die er dem gerechten König Hiskia gab.

Viele Prophezeiungen Jesajas erfüllen sich durch den Messias und sein Königreich auch in einem größeren Ausmaß. In den Christlichen Griechischen Schriften wird häufig aus dem Buch Jesaja zitiert oder darauf Bezug genommen.

In vielen Fällen wenden die christlichen Schreiber Prophezeiungen Jesajas auf Jesus Christus an oder weisen darauf hin, daß sie sich in ihrer Zeit
erfüllten.

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Quelle:

Einsichten über die Heilige Schrift, Stichwort Jesaja, auf jw.org

Antwort
von nowka20, 24

wiki, dein freund und helfer sagt:

Die ersten 39 Kapitel bestehen überwiegend aus Prophezeiungen, in denen Jesaja den Nationen droht, die Juda verfolgen. Zu den Nationen gehören unter anderem Assyrien, Ägypten, Babylonien, Syrien und Moab. Generell besagen die Prophezeiungen, dass Gott der Herr der Welt sei und alle ungläubigen Völker bestraft, die sich sicher genug fühlen. Jesaja erwähnt hier auch einen Messias, eine geweihte Person, die Macht von Gott bekommen hat, und dessen Königreich, in dem Gerechtigkeit vorherrschen werde. Interessant an dieser Prophezeiung ist, dass Jesaja konkret darüber schreibt, von wem dieser Messias abstammen wird. Bei Jesaja 11,1 heißt es nämlich, dass der Messias ein Nachkomme von König David sein wird. Die Wirkungszeit des Propheten in Jerusalem beträgt etwa 40 Jahre.

Ab Kapitel 40 richtet sich die Botschaft an die nach Babylonien verschleppten Juden. Ihnen wird die Befreiung zugesagt. Dabei beteuert der Autor, dass die Juden das auserwählte Volk des Herrn seien und dass JHWH ihr einziger Gott sei.

Die letzten Abschnitte enthalten poetisch formulierte Prophezeiungen über die prächtige Zukunft Zions. Obwohl das Buch die Verdammung von falschen Götzendienern erwähnt, endet es mit einer Nachricht der Hoffnung auf einen rechtschaffenen Herrscher. Im Buch Jesaja werden die Seraphim dargestellt und Immanuel und die Verheißung des Friedefürsten erwähnt.

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aber das hättest du auch selber erledigen können!

Antwort
von Becksful, 29

Ließ doch einfach mal Jesaja durch.Sind tolle Gedanken die er geschrieben hat

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