Frage von newcastlegirl, 37

Warum war Elsass-Lothringen so heiß umkämpft, war das immer nur dieser eine Grund, wann war der erste Krieg zwischen Deutschland und Frankreich um diese Gebiet?

Antwort
von Volens, 15

Karl der Große hatte mit drei Söhnen einen Sohn zuviel.
So bekam der dritte, Lothar, das nachmalige Lothringen von seinem Vater vererbt. Und schon bald entwickelte sich dieses Stück Land zum Zankapfel seiner beiden Nachbarn und führt zu der bekannten deutsch-französischen Erbfeindschaft, die erst durch Adenauer und de Gaulle längere Zeit nach dem 2. Weltkrieg überwunden wurde. 

Nach über 1000 Jahren!

Antwort
von PMBDE, 29

Es war zum einen wirtschaftlich stark durch Kohlevorkommen und zum anderen wollte Frankreich dieses Gebiet immer wieder aus machtpolitischen gründen haben.

Kommentar von newcastlegirl ,

Hallo PMBDE, vielen Dank für deine Antwort. Was waren denn diese "machtpolitischen Gründe"? Ging es nur um die Ausbreitung des jeweils eigenen Reiches oder war das strategisch ein wichtiges Gebiet? 

Kommentar von PMBDE ,

Gerne,

diese machtpolitischen Gründe waren einfach zum einen mehr Territorium=mehr Macht,Prestige etc. und zum anderen wollte Frankreich das Gebiet, um es als Prellbock gegen Deutschland zu haben und um leichter das Rheinland und das Saargebiet einnehmen zu können.

Antwort
von implying, 28

ich würde behaupten, dass es dabei um kohle ging. also um kohle-vorkommen in der erde in dem gebiet. hier gab es nämlich immer jede menge bergbau.

Antwort
von hutten52, 21

Nicht immer. Seit der Spaltung des Fränkischen Reichs im 9. Jahrhundert gehörte EL zu Deutschland, also etwa 800 Jahre. 

Erst als der absolutistische französische König Ludwig XIV. seit 1643 seine Eroberungspolitik begann, um die Rheingrenze zu erzwingen, kam es zum Krieg. Ludwig brach nach und nach einen Landesteil nach dem anderen aus Deutschland heraus, Straßburg wurde z. B. 1681 besetzt.

Antwort
von Wolli1960, 9

Falls dies sich auf dem Krieg 1870/71 beziehen sollte: Damals lief auch gerade die industrielle Revolution auf vollen Touren, für die Kohle und Stahl die wichtigsten Rohstoffe waren. Dies erklärt das deutsche Interesse an Elsass-Lothringen wie auch das französische Interesse am Saargebiet.

Elsass-Lothringen musste nach dem Krieg 1870/71 an Deutschland abgetreten werden. Nach dem Ersten Weltkrieg musste es 1918 an Frankreich zurückgegeben werden. Im Zweiten Weltkrieg wurde es nach der Besetzung Frankreichs 1940 unter deutsche Zivilverwaltung gestellt, 1944 aber wieder französisch.

Im deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963 wurde die bestehende Grenze von beiden Seiten als endgültig anerkannt. Die Gebiete haben aber auch nicht mehr die gleiche wirtschaftliche Bedeutung wie früher, da der Steinkohlebergbau mittlerweile keinen Gewinn mehr abwirft, sondern im Gegenteil Subventionen erfordert.

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