Frage von sophie1235, 111

Warum haben manche Menschen einen so starken Drang zur Selbstdarstellung?

Warum haben manche Menschen einen so großen Selbstdarstellungsdrang, während andere nicht ständig diese Aufmerksamkeit brauchen und im Mittelpunkt stehen müssen?

Was sind die Ursachen davon?

Antwort
von ThePoetsWife, 56

Hallo sophie1235,

Menschen, die sich permanent in den Mittelpunkt stellen, sind oft unsicherere Personen, die sich so ihre Bestätigung holen müssen.

Es gibt dann noch die schüchternen Menschen, die sich in Gesellschaft nicht so wohl fühlen.

Dann gibt es noch den Personenkreis, die lieber zuhören oder dass was sie zu sagen haben, dann wirklich aussagekräftig ist.

Andere Menschen strahlen so eine Zufriedenheit aus, dass sie es überhaupt nicht nötig haben, sich mit bestimmten Leistungen die sie erreicht haben, zu profilieren.

Oder wieder andere, die sich gerne mit sich selbst beschäftigen und denen ein paar gute Freunde oder Familie reichen.

Liebe Grüße

Antwort
von einfachichseinn, 41

Das ist zum einen eine Charaktersache.

Nicht jeder Mensch ist offen und will dauerhaft Aufmerksamkeit bekommen.. Es gibt Menschen, die gerne ihr Ding durchziehen ohne große Beachtung zu bekommen.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich freuen, wenn ihre Arbeit gewürdigt wird. Dazu müssen diese dann nur kenntlich machen, dass sie etwas geleistet haben.

Dann gibt es noch Menschen, die schon fast krankhaft nach Aufmerksamkeit betteln. Das ist denke ich, in den meisten Fällen von psychischer Natur. Diese Menschen versuchen durch die Aufmerksamkeit anderer Schwächen oder ähnliches zu kompensieren.

Kommentar von sophie1235 ,

Dann gibt es noch Menschen, die schon fast krankhaft nach Aufmerksamkeit
betteln. Das ist denke ich, in den meisten Fällen von psychischer
Natur. Diese Menschen versuchen durch die Aufmerksamkeit anderer
Schwächen oder ähnliches zu kompensieren.

Meinst du das es möglich ist, dass diese Menschen in ihrrem übermäßigen Streben nach irgendwann befriedigt bzw. gesättigt sind und zur erst- oder zweitgenannten Gruppe gehören?

Wie meinst du, ist das machbar?

Kommentar von einfachichseinn ,

möglich ist das. Das kommt nur ganz auf die Art der Probleme an. Daher kann darauf keine pauschale Antwort gegeben werden.

Antwort
von DonkeyDerby, 66

Da springt eben das Belohnungssystem im Gehirn an und Dopamin wird ausgeschüttet. Der eine fühlt das, wenn er auf der Bühne steht, der andere, wenn er malt, der dritte, wenn er Musik macht, der vierte, wenn er Musik hört, der fünfte, wenn er sein Pferd reitet, der sechste, wenn er Motorrad fährt... die Vorlieben der Menschen sind vielseitig.

Antwort
von Kranta, 52

Genauso gut kannst du fragen, wieso nicht jeder Mensch gleich ist.

Kommentar von Steffile ,

das bringt es auf den Punkt.

Antwort
von Suboptimierer, 62

Entweder besteht ein Mangel an zugewendetem Interesse oder die Phase der Kindheit, in der man sich als Mittelpunkt des Universums sieht, wurde nicht überwunden.

Kommentar von sophie1235 ,

Kann man, wenn die von Dir erwähnte Phase der Kindheit nicht überwunden wurde, diese Phase noch im Nachhinein bzw. nachträglich irgendwie überwinden?

Kommentar von Suboptimierer ,

Erstmal muss derjenige einen Grund finden, das ändern zu wollen.

Warum würdest du es ändern wollen, wenn du dachtest, du wärest das Zentrum des Universums?

Kommentar von sophie1235 ,

Weil einem dann eventuell auffällt, dass man so nicht auf Dauer glücklich sein kann.

Kommentar von Suboptimierer ,

Es gab mal einen Eastern. Da unterhielt sich ein Meister mit seinem Schüler. Dieser Dialog ist haften geblieben.

(alles sinngemäß):

Schüler: "Meister, die Mauer ist viel zu hoch. Wie soll ich dort hinüber kommen?"
Meister: "Solange du glaubst, du kannst das, kannst du es."
Schüler: "Aber was, wenn ich scheitere."
Meister: "Solange du glaubst, du kannst das, kannst du es."

Der Meister will damit sagen, dass die Welt im Kopf entsteht. Jemand, der bespielsweise schläft und im Traum fliegt, der kann fliegen, solange er glaubt, fliegen zu können.
Der Meister will außerdem sagen, dass Ängste und Befürchtungen uns viel zu oft vom Versuch abhalten. Ohne diese Ängste käme man höher, auch wenn man natürlich nicht beliebig hohe Mauern überwinden kann.

Es gibt "harte" Einflüsse, die versuchen, jemanden wach zu rütteln und es gibt "weiche". Jemand, der z. B. eine geistige Krankheit hat oder auf Drogen ist, der ist, was er meint zu sein.

Im Grunde ist das jeder, nur diejenigen lassen sich schwerer von ihrem Selbstbild abbringen.

Kommentar von Suboptimierer ,

Wenn es demjenigen auffällt, ist das bereits der Anfang der Schaffung eines neuen Selbstbilds. Derjenige kann das automatisch seinen Lauf gehen lassen oder mal verstärkt, bewusst darauf achten, was andere Menschen sagen, denken und fühlen.

Antwort
von robi187, 34

es ist eine frage der aus-ge-woogen heit?

viele kümmern sich nicht darum um das gleichgewicht der dinge wie ein seiltänzer? dieser fällt herunter wenn er sein gliechgwicht nicht einhält?

Antwort
von Gerneso, 64

Es gibt nun mal Rampensäue und graue Mäuse und viele, die sich irgendwo dazwischen wohl fühlen.

Jeder nach seiner facon. 

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