Schweregefühl/Druck im Unterleib was kann das sein?

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4 Antworten

Guten Morgen Spxrk,

Ich hab auch schon gegoogelt, aber dann kamen Themen wie Eierstockentzündung oder Schwangerschaft..

Das ist schließlich auch nie eine gute Idee...

Cyberchondrie, ein Kofferwort aus Cyber und Hypochondrie, bezeichnet einen pathologischen Zustand beim Menschen, bei dem hypochondrische Tendenzen durch Informationen aus dem Internet ausgelöst oder verstärkt werden. Mehr oder minder zutreffende medizinische Informationen aus dem Netz, etwa über Krankheitsportale, können bestehende Krankheitsängste so weit schüren, dass sie zu einer manifesten Hypochondrie führen, die physische und psychische Symptome nach sich zieht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cyberchondrie

zum Arzt will ich noch nicht gehen, da das nur Annahmen aus dem Internet sind.

Warum hast du dann überhaupt gegooglet? Und inwiefern erklärt dies deine Entscheidung nicht zum Arzt zu gehen?

Kann sowas vil durch Stress auch kommen? Da ich vor ca. ner halben Woche mich emotional aufgeregt habe.

Kann sein - muss aber nicht.

Könnte mir jemand sagen, was das sein könnte?

Ein Arzt und nur ein Arzt. Das weißt du aber selbst sicher bereits am besten. Es ist zwar schneller und einfacher erstmal im Netz zu fragen und zu recherchieren - recht viel bringen wird es dir aber nicht.

Mutmaßungen helfen dir weder eine Diagnose zu finden noch eine Behandlung einzuleiten. Ebenso wenig beruhigt dich das surven - im Gegenteil - aber das hast du ja bereits erfahren müssen.

Hier allerlei möglicher Ursachen (denn genau das willst du offensichtlich hören - auch wenn es nichts bringt):

  • Blinddarmentzündung (Appendizitis): Die Beschwerden beginnen im Magen und Oberbauch und breiten sich dann im Unterleib meist rechtsseitig aus, gefolgt von Appetitlosigkeit und Übelkeit. Die Blinddarmentzündung ist die häufigste Ursache eines akuten Abdomens.
  • Divertikulitis: Entzündete Schleimhautausstülpungen im Dickdarm können Stechen im Unterleib hervorrufen.
  • Entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosaversursachen häufig krampfartiges Stechen im Unterbauch.
  • Rektumkarzinom/Darmpolypen: Erst im späten Stadium macht sich der Tumor durch Blut im Stuhl oder Unterbauchkrämpfe bemerkbar. Darmpolypen gelten als Krebsvorstufe und werden bei der Darmspiegelung entfernt.
  • Leistenbruch: Bei Männern ungleich häufiger als bei Frauen auftretend, kommt es beim Leistenbruch zu Unterleibsziehen.
  • Ileus: Der Darmverschluss ist ein akuter Notfall und muss sofort behandelt werden. Starkes Stechen im Unterleib, Stuhlverhalt und Erbrechen müssen immer sofort ärztlich untersucht und behandelt werden.
  • Mesenterialinfarkt: Verstopfte Arterien des Darmes führen zum Absterben der betroffenen Darmabschnitte. Auch hier gilt größte Eile.
  • Bauch-Aortenaneurysma: Einrisse in der Wand der 
  • Hauptschlagader können innerhalb kürzester Zeit einen großen Blutverlust verursachen und müssen schnellstens behandelt werden.
  • Harnwegsinfektion: Aufsteigende bakterielle Infektionen bis in die Harnblase oder gar Nieren äußern sich typischerweise in Schmerzen beim Wasserlassen, Blut im Urin und dumpfe Unterleibsschmerzen.
  • Harnleitersteine oder Harnblasensteine: Auf ihrem Weg durch den Harnleiter können abgehende Nierensteine Stechen im Unterleib provozieren.
  • Nierenkolik: Krampfartiges Stechen im Unterleib kann auch durch durch den Rückstau von Urin bei Nierensteinen entstehen.
  • Blasenkrebs: Blut im Urin ohne Schmerzen zählt hier zu den Erstsymptomen, erst später kommen für gewöhnlich Unterleibsschmerzen hinzu.
  • Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhö): Fast jede Frau leidet mindestens einmal in ihrem Leben an starken krampfartigen Schmerzen im Unterleib und Rücken während der Menstruation. Besonders starke Regelschmerzen sind zudem oft Anzeichen einer Endometriose. Auch der Eisprung kann als Unterleibsziehen spürbar werden.
  • Endometriose: Bei dieser gutartigen Erkrankung befindet sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus versprengt im Körper. Meistens finden sich Absiedlungen im Unterleib, im Bauchfell und kleinen Becken, ganz selten sogar in der Lunge oder im Gehirn. Wie die normale Gebärmutterschleimhaut weist auch Endometriose-Gewebe den Monatszyklus auf – in der Folge kommt es zu Blutungen außerhalb der Gebärmutter. Starke Regelschmerzen und Stechen im Unterleib sind typisch.
  • Eierstockzyste (Ovarialzysten): Kleine Zysten an den Eierstöcken sind relativ häufig und meistens nicht behandlungsbedürftig, da sie keine Beschwerden verursachen. Verdreht sich eine Zyste und schnürt dabei Blutgefäße ab, kann es aber zu starken Unterleibsschmerzen kommen.
  • Eileiterschwangerschaft: Nistet sich die befruchtete Eizelle statt in der Gebärmutter in der Schleimhaut der Eileiter ein, besteht sofortiger Behandlungsbedarf. Stärkste Schmerzen im Unterleib, Blutungen und Infektionen können die Folge eines geplatzten Eileiters sein (Siehe auch „akuter Bauch“).
  • Entzündung der Eierstöcke und Eileiter (Adnexitis): Keime und Entzündungen aus der Vagina steigen über die Gebärmutter bis zu den Eierstöcken auf. Besonders häufig wird die Eierstockentzündung ausgelöst durch Chlamydien, Mykobakterien oder Gonokokken bei eher jüngeren, sexuell aktiven Frauen. Symptome einer akuten Adnexitis sind starke Unterleibschmerzen ein- oder beidseitig, Ausfluss, Schmierblutungen, mitunter auch Erbrechen.
  • Gebärmuttervorfall oder -senkung: Hier kann ein Völlegefühl und Druck im Unterleib auftreten, zusammen mit Harndrang und Rückenschmerzen. Dabei sind Frauen höheren Lebensalters eher betroffen.
  • Entzündungen der Gebärmutter (Endometritis): Infektionen der Scheide (Colpitis) können aufsteigen und die Gebärmutter infizieren oder unbehandelt sogar zu einer Eileiterentzündung führen. Anzeichen sind neben brennenden Unterleibsschmerzen Scheidenausfluss, Juckreiz und  Zwischenblutungen.
  • Pelvic inflammatory disease: Entzündungen der Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke zählen zu diesem Komplex und können zu Unfruchtbarkeit führen.
  • Tumore, Krebs und Metastasen: Der regelmäßige Frauenarztbesuch sollte Gebärmutterhalskrebs und Tumore möglichst früh identifizieren.

http://www.netdoktor.de/symptome/unterleibsschmerzen/#TOC3

Entweder du suchst dir was aus oder lässt vernünftigerweiße den Arzt ran.

Alles Gute!

Lg

HelpfulMasked

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Kommentar von LouPing
15.11.2016, 10:39

Hey HelpfulMasked

Cyberchondrie

Das ist hier leider (dank Dr. Google) ein weit verbreitetes "Problem".

Nun noch über die Ferne mögliche Diagnosen made bye Google aufzulisten halte ich für ausgesprochen kontraproduktiv- damit wird das "Problem" nur gefüttert!


Hey Spxrk

Dein Körper bildet eine sog. psycho-somatische Einheit, d.h. ja- Sress kann derartige Symptome verursachen. 

Du hast 2 Möglichkeiten: 

- den Kopf freibekommen und schauen ob die Symptome nachlassen

- ist deine Angst bezüglich der Symptomatik zu dominant hilft ein klärender Termin beim Hausarzt

Nehme bitte unbedingt! Abstand von Ferndiagnosen, die starten und füttern unnötig dein "Kopfkino". 

Alles Gute dir.  

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Warum magst Du denn nicht zum Arzt gehen, wenn Du Dich unwohl fühlst? Langfristig wird dir ein Arztbesuch zu einem besseren Körpergefühl verhelfen. Möglicherweise hast du schlicht eine Blasenentzündung. Und auch wenn du jetzt googlest, wird dort stehen, dass es beim Pipimachen weh tut. Vergiß es! Bei den meisten ja- aber eben nicht bei allen.

Entzündungen im Unterleib und im Bauch allgemein sind nicht spaßig und können Langzeitfolgen mit sich bringen. Geh einfach zum Hausarzt und lass es abklären.

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Verstopfung?

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Kommentar von Spxrk
15.11.2016, 07:44

Eher weniger, is alles normal. (Klogang usw.)

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Es ist keine gute Idee, bei GF Fragen dieser Art zu stellen.

Zu viele "Mediziner" mit unzureichenden Fachkenntnissen. Etwaige Antworten könnten dich höchstens verunsichern.

Daher empfiehlt es sich, den Hausarzt zu konsultieren, der wird sich des Problems annehmen und ggf. weitere Schritte in die Wege leiten.

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