Frage von eselsohr11, 46

Schwanger zu Beginn der Assistenzarztzeit?

Hallo, ich überlege Ende des PJ schwanger zu werden. Allerdings: für Finanzen und Karriere wäre es gut, nach dem PJ gleich als Assistenzärztin zu arbeiten. Ist es realistisch, dass man als Schwangere im ca 3. Monat in einem Krankenhaus eingestellt wird (und dann natürlich nur Tätigkeiten ausübt, die das Kind nicht gefährden)? Es gibt ja die Möglichkeit (falls man es noch nicht sieht), die SS zu verheimlichen und nach Vertragsunterzeichnung die "Überraschung" zu verkünden, was ich jedoch ungern so handhaben würde. Auf alle Fälle würde es bzgl Mutterschaftsgeld und Elterngeld doch einiges ausmachen, vor der Geburt gearbeitet zu haben. Natürlich könnte man auch während der Assistenzarztzeit schwanger werden, allerdings "verliert" man dadurch ja dann noch mehr Monate absolut gesehen, in denen man potentiell gefährliche Tätigkeiten meiden sollte, wenn man bereits zu Beginn der SS als Arzt tätig ist. Ich würde mich über ein paar Meinungen freuen :)

Antwort
von Ronja2794, 33

Sehr gute Frage, darüber habe ich mir ebenfalls den Kopf zerbrochen. 

Ich bin persönlich für mich zu dem Entschluss gekommen, erst eine Schwangerschaft zu planen nachdem ich einen feste Stelle als Assistenzarzt habe und auch paar Monate tätig war. 

Ja, man darf den Arbeitgeber anlügen was eine mögliche SS angeht.
Aber will man das auch? Sich gleich zu Beginn einer Beschäftigung "unbeliebt" machen? Das wäre mir zu riskant. 

Je nachdem in welches Krankenhaus du gehst und welche Fachrichtung du einschlägst, darfst du auch während deiner Schwangerschaft weiterhin arbeiten. Du musst dir nur über die damit verbundenen Risiken bewusst sein. 
Ob ich während einer möglichen SS weiterhin tätig sein werde bezweifle ich - die paar Monate verliere ich gerne für mein ungeborenes Kind.
Indem Punkt muss man sich als Frau wohl wirklich entweder für Familie oder Karriere entscheiden. 

Die Gedanken sind mir auch noch durch den Kopf geschossen:

  • Wenn man den ehrlichen Weg geht und dem möglichen Arbeitgeber bescheid sagt, kann es sehr gut sein, dass es nur so vor Absagen hagelt. 
  • Man kann während der paar Monate Assistenzzeit schon ein bisschen Geld sparen um Studienkredit / Bafög abzuzahlen oder einfach nur für Kindermöbel/ Inneneinrichtung. Kinder sind teuer :P
  • Es ist eine doppelte Belastung während der SS zu lernen, nach einer Assistenzstelle ausschau zu halten und noch vielleicht einen möglichen Umzug planen... grob gesagt vor dem Ungewissen zu stehen.Da ist es viel einfacher die drei Punkte abzuhaken, sich ins Klinikleben eingelebt zu haben und dann einen Schritt in Richtung Familie einzuschlagen. 

Ich hoffe dich konnte dir ein bisschen weiterhelfen und dich nicht noch zusätzlich verwirren. 
Viel Erfolg! 

Antwort
von Barbdoc, 32

Darum werden trotz bester Qualifikation Frauen bei der Einstellung benachteiligt. Du bestätigst nur das Vorurteil. Warum hast du überhaupt studiert und bist nicht schon vor Jahren schwanger geworden? Da hättest du viel Zeit gespart.

Antwort
von gartenkrot, 28

Warte noch ein Jahr mit der Schwangerschaft. Es bringt nichts, den Arbeitgeber zu betrügen, von massiven ärger mal abgesehen. Das konnte langfristig Probleme geben. Die Windeln laufen dir nicht weg!!!!

Antwort
von Samika68, 38

Du solltest Dich zwischen Karriere und Familie entscheiden.

Dein Vorhaben klingt unglaublich nüchtern und berechnend! Lebst Du in einer glücklichen Partnerschaft? Sind die Räumlichkeiten für ein Baby gegeben? Gibt es Unterstützung von der Familie (Eltern), falls Du mal jemanden benötigst, der auf das Kind aufpasst?

Ein Kind in die Welt setzen zu wollen und ausschließlich den finanziellen Aspekt zu berücksichtigen, ist nicht ausreichend.

Dich als Schwangere bewerben zu wollen und die Schwangerschaft bewußt zu verheimlichen ist schon ziemlich mies...

Du scheinst noch ziemlich jung zu sein - was spricht dagegen, im Beruf Fuß zu fassen und, wenn alle Umstände passen, dann erst zu versuchen, schwanger zu werden?

Antwort
von DerDudude, 26

Die SS solltest du definitiv nicht verheimlichen, wenn du weißt, dass du schwanger bist.

Das könnte am Ende darin ausufern, dass du gekündigt werden kannst. Liegt ganz einfach daran, dass ein Betrieb dich ja nur aus dem Grund einstellt, damit du die Arbeit verrichtest, die dir zugeteilt wird. Ohne die Arbeit macht der Betrieb keine Gewinne. In der Zeit wo du schwanger bist bzw. Mutterschutz hast, bist du für den Betrieb nicht sinnvoll.

Wenn der Betrieb dich einstellt und du direkt im Anschluss erstmal 1,5 Jahre weg bist, kostest du nur. Wenn du da dann nicht mit offenen Karten spielst, kann das auch gerne mal in einer Klage enden.

Entweder du wartest also mit der SS, bis du eingestellt bist oder du wirst schwanger und hoffst, dass dich trotzdem ein Betrieb nimmt.

Edit: Vergiss, was ich geschrieben hab und lies besser hier:

https://www.wbs-law.de/arbeitsrecht/anfechtung-von-arbeitsvertrag-wegen-verschwi...

Dennoch ist das nicht wirklich fair und Freunde werden du und dein Chef dann ganz sicher nicht.

Kommentar von Maximilian112 ,

man kann nicht genug klagen.....

Eine schwangere ist (fast) unkündbar. Wo soll hier eine Klage herkommen??

Edit: Hast es ja selbst herausgefunden.

Kommentar von HelpfulMasked ,

Die SS solltest du definitiv nicht verheimlichen, wenn du weißt, dass du schwanger bist.

Das könnte am Ende darin ausufern, dass du gekündigt werden kannst. Liegt ganz einfach daran, dass ein Betrieb dich ja nur aus dem Grund einstellt, damit du die Arbeit verrichtest, die dir zugeteilt wird. Ohne die Arbeit macht der Betrieb keine Gewinne. In der Zeit wo du schwanger bist bzw. Mutterschutz hast, bist du für den Betrieb nicht sinnvoll.


Blödsinn.

Schwangere haben einen besonderen Kündigungsschutz ab der Schwangerschaft.

Auf die Frage im Bewerbungsgespräch ob man schwanger sei o.ä. darf man Lügen..

Kommentar von DerDudude ,

Siehe meinen Edit.

Antwort
von friesennarr, 25

Willst du ein Kind bekommen oder machst du eine Bestandsliste von Haben und Soll?

Deinen Gedankengang finde ich ehrlich gesagt sehr daneben.

Kommentar von isebise50 ,

Macht sich eine Frau vor der Schwangerschaft Gedanken über Zeit und Geld, ist es nicht gut und wenn sie planlos in die Mutterschaft stolpert und hinterher fragt: Hilfe - was steht mir zu? ist es auch nicht gut.

Frau kann es also anscheinend nur verkehrt machen...

Kommentar von friesennarr ,

So wie du das planst schon, weil es noch in deine Ausbildungszeit kommt.

Wenn man so plant: Ausbildung fertig - 2 bis 3 Jahre im Job arbeiten, finanziell gut rum kommt und dann Kind bekommt, dann ist das ein guter Gedanke. Dann sind auch die finanziellen Aspekte durchaus gut.

Wenn man aber so rechnet: Ausbildung abbrechen oder unterbrechen um Kind zu bekommen - Kindergeld bekommt man, Elterngeld bekommt man - Krankenkasse oder Arbeitsamt zahlt, dann ist dieser Gedanke kein guter Gedanke.

Antwort
von howelljenkins, 28

ich wuerde dich als schwangere im 3. monat sicher nicht einstellen, egal in welchem beruf. fuer den arbeitgeber ist das ja denkbar unguenstig.

die schwangerschaft zu verheimlichen finde ich auch nicht besonders fair. warum wartest du nicht, bis du wenigstens ein jahr gearbeitet hast?

Antwort
von Gehilfling, 27

Soweit ich das vom Rettungsdienst aus kenne darf ab dem Feststehen der Schwangerschaft nicht mehr gearbeitet werden.

Wie das im Krankenhaus aussieht, weiß ich nicht. Wie gern dich das Krankenhaus einstellt mit dem Wissen, dass du erstmal garnicht arbeiten darfst, weiß ich auch nicht.

Kommentar von Mimilein95 ,

Im KH gibt's auch ein Berufsverbot.

Kommentar von isebise50 ,

Nein, nicht zwingend.

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