Frage von Ruediger1964, 454

Schäden an Niere oder Leber durch das Rauschgift "Kratom"?

Hallo Leute hier ist der Rüdiger aus München, ich habe ein Problem: Ich lebe zusammen mit meinem Neffen da seine Eltern es wegen familiärer Probleme nicht schaffen ihn zu beträuen.

Mein Neffe kam nun aufgelöst zu mir und meinte, dass sein Urin Rot-Braun aussieht. Als ich nachfragte wie das denn sein kann, gestand er mir, das er seit ca 3Monaten Rauschgift konsumiert. Es nennt sich Kratom und ist wohl ein Opiat. Was soll ich jetzt tun? Ich komme ohnehin schlecht an den Jungen ran... Notarzt rufen oder reicht es Morgen ins Krankenhaus zu fahren? Was soll ich tun damit er Clean wird? Muss ich ihn auf einen Stationären Entzug schicken? Was soll ich tun wenn er einen sogenanten "Affen" bekommt? Er ist wohl schon sehr süchtig, er sagt er konsumiert pro Tag 10 Teelöffel.

PS: Er ist 16 und ich weiß zum Verrecken nicht wie er an Drogen gekommen ist...

Ich hoffe ihr könnt uns helfen, Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von seife23, 360

Klingt vermutlich nach der intrahepatischen Cholestase die bereits einige (mich eingeschlossen) von Kratom hatten. Ab zum Arzt mit dem Jungen, dass ganze hängt mit der Leber zusammen und es kann nun passieren, dass ihm schwindelig wird oder er hohes Fieber bekommt. Die Ärzte sollte er genaustens informieren, weil die ihm sonst vielleicht Antibiotika oder Paracetamol geben und das die Leber nur weiterhin zerstört!

Außerdem sollte er jetzt um keinen Preis mehr nehmen. Im Krankenhaus werden die den schon umstellen!

Kommentar von Ruediger1964 ,

Danke für die Hilfe, ich fahre jetzt mit ihm ins Krankenhaus. Ich hoffe es ist reversibel.

Kommentar von seife23 ,

Naja er wird's überleben, aber es ist ziemlich unangenehm und man liegt fast 2 Wochen flach. Der Urin wird wegen erhöhtem Bilirubinwert weiterhin rot/braun bleiben und er wird sich vermutlich total verkatert fühlen und Schmerzen im Bauchbereich haben.

Kopf hoch, die ersten Tage sind mit Abstand die Schlimmsten!

Kommentar von seife23 ,

PS: Nen Brecheimer würde ich ebenfalls bereitstellen. Das Problem ist halt, wenn er den Ärzten (wie ich es auch gemacht habe) den Drogenmissbrauch verschweigt, sehen die nur das Fieber und denken sich der Jung hat ne Infektion also Paracetamol rein damit das Fieber sinkt und dann sind die nächsten Tage trotz gesunkenem Fieber die absolute Hölle.

Antwort
von Richard30, 23

Wie geht es Ihrem Neffen denn mittlerweile?

Also ich weiss nicht, ob das noch aktuell ist, aber Kratom ist halt eine Droge, die vergleichweise zu anderen eher harmlos ist, also es ist nicht vergleichbar mit "Echten" Opiaden. Damit meine ich nicht, es ist Kinderspielzeug und hat keinerlei negativen Eigenschaften, es ist nachwievor ne Droge und man kann nachwievor ne echte und auch intensive Abhängigkeit entwickeln. Auch ein Entzug von Kratom ist echt und kein Spaziergang. Aber im Vergleich zu Schmerzmittel auf Opiadbasis oder sowas wie Heroin e.c.t ist es doch eher harmloser.

Was natürlich extrem wichtig ist, ist darauf zu achten, dass Ihr Neffe nun irgendwie in einer Betreuung ist, nicht weil die Droge so schlimm ist und er kein normales Leben mehr führen kann, nein vielmehr muss es ja ne Ursache geben, dass er täglich konsumiert hatte. Ich meine es gibt welche die nehmen das am Wochenende, meinetwegen sollen die das machen, solange die ihr Leben auf die Reihe kriegen, aber wenn man das halt täglich in so ner Dosierung nimmt, dann gibt es ein dahinterliegendes Problem.

Wenn man einfach nur die Droge wegnimmt, dann wird sich ihr Neffe irgendwann etwas anderes nehmen, vll. nicht unbedingt ne Droge, aber es gibt ja noch mehr Möglichkeiten der Realität zu entfliehen, dazu braucht man nicht unbedingt Drogen. Und auch andere Dinge können sehr sehr süchtig machen, teilweise sogar noch stärker und hinterhältiger als so manche Drogen (wenn wir jetzt mal von den wirklich harten Drogen wie Heroin, crystal, aber teilweise auch Alkohol e.c.t weggehen)

Ich weiss das, weil ich selbst mal Drogen genommen hatte und dacher weiss, dass es dahinter etwas gibt und die Drogen eher ein Mittel sind, etwas auszugleichen b.z.w der Versuch sich irgendwie selbst zu therapieren, was natürlich in so nem Fall nach hinten geht.

Antwort
von BLACKLABORATORY, 249

Ja kalter Entzug für den jungen Herren !
Bitte aber auch vorher selbst über Kratom schlau machen, um etwas Verständnis davon zu bekommen und dann als Vorbild zu dienen!

Viel Erfolg & LG

Antwort
von Googler, 326

Er muss höchst wahrscheinlich nicht in eine Klinik eingewiesen werden um zu entziehen. 
Kaufen sie ihm Schwarzkümmelöl (Kaltgepresst) um den "Suchtdruck" zu mindern. Für gewöhnlich dürfte Kratom trotz der recht hohen Dosis keine so schweren Leberschäden verursachen. 
Es könnten auch andere Faktoren mitspielen wie beispielsweise starke Dehydrierung etc. 

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fneuemedizinwelt.de%2Fimages%2...

Wie sieht sein Urin aus? 

Im Notfall sollten sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. 

Gute Besserung! 

Antwort
von OldShetterhand, 214

Hallo Rüdiger 

Wie Geht es deinem Sohn jetzt ?

Kommentar von Ruediger1964 ,

Er hat es überlebt und ist Gott sei Dank clean

Antwort
von john201050, 257

kratom ist ein legales opioid. (eigentlich ein baum, die blätter enthalten opioide)

das kann man ganz einfach im internet bestellen. (genau so einfach wie er bier im rewe kaufen kann. was übrigens ebenfalls eine rauschgift ist und zu den schlimmsten drogen überhaupt gehört)

10 teelöffel am tag sind schon einiges, aber da kratom nicht sehr potent ist, kann man sich da nicht so hoch dosieren wie mit den "richtigen" opiaten. dementsprechend mild bleibt der entzug.

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