Reihenschaltung und Parallelschaltung - Wieso teilt sich die Spannung bei einer RS und bei einer PS nicht, wie ist es mit der Kapazität?

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3 Antworten

Das Bild mit dem Wasser ist überhaupt nicht verkehrt. Zumindest für einen Gleichstromkreis ist es ein sehr gutes Bild. Man kann eine Menge Analogien aufstellen:
Die Masse des Wassers entspricht der elektrischen Ladung, die Höhendifferenz (eigentlich die Höhendifferenz mal der allgegenwärtigen Fallbeschleunigung g) entspricht der Spannung.
Das Bild macht auch schnell klar, wieso sich Spannung bei einer PS nicht teilt. Wenn sich ein Fluss in zwei Arme aufteilt die weiter flussabwärts wieder zusammen fließen, so tun Sie das auch jeweils auf gleicher Höhe, die Höhendifferenzen addieren sich nicht.
Es sollte auch klar machen, warum sich Spannungen in Reihe sehr wohl addieren: Fließt ein Fluss eine Höhendifferenz von, sagen wir, 15 m herab und anschließend noch mal eine Höhendifferenz von 20 m, so hat er eben 35 m Höhendifferenz zurückgelegt.
Aus einem solchen Grund soll man sich bei Blitzschlag auch möglichst mit zusammengezogenen Beinen irgendwohin kauen, denn je näher die Beine aneinander stehen, desto geringer wird beim Einschlag die Spannung zwischen ihnen sein.
Natürlich kann man sich mit diesem Bild auch klar machen, dass der elektrische Widerstand bei sonst gleichen Voraussetzungen mit der Länge des Leiters zunimmt und mit seinem Querschnitt abnimmt. Angenommen, wir haben einen Fluss von einer bestimmten Länge und einem bestimmten Gefälle, und den verlängern wir einfach. Die Strömung wird gleich stark sein, aber die Höhendifferenz wird proportional zur Länge des Flusses größer werden.
Bei Parallelschaltung ist es genau umgekehrt, denn wenn zwei Flüsse nebeneinander her die Gleiche Höhendifferenz hinabfließen, so addieren sich natürlich die Strömungsstärken.
Anhand dieses Bildes kann man sich sogar klar machen, warum Stromstärke mal Spannung gleich Leistung ist. Man stelle sich einen Wasserfall vor, an dem ein Wasserrad steht. Es wird umso mehr leisten, je mehr Wasser darauf fällt, aber auch, je tiefer dieses Wasser fällt.
Das Beispiel, dass wir als Bild dient, ist mathematisch sogar deutlich komplizierter als das, was es erklären soll. Allerdings ist es eben anschaulich, und deswegen habe ich es gewählt.
Es ist auch mitnichten und physikalisch, denn in beiden Fällen geht es um Potentialdifferenzen (die elektrische Spannung ist nichts anderes als die Differenz zwischen zwei elektrischen Potentialen) und Strömungen.

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Du lässt eine Größe außer Acht, nämlich den Widerstand. Die wichtigste Formel ist R=U/I also Widerstand=Spannung/Strom.

Wenn du zwei Widerstände parallel schaltest, dann wird der Gesamtwiderstand kleiner. Das ist wie wenn man einen zweiten Tunnel gräbt. Wenn du sie dagegen in Reihe schaltest, wird er größer. 

Die (Gesamt-)Spannung ist, solange die Spannungquelle nicht überlastet wird, gleich. Folglich kann man sich ausrechnen, dass bei geringerem Widerstand mehr Strom fließt, bei höherem weniger.

Zum Thema Spannungsteiler: Die Spannung ist wie ein Gefälle von - nach +. Dieses wird im Stromkreis überwunden. Je größer der Widerstand, dest mehr 'Gefälle' hat der Weg auf dem Abschnitt. Wenn du jetzt zwei Widerstände hast, fällt an jedem ein Teil der Spannung ab. Wie groß der ist, hängt vom Verhältnis der Widerstände zueinander ab. Bei zwei gleich großen Widerständen teilt sich die Spannung gleichmäßig auf. 

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Alter was :D in einer Reihenschaltung hast du eine Gesamtstrom da er nur einem pfad folgen kann und daher auch nur diesen folgwn wird
In einer Parallelschsltung jedoch ist der Strom in der lage mehrere Pfade zu nehmen und teilt sich somit in unterschiedlich große Teilströme auf. Je nach Widerstand ändert sich deren Teilstrom
Ist doch einfach :D

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Kommentar von roromoloko
04.07.2016, 01:34

.. Lies mal das was ich verstanden habe..! Genau das habe ich verstanden -.- Aber da steckt mehr dahinter als nur die Stromstärke I

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Kommentar von KnutschKalmar
04.07.2016, 01:47

Das kannst du mit der Formel U=I•R erklären R= Widerstand ist unveränderlich den können wir nur mit bestimmten Bauteile ändern Dann haben wir nur noch Spannung und Strom der Strom ist in der Reihenschaltung gleich. Der kann sich nicht ändern. Somit muss sich die Spannung in der schaltung verteilen um die richtigen werte zu erhalten. In der Parallelschaltung ist das andersrum. Dort sind die elektronen frei beweglich und können sich somit der Spannung anpassen. Wieso genau weiß ich aber genau auch nicht wenn dann müsst ich das meinen Ausbilder fragen

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