Frage von Trucker29, 133

Polizei benachrichtigt zettel an die Scheibe gelegt ist es trotzdem Fahrerflucht?

Hallo zusammen,

Habe letzte Woche einen Unfall mit meinem Lkw verursacht auf einem Real Parkplatz. Ich rief die Polizei an schilderte alles gab die Daten durch, als aber die Polizei nach ca 1 Std kam fuhr sie ohne die Aufnahme des Unfalls mit Blaulicht weiter. Ich rief mehrere male an und fragte was los sei sie sagten dass sie einen wichtigen Einsatz hätten und es dauern würde. Ich wartete noch eine halbe Stunde hinterließ auch ein Zettel an die Scheibe. Quasi habe ich die Polizei verständigt zettel hinterlassen fast 1.5 Stunden gewartet aber da ich auf der Arbeit war bin ich dann weiter gefahren . Jetzt kam ein Schreiben wegen Fahrerflucht wie soll ich handeln? Was kann man den noch machen als Polizei anrufen Daten hinterlegen wo soll das bitte eine Fahrerflucht sein?

Bitte um Rat

Danke im voraus

Antwort
von Repwf, 79

Leg Widerspruch ein! 

Nimm Stellung und erkläre die Sachlage! Im Idealfall kannst du die Telefonate belegen, einzelverb Nachweis zB! 


Aber davon ab, du hast als Berufskraftfahrer keine verkehrsrechtschutz? 

Kommentar von Trucker29 ,

Werde nächste Woche zum Anwalt fahren 

Kommentar von Repwf ,

Musst du den Zahlen?

Dann würde ich erstmal selber machen!

Du kannst die Telefonzeiten in Verbindung mit deiner fahrerkarte ja klar belegen das du angerufen UND gewartet hast! 

Und wer sagt denn das die Streife vor Ort nicht gesagt hat "wir haben einen dringend Einsatz, wir haben ja ihre Daten, wir melden uns..."

Kommentar von Trucker29 ,

Ja muss es aus eigener Tasche bezahlen leider :(

Kommentar von Repwf ,

Würde ich mir sparen!

Lies mal:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Unfallflucht

Nach der Definition hast du sowohl deine Daten zur Verfügung gestellt als auch lange genug gewartet! 

Ich würde alleine Stellung nehmen und es so wie hier (nur mit genauen Zeiten) erklären und dann mal abwarten was passiert! 

Und solltest du nicht selbstständig sein, wovon ich ausgehe, frag mal deinen Chef, viele Speditionen haben für sowas einen Anwalt der für die Firma arbeitet 

Kommentar von Trucker29 ,

Danke für den Rat ist sehr hilfreich:)

Kommentar von Repwf ,

Gerne!

Antwort
von anaandmia, 61

Hallo :)
Ich würde mir aufjedenfall nen Anwalt nehmen ...und dann mal schauen ...
Im Prinzip hast du dich ja schon ohne Erlaubnis vom Unfallort entfernt -> Fahrerflucht ABER mann muss eigentlich auch die vorgeschichte berücksichtigen
LG

Kommentar von Trucker29 ,

Dankeschön:)

Antwort
von Kreidler51, 43

Schwierige Sachlage. Ich würde ich von einem Verkehrsfachanwalt vertreten lassen.

Antwort
von hauseltr, 37

Wenn keine feststellungsbereiten Personen am Unfallort vorhanden
sind, muß jeder Unfallbeteiligte eine angemessene Zeit am Unfallort
warten. Die Dauer der Wartepflicht richtet sich nach den Umständen des
Einzelfalls, insbesondere der Tageszeit und der Schwere des
eingetretenen Schadens. Bei einem mittleren Sachschaden ist i.d.R.
mindestens 30 Minuten zu warten. Wenn während der Wartezeit keine
feststellungsbereite Person erscheint, darf der Unfallbeteiligte den
Unfallort verlassen. Er muß dann allerdings die Feststellungen
unverzüglich nachträglich ermöglichen.

Ich meine, du hast getan, was du konntest. Die Polizei, warum auch immer, aber nicht!

Kommentar von hauseltr ,

Die Wartezeit liegt je nach Unfallart zwischen 15 Minuten bei einem
Bagatellunfall und zwei Stunden bei einem Unfall mit Verletzten. Es kommt
hier auf den jeweiligen Einzelfall und die Umstände (Schadensart,
Unfallsituation, Verkehrsdichte, Tageszeit, Witterung) an. Je größer
der Schaden, desto länger sollte man warten. Wird die Unfallstelle
nach angemessener Wartezeit verlassen, so ist der Unfall unverzüglich
dem Geschädigten oder einer Polizeidienststelle in der Nähe zu
melden. Es ist nicht ausreichend, lediglich einen Zettel zu hinterlassen.

Nachträgliche Feststellung - die "goldene Brücke"

Handelt es sich um einen Unfall ohne bedeutenden Sachschaden (unter
1200 Euro) außerhalb des fließenden Verkehrs (Parkunfall),
so kann ein Unfallverursacher die "goldene Brücke" des §
142 Abs. 4 StGB nutzen. Der Verursacher muß binnen 24 Stunden
nach dem Unfall die notwendigen Feststellungen (s.o.) ermöglichen.

http://www.anwaltonline.org/verkehrsrecht/tips/verkehrsunfallschaden/unfallfluch...

Kommentar von Repwf ,

Es gab wohl keine Verletzten?! Da sollten 1,5std dann doch wohl reichen!

Und die Polizei hat er ja auch verständigt...

Folglich ist Fahrerflucht nicht mehr gegeben 

Antwort
von josef788, 42

was hat das mit fahrerflucht zu tun? du hast es ja der polizei gemeldet

Antwort
von Odenwald69, 48

bin bei dir aber... hast du im real markt bescheid gesagt ? wurde der fahrer vom beschädigen Auto mal ausgerufen ? gibt es zeugen ?

Kommentar von Trucker29 ,

Habe versucht ihn aufrufen zulassen dennoch kam keiner ich stand auch wie gesagt 1.5 Std am Unfallort 

Antwort
von DennisAk, 73

Juristisch war das fahrerflucht, aber wenn du in Berufung gehst und das schilderst, könnte ich mir vorstellen, das sie Verständnis zeigen

Kommentar von Repwf ,

Warum war das juristisch Fahrerflucht?

Er hat sowohl seine Daten zur Verfügung gestellt (sogar doppelt: Polizei und Auto) und er hat eine durchaus angemessene Zeit gewartet...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community