Frage von UndercoverLady, 65

Panikattacken im Sportunterricht?

Hallo zusammen, Letzte Woche hatte ich im Sportunterricht eine Panikattacke. Durche einen Ausdauerlauf kam ich nicht mehr runter vom Puls her, habe im Endeffekt sehr stark nach Luft immer wieder gehabst und bin Letztendlich einfach weg gegangen um mich zu beruhigen versuchen. Lange 10min. ging das ganze und es war unfassbar schlimm. Ich bekam keine Luft mehr - bekam dann immer mehr Angst zu ersticken und hab mich immer mehr hinein gesteigert. Habe geweint aus Angst und Scham... Die Lehrerin hat es im Nachhinein nicht böse genommen aber hat trotzdem nichts unternommen.

Mit meiner Pychologin hab ich mich zwar schon unterhalten sind aber noch zu keiner richtigen Technik gekommen wie ich mich nicht mehr so hinein steigern kann & Ruhig bleibe.

Sport ist morgen wieder und ich habe höllische Angst! Habe sogar schon überlegt einfach zu schwänzen obwohl ich das doch eigentlich auch nicht möchte. Auch überlegt hab ich über eine Krankschreibung aber nur für morgen eben, jedoch weiß ich nicht wie ich der Ärztin das erklären soll und ob sie das eigentlich "krank"schreibt.

Habt ihr einen Rat, wie ich dieses eine mal den Sport aus den Weg gehen kann ohne eine Komplette Fehlstunde zu bekommen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Henningbae, 33

Hallo Ratsuchende,

ich kann dich verstehen, das so ein Erlebnis jemanden negativ prägt.

Es ist aber einfach ein Zeichen deines Körpers, dass du es übertrieben hast.
In der heutigen Zeit wird man dazu gedrillt, immer die Signale des Körpers zu unterdrücken.
Der Mensch hat Kopfschmerzen, er frisst eine Schmerztablette. Tut mir Leid für den Ausdruck, jedoch kann man es nicht anders beschreiben.

Dein Körper sagt dir ganz klar, dass etwas nicht stimmt & da musst du nachdenken & dir die Frage stellen, was ist der Grund dafür?

In deinem Fall wird es einfach zu viel gewesen sein & aus Schutz vor einem Herzproblem hat dein Körper gesagt, "so, jetzt ist aber Schluss! Du bleibst stehen".
Wenn dann noch der Kopf dazu kommt, der eine beeindruckende Wirkung auf deinen Körper hat einwirkt, verschlimmert sich das natürlich.
Du hast Angst & setzt noch mehr Stresshormone frei.

Mein Tipp, sprich morgen mit deiner Lehrerin & höre auf dich selbst. Wenn es nicht mehr geht, dann geht es halt nicht.

Zum Abschluss: Aus Fehlern lernt man bekanntlich am meisten :) mach was daraus!

Liebe Grüße & du brauchst gar keine Angst haben, solange du auf deinen Körper hörst.

Henning 💪

Kommentar von schnoerpfel ,

Ich fürchte, es war einfach eine Panikattacke. Mit dem Körper dürfte alles in bester Ordnung sein. Auf den Körper zu hören, kann man sich daher sparen, wenn die Ursache psychisch bedingt ist. Die Angst, zu ersticken, spielt sich einzig im Kopf ab.

Kommentar von Henningbae ,

naja, die Angst wurde ja erst durch die Überschöpfung ausgelöst..

Kommentar von schnoerpfel ,

Das Problem dabei ist, dass Dir dieses Übererschöpfungsgefühl bei einer psychischen Störung vom Hirn vorgegaukelt wird. Es ist real gar nicht vorhanden. Das nennt man psychosomatisch. ;-)

Kommentar von Henningbae ,

Aber Recht hast du, der Kopf macht da auch viel aus. Habe ich ja auch erwähnt😁

Antwort
von FlyingCarpet, 8

Könnte eine Panikattacke gewesen sein, aber auch allerdings andere körperliche Probleme. Würde das unbedingt bei einem Kardiologen abklären lassen.

Jetzt nicht beim Sport mitmachen, ist sicherlich eine schlechte Lösung, sprich mit der Sportlehrerin und sag ihr, das Verdacht auf ein Herzproblem besteht, dann wird sie Dich nicht so fordern.

Antwort
von schnoerpfel, 25

Das passiert, wenn Du Dich zu sehr auf den Körper konzentrierst. Durch die Anstrengung steigert sich der Puls. Der schlägt Dir bis zum Hals. Dass er sich nach einiger Zeit wieder einpendelt, ist Dir zwar bewusst, aber Du entwickelst ein unangenehmes Gefühl, das nach kurzer Zeit in einer Panikattacke gipfelt. Es entsteht ein Engegefühl in der Brust, alles um Dich herum wird unwirklich, es führt zu Hyperventilation und Todesangst. Und genau da wird es krankhaft. Denn der Körper reagiert bei Otto-Normal-Bürgern nicht auf diese Weise.

Ich fürchte, da hilft nur die Ablenkung, indem Du darüber nachdenkst, wie Du den Rest des Tages verbringst oder durch eine Unterhaltung mit Mitschülern. Die Gedanken müssen weg von der ständigen Kontrolle und Beobachtung der Körperabläufe. Der Körper funktioniert von ganz alleine.

Dass Dir die Psychologin nichts von einer Verhaltenstherapie erzählt hat, wundert mich ein wenig.

Antwort
von MMOONNIII, 17

Ich kann da leider aus Erfahrung sprechen... dagegen machen kann man nicht wirklich viel außer aushalten und sich kontrolliert wieder beruhigen und fokussieren das alles (dein Leben,dein Köeper, du usw.)  in Ordnung ist. 

Aber eines kann ich dir sagen, es hat nichts mit dem Sport oder Sportunterricht an sich zu tun. I d R hast du die Tage oder Stunden davor etwas erlebt was deine Psyche überfordert. Es ist nur Zufall das die Panikattacke im Sportunterricht kommt. Aber jetzt verbindest du die Panik mit dem Sport, also kann es sein, dass dein Körper bzw. deine Psyche die Panikattacke dann auslöst weil du einen Verbindung mit der Unterbewussten psychischen Überbelastung und dem Sport verknüpft hast. 

Du solltest auf jeden Fall gemeinsam mit deinem Psychologen den Auslöser finden. 

Kommentar von schnoerpfel ,

Das ist offenbar unterschiedlich. Bei mir war immer der Sport der Auslöser. Die körperliche Anstrengung kann bei Angstpatienten, die sowieso recht hypersensibel reagieren, so unangenehm empfunden werden, dass sich daraus eine Panikattacke hochschaukelt. Bei mir war es auch so, dass ich nach Klimmzügen oder Liegestützen anfing, zu dissoziieren. Derselbe unangenehme Effekt entsteht beim Treppensteigen über mehrere Stockwerke hinweg.

Bei Überforderung der Psyche hilft übrigens Sekundenschlaf. Da ich oft sehr müde war, kam es mir immer recht gelegen, für einige Sekunden einfach wegzunicken. Das ist wie ein Systemneustart und hat einen entspannenden Effekt auf den Körper.

Kommentar von FlyingCarpet ,

Da ist eine Sauerstoffunterversorgung der Auslöser, oder alleine schon der Gedanke daran, macht Angst.

Antwort
von Nenkrich, 25

Einfach ruhig bleiben (ja klingt doof aber direkt danach n bisschen trinken und dann langsam paar runden laufen und dann wird alles normal) und Ausdauer trainieren. Mit mehr Ausdauer bist du nicht so extrem schnell aus der Puste.

Antwort
von Elilein, 22

Statt dem Sport aus dem Weg zu gehen (was mal als Ausnahme natürlich nicht dramatisch ist), solltest du lieber herausfinden, warum es überhaupt dazu kommt. Hast du denn vor irgendetwas Angst mit dem du im Sportunterricht konfrontiert wirst? Für mich hört sich das ehrlich gesagt eher nach einer gesundheitlichen, statt einer psychologischen Sache an. Auf Anhieb könnte man meinen, dass du vielleicht Asthma hast, ich würde mich aber schleunigst zum Arzt begeben, da das im schlimmsten Fall sogar ein Zeichen für Lungenkrebs sein kann, wenn du plötzlich bei sportlichen Aktivitäten nicht mehr atmen kannst. Wenn es nur einmal passiert ist kann es auch einfach sein, dass du dich nur überanstrengt hast, dann brauchst du keine Angst zu haben, sondern hörst nächstes mal einfach ein bisschen früher auf.

Kommentar von FlyingCarpet ,

DH Für mich hört sich das auch nach einem Herz/Lungenproblem an. Auch daraus können Panikattacken und auch Depressionen entstehen.

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