Frage von blueberry1995, 67

Mit Depressionen und Angststörung Abitur machen?

Hallo, ich habe vor ein paar Monaten mein Abi abgebrochen und möchte es jetzt auf einem Abendgymi nachholen. Es fängt im September an und geht zwei Jahre. Meint ihr man kann das auch mit einer Panikstörung/Sozialphobie plus mittelschweren Depression schaffen oder sollte ich lieber vernünftig bleiben und das machen, wenn ich gesund bin? Ich würde so gerne studieren gehen Trauriges Lächeln

Mir geht es jetzt schon auf die Nerven immer die blöde zurückhaltende, komische, distanzierte Person zu sein, die zu allem Ja und Amen sagt und nicht kontern kann. Wirkliche Symptome habe ich jedoch immer in der Schule gehabt. Alleine ganz normal im Klassenraum sitzen war für mich pures Unwohlsein, am schlimmsten, wenn ich ganz vorne sitzen musste oder z.B mein damaliger Schwarm hinter mir saß, da ging gar nichts mehr. Vorlesen war immer schlimm, vor allem, wenn es nicht freiwillig war. Ich musste mich extrem darauf konzentrieren nicht mit dem Kopf zu zittern anzufangen, musste meine Atmung kontrollieren, weil ich sonst keine Luft bekommen hätte. Beim Abfragen ist es mir zwei mal passiert, dass ich aus dem Raum rausgerannt bin. Auch Referate, an der Tafel Sachen lösen, debattieren und Gruppenarbeiten präsentieren war immer richtig schlimm. Auch hier zittern in den Händen, Beinen im Kopf, schlottrige Stimme, Herzrasen, allgemeines Unwohlsein. Vorstellungsrunden, Stuhlkreise gehen gar nicht. Das Abwarten bis ich drankomme ist so schlimm, mir schießen da tausend Gedanken durch den Kopf, mir wird schlecht, ich will fliehen.

Ganz früher hatte ich auch mal das Gefühl nicht mehr richtig atmen zu können, also auch Zuhause, hat sich dann herausgestellt, dass das definitiv psychosomatisch war. Da hatte ich z.B beim Vorlesen in der Schule kein Zittern Problem, sondern eben das Gefühl gleich zu ersticken.

Hinzu gekommen ist dann irgendwann auch, sind es Panikattacken, ich weiß es nicht, an der Supermarktkasse. Da hatte ich vor allem immer so Realitätsverlust Gefühle, extremes zittern in den Händen, will nur noch da weg, Schamgefühle, mir ist das peinlich. Letztens hatte ich auch eine Panikattacke im Fernbus. Wusste nicht mehr was los ist, konnte mich nicht mehr beruhigen, kein zittern oder so, jedoch Atemnot und wieder Realitätsverlust. Bin dann früher ausgestiegen als ich musste und stand dann blöd dort. Jetzt mag ich nicht mehr Zug oder Bus fahren. Auto fahren macht mir jedoch riesen Spaß. Ich habe es mal geschafft drei Wochen arbeiten zu gehen, auf der Arbeit keine nervösen Zustände oder so, sondern eher das Gefühl es unter Menschen nicht auszuhalten, nicht dort sein zu wollen, aber eher im Sinne von "alleine sein" zu wollen, nicht reden zu müssen, weil es mich nervt.

Tja, ich frage mich echt, ob das so sinnvoll alles ist. Ich bin derzeit in Therapie, aber auch nur ein mal in der Woche. Meint ihr, das ich das schaffen kann oder ist das bei den Symptomen zu viel, lieber arbeiten gehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TheTrueSherlock, 43

Hm.. schon krasse Symptome ._.

Ich selbst habe ebenfalls Depressionen und soziale Angststörung und habe das Abitur gepackt. Allerdings sind bei mir die Symptome nicht ganz so krass. Dennoch war das letzte Jahr für mich Horror, weil ich sehr schlecht lernen konnte und mich vieles so sehr angestrengt hat. Gerade die Seminararbeit zu schreiben, war Stress pur.

Hast du mit deinem Therapeut darüber schon geredet? Ich denke, dass wäre sehr gut, weil er dich und dein Problem noch besser kennt.

Außerdem hast du das Abi vor paar Monaten erst abgebrochen. Denke, dass ist echt zu früh, wenn du es nochmal versuchst.

Allerdings.. wie groß ist dein Wunsch? Versuche dir in Gedanken eine Referatsituation vorzustellen, die wahrscheinlich auf dich zukommen wird. Denkst du, dass du das packst?

Arbeiten zu gehen, ist allerdings auch nicht einfacher. Gerade mit Depression und sozialen Phobie.. Jeden Tag arbeiten zu gehen und dann für eine lange Zeit.. dazu in einer wahrscheinlich fremden Firma mit fremden Personen. Das ist gerade für Personen mit Sozialphobie auch nicht einfach. In der Schule hast du das natürlich auch, aber du musst seltener mit ihnen sprechen und wirst sie besser kennenlernen.. In der Arbeit musst dann über wichtige Projekte etc. reden.. eventuell etwas präsentieren (? oder was für ein Job stellst du dir vor?). Du musst sehr viel mehr kommunizieren, auf Leute zugehen etc. Und erstmal mit Arbeit angefangen, kommst du so leicht auch nicht davon weg (denke ich).
Einfach eine Auszeit nehmen, weil man psychische Probleme hat, stelle ich mir sehr schwer vor.

Spreche mal mit dem Therapeuten. Ich habe dir jetzt nicht wirklich einen guten Rat gegeben, sondern lediglich Dinge abgewogen. Für mich ist Schule und auch Arbeit sehr viel Stress, den man als Depressiver eventuell nicht gewachsen ist. Hast du noch eine Alternative, anstatt Schule und Arbeit?
Falls nicht, würde ich dann doch eher die Schule wählen, aber das wird nicht leicht!

Kommentar von blueberry1995 ,

Danke erstmal, dass du dir Zeit genommen hast. Ja, die Therapeutin hofft natürlich, dass ich das machen werde, aber sie weiß nicht wirklich, wie viele Sorgen und Unlust mich wegen der Schule plagen und ich mich am liebsten Zuhause komplett verschanzen wollen würde. 

Auf die Referatssituation habe ich z.B überhaupt keine Lust. Das ist auch der Grund damals gewesen, warum ich das Abi abgebrochen hatte, weil ich um Mitternacht mitten in einer depressiven Stimmung das Referat fertig machen wollte und wusste, wenn ich übermüdet am nächsten Tag in die Schule gehe und nicht wirklich vorbereitet bin, mich blamiere, werde ich so Angst haben. Ab dem Moment habe ich alles innerlich hingeschmissen und habe mich abgemeldet. Du kannst dir vorstellen, 4 Wochen vorm Abi hinzuschmeißen ist für mich so ärgerlich und nur wegen dieser blöden Störung. Hätte ich es durchgezogen, wäre ich jetzt schon am Studieren. Der Wunsch ist riesig das einfach nachzuholen und mir das zu holen, was mir eigentlich zugestanden hätte. 13 Jahre Schule für nichts sozusagen... Mhm Alternative nicht wirklich... Wüsste auch nicht was... Ich traue mir gar nichts mehr zu :( Vom Job her möchte ich gerne irgendwann selbständig werden. Am liebsten mit so wenig Menschen wie möglich :D 

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Danke fürs Sternchen :)

Okay.. das hört sich schwierig an. Einerseits ist der Wunsch nach dem Abitur und dem Studium so groß, anderseits hast du echt starke Symptome.
Wenn du kurz vor dem Abi die Schule geschmissen hast, trotz dass du diesen Wunsch hast, dann sehe ich schon Probleme. Ob du dann die Abendschule packst, weiß ich nicht.

Rede nochmal mit der Therapeutin und sage, wie viele Sorgen dich plagen etc.

Du musst dir natürlich vorstellen, dass Studium und Arbeiten noch schwerer als Schule sind. Gerade die Arbeit ist jeden Tag doch etwas anders. In der Schule machst du einfach deinen Stundenplan durch und in der Arbeit kann jeden Tag etwas Neues und unerwartetes auf dich zukommen. Studium ist auch vom Lernaufwand und vom selbstständigen Arbeiten sehr anstregend und viel. Du hast viele Fristen, die du einhalten musst.. Du musst Aufsätze schreiben, bist auf dich alleine gestellt.. musst eventuell dafür umziehen und alleine oder in einer WG etc. leben.
Ich habe gerade etwas Zweifel, ob dir das alles so klar ist. Mit einer leichten Depression ist das schon schwer. Und bei deinen Symptomen und Krankheiten, denke ich, dass du es bisschen zu leicht siehst.

Hast du momentan einen Schulabschluss wie zum Beispiel Realschulabschluss, oder hast du gar keinen?

Schule könntest sicherlich noch packen, wenn du vorher mit Referaten anfängst, dich gut vorbereitest, viel lernst, dich nicht hängen lässt und dein Ziel vor Augen hast. Allerdings solltest du an deinen Erkrankungen wirklich gut arbeiten, weil ich mir sonst ein Studium nur schwer vorstellen kann :/

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 53

Du hast den Wunsch, das Abitur zu machen und dieser Wunsch alleine wird Dir helfen, Dein Ziel zu erreichen.

Gerade mit einer solchen Angststörung und Depressionen ist es wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben und das Abitur ist Dein Ziel, auf welches Du hinarbeiten solltest.

Ich kann Dir nur dazu raten, es wenigstens zu versuchen. Nur dann kannst Du feststellen, ob Du dazu in der Lage bist, es durchzuziehen. Wenn es dann nicht klappt, kannst Du Dir wenigstens nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.

Gib nicht zu früh auf, sondern versuche trotz Deiner Erkrankung, Dein Leben zu leben ... sonst läuft Dir irgendwann die Zeit davon und diese Zeit gibt Dir kein Mensch auf Erden wieder zurück.

Behalte immer Dein Ziel im Auge, dann kannst Du es auch schaffen.

Mir haben vor einigen Jahren meine Ärzte gesagt, dass es keine Rettung mehr für mich geben würde. Ich habe ihnen aber gezeigt, dass sie sich geirrt haben, indem ich ganz klar mein Ziel verfolgt und nicht aufgegeben habe. Ich habe es geschafft (ich werde zwar nie wieder ganz gesund werden, aber ich lebe ... ganz gegen alle Vorahnungen der Ärzte) und Du schaffst das auch ... ganz sicher!!!

Ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück auf Deinem Weg.

Kommentar von blueberry1995 ,

Vielen lieben Dank für deine ermutigende Geschichte und deinen mutmachenden Worten! 

Antwort
von KlausMuelller, 44

ich möchte dich keinesfalls entmutigen, aber ich möchte dir einen ehrlichen und gut gemeinten Rat geben.

Wenn du Depressionen und Angststörungen hast, bist du wahrscheinlich oft und lang genug mit dir selbst und deinen Gedanken beschäftigt. Wenn dazu auch noch das Lernen und konzentrieren auf die Schule kommt, wirst du regelmäßig mit Situationen konfrontiert, in denen Stress aufkommt.

Ich würde dir raten, erst mit dir selbst klar zu kommen. Die Gesundheit geht vor. Wenn du diese Hürde bewältigt hast, kannst du dich allen Dingen widmen die dir Spaß machen.
Alles Gute :)

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Abitur & Schule, 33

Hi,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag. Ich habe mir das sehr aufmerksam durchgelesen und dann auch gleich mal ausgedruckt. Ich bin vor einiger Zeit auf ein ähnliches Thema durch einen Zufall durch ein Video aus einer Videothek gestossen, was mir schon sehr zu denken gab. Ich will das hier aber nicht weiter ausmalen, denn Du bist dagegen noch ein ziemlich harmloser Fall.

Ich bin aber kein Psychologe ! Vielleicht solltest Du das mit dem Abitur mal mit Deinem Therapeuten durchsprechen !

Ich will Dir hier nur mitteilen, dass Du üblicherweise ein Abendgymnasium nur nach einer Berufsausbildung oder nach mindestens zweijähriger Vollzeitberufstätigkeit (1 Jahr Arbeitslosigkeit zählt mit) besuchen kannst.

Vielleicht wäre auch ein Fernkurs genau das Richtige für dich, falls Du genügend Disziplin aufbringst ?

Ich wünsch Dir alles Gute und halt die Ohren steif !

Kommentar von Everklever ,

Ich will Dir hier nur mitteilen, dass Du üblicherweise ein Abendgymnasium nur nach einer Berufsausbildung oder nach mindestens zweijähriger Vollzeitberufstätigkeit (1 Jahr Arbeitslosigkeit zählt mit) besuchen kannst.

Genau das ist der springende Punkt, der den meisten, die sich hier - sicherlich in bester Absicht - einlassen, wohl nicht geläufig ist. Bei den Kollegs ist das übrigens genau so.

Kommentar von blueberry1995 ,

Hey danke,

eine Arbeitsbescheinigung von zwei Jahren habe ich nachzuweisen :) Der Direktor meinte, mein Vater solle mir eine ausstellen, da er eine Firma besitzt... Hat so geklappt. 

Antwort
von polarbaer64, 42

Nun, arbeiten gehen ändert ja auch nichts an deiner Erkrankung. Da rennst du dann womöglich mitten in der Arbeit raus, und je nachdem was du  machst, entsteht dadurch sogar eine Gefahrensituation. Du solltest zuerst deine Krankheit in den Griff bekommen, bevor du an Arbeiten denkst.

Bist du denn überhaupt volljährig? Denn Abendschulen sind nur für Erwachsene. Wenn ja, dann ist es sicher der bessere Weg, das Abi dort zu versuchen. Dort gehen ja auch Leute hin, die das Abitur wirklich wollen. In der normalen Schule sitzen Teenies, die teil keine Lust auf Schule haben und nur froh sind, wenn´s rum ist. Deswegen stänkern sie rum, manche pöbeln andere Jugendliche an... . Das bleibt dir an der Abendschule sicher erspart :o) .

Wenn du es nicht versuchst, weißt du nicht, ob du es schaffst.

Ich wünsch dir viel Glück dabei!

Kommentar von blueberry1995 ,

Hey,

theoretisch würde arbeiten gehen, aber eigentlich nur im Büro ohne Laufkundschaft. Tatsächlich habe ich auch Spaß an Bürotätigkeiten, jedoch kann ich nicht 8 h am Tag mit Kollegen im Büro sitzen. Jeder Tag wäre ne Qual, aber jeder Tag in die Schule wäre auch blöd. Zusammenreißen kann ich mich nicht mehr, das nimmt mir so viel Energie ab. Trotzdem danke für deine lieben Anregungen!! 

Antwort
von derMannohnePlan, 51

Was könnte denn schlimmstenfalls passieren wenn Du es versuchen würdest?

Kommentar von TheTrueSherlock ,

In der Regel ein guter Ansatz..
aber bei psychischen Problemen, naja. Durch einen erneuten Rückschlag, könnten sich die psychischen Probleme verstärken und verschlimmern. Dass man dann im Vorfeld schon grob abschätzen will, ob das passieren könnte, ist glaube ich, nur nachvollziehbar.

Kommentar von derMannohnePlan ,

Was gibt es an einer 1 Satz Frage auszusetzen?

Und was für ein Ansatz?

Hier handelt es sich um eine Angsstörung in Verbindung mit Depressionen.

Nicht um eine Schizophrenie oder Psychose.

Therapie bedeutet auch, in die Situationen herein zu gehen und nicht diese zu Hause abzusitzen.

Nur so ist Besserung und Überwindung der Erkrankung/Störung möglich.

Kommentar von blueberry1995 ,

Wenn ich 6 Wochen lang am Stück normal zur Schule gehen würde, wäre ich mir sicher, dass ich mich dran gewöhne und das packe. Die erste Zeit wäre schlimm, weil ich eventuell aus dem Raum rennen muss, nicht richtig atmen kann, zittern muss, ohnmächtig werde... Ich müsste wieder lernen, es mit Lehrern und Mitschülern auszuhalten, die einen kritisieren könnten oder nicht mögen... 

Kommentar von derMannohnePlan ,

Sorry, ich verstehe Dich nicht ganz?

Du zeichnest eine Antwort als hilfreichste Antwort aus, die Dich in der These bestätigt den Kopf in den Sand zu stecken und das Leben an Dir vorbei ziehen zu lassen.

Das es einfach ist, hat niemand behauptet.

Ich bin mir allerdings nicht im Klaren darüber ob Du wirklich verstehst, dass diese Störung (Ich nenne es bewusst nicht Krankheit), mit Dir und Deinem Denkprozess zu tun hat?

Du bist derjenige der diese Symptome erzeugt. Sie entstehen nicht aus heiterem Himmel.

Du solltest Dir klar darüber sein dass Du der Herr über Deinen Geist und Körper bist und nicht umgekehrt! 

Du bist der Pilot, der Das Flugzeug (Deinen Körper) steuert. Wohin die Reise letztendlich hingeht, liegt einzig und alleine an Dir!

Ich habe hier zu dem Thema bereits schon mal was geschrieben. Vielleicht kannst Du damit etwas anfangen?:

https://www.gutefrage.net/frage/panikattacken-mit-hyperventilation-aus-heiterem-...

Zumindest wünsche ich Dir, dass Du zu Dir findest.

Alles gute!

Kommentar von blueberry1995 ,

Ich verstehe was du meinst und an meinen Gedanken arbeite ich extrem. Jeden negativen Gedanken versuche ich in einen Positiven umzuwandeln, führe ein "positives Tagebuch", schreibe alles auf, was mir gelungen ist, was mir an mir gefällt, in was ich gut bin, was ich gut kann, ich mache Hypnose, meditiere, mache Sport, ernähre mich gesund, gehe zur Therapie, stelle mich den meisten Situationen Stück für Stück und trotzdem habe ich Momente, in denen alles aus heiterem Himmel wieder zurück kommt, in denen die Nervosität plötzlich unkontrollierbar ist, der Stresszustand so hoch ist, dass ich nur noch flüchten will und es unkontrolliert auch tue. Manchmal auch nur getriggert durch ein falsches Getränk oder Lebensmittel. Da hilft nicht einfach: Hab keine Angst, atme tief durch, das geht schon wieder vorbei. Nein, da dreht meine "Psyche" oben durch und da gilt es manchmal auch nur das zu akzeptieren, dass es jederzeit passieren kann... Manchmal ist es kontrollierbar und ich bin stolz drauf eine Attacke vorgebeugt zu habe, manchmal lasse ich es einfach zu, habe bewusst Angst und manchmal kommt es so über mich... Habe mir das durchgelesen. Du scheinst auch philosophisch interessiert zu sein. Danke für den Link! 

Kommentar von derMannohnePlan ,

Ok, ich kann Dich verstehen. Du solltest wissen dass es auch Medikamente gibt die sehr zuverlässig wirken.:

http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1001902/

Antwort
von kunibertwahllos, 31

Weniger dneken wie "Krank" man ist mehr in der Gegenwart leben und dann klappt das auch

Kommentar von scatha ,

Eine heroische Idee- habe ich schon ein paarmal gehört. Würde gerne wissen wie das funktioniert, wenn man in der Gegenwart versagt und sich nicht einmal mehr an Vergangenheit oder Zukunft festhalten kann.
Auf etwas fokussieren könnte ich schon, aber wenn mich die gegenwärtige Situation überfordert, was soll ich tun ?

Kommentar von kunibertwahllos ,

Hmm das kann ich dir nicht erklären ..
Die Einsicht musst du selbst bekommen
Einfach mal die aktuelle Lage aus einem anderen Blickwinkel sehen damit fängt das an

Kommentar von kunibertwahllos ,

Wer braucht schon Vergangenheit Zukunft , das jetzt sollte doch jetzt für dich zählen   Ja der Grad zwischen Genie und Wahnsinn ist fließend

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Wow sehr weise..
Ich denke, du bist bei dieser Frage der falsche Ratgeber. Wenn man psychische oder körperliche Probleme hat, dann kann man nicht einfach darüber hinweg sehen. Oder tust du einfach mal schnell ausblenden, wie dein linker Arm blutet? Nein, du würdest die Wunde verarzten und zum Arzt gehen. Genau so ist es bei psychischen Problemen auch.
Es beschäftigt dich ja im Hier und Jetzt und wenn es dir das Leben zur Hölle macht, dann kannst du das nicht einfach ausblenden.

Und die Anführungszeichen bei dem Wort "krank" zeigt mir schon, wie wenig ernst du die Frage nimmst.

Kommentar von kunibertwahllos ,

ok sherlock

Kommentar von blueberry1995 ,

Es wäre schön, wenn das so einfach gehen würde. Jedoch sind meine Symptome akut, egal ob im Bus, Zug, Einkaufszentrum oder unter fremden Leuten. Das zittern, das Herzklopfen, die Ohnmachtsgefühle kann ich nicht einfach so ausschalten, an denen muss ich Tag für Tag arbeiten. Schwer nachzuvollziehen, wenn man sich nicht in eine Panikstörung hineinversetzen kann. 

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