Frage von EsraAladas, 148

Mahnung wegen unentschuldigten Fehlens auf der Arbeit?

Hallo Leute, ich versuche es mal kurz zufassen:

Am Montag haben wir auf der Arbeit telefonisch Bescheid gegeben, dass wir mit dem Auto von der Türkei nach Deutschland im Griechenland im Stau festsitzen und nicht voran kommen können, und dass die Mama dadurch nicht auf die Arbeit kann. 

Am Montag Abend kam es noch zu einer Autopanne. Am Dienstag waren wir sehr gestresst, weil wir schauen müssten wie wir voran kommen. Uns hat ADAC bei der ganzen Angelegenheit unterstützt. 

Am Mittwoch haben wir auf der Arbeit Bescheid gegeben, dass wir ein Flugticket gefunden haben un  Mama am Donnerstag die Arbeit wieder aufnehmen kann. Donnerstag hat dann Mama auch wieder angefangen zu arbeiten. 

Sie bekam eine Mahnung, da sie unentschuldigt gefehlt hat. Wir haben schriftlich die Situation erklärt und auch eine Bestätigung wegen der Panne von ADAC vorgelegt, der von Montag bis Mittwoch deckt. Leider haben die das nicht akzeptiert. Nun steht das immer noch in der Arbeitsakte. 

Meine Mutter hat keinen Rechtsschutz. Hat momentan Geldmangel. Kann uns jemand vielleicht sagen, ob sich das lohnen wurde, zum Anwalt zu gehen? Bestehen Rechte von unsere Seite? Wurde mich auf hilfreiche Antworten freuen. 

Liebe Grüße Esra

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Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeitsrecht, 82

Kann uns jemand vielleicht sagen, ob sich das lohnen wurde, zum Anwalt zu gehen ?

Nein, es würde sich nicht lohnen.

Eine Abmahnung ist eine Aufforderung des AG an den AN sein Verhalten zu ändern. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Abmahnung kann der AG aussprechen, ich würde hier aber abraten, eine Gegendarstellung zu machen. Die bewirkt oft überhaupt nichts, außer dass man jetzt jederzeit nachlesen kann, dass die Abmahnung vom AG nicht unrechtmäßig war. Ob der AG jetzt kleinlich ist oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Wenn Deine Mutter jetzt so viele Jahre ohne Probleme beim AG gearbeitet hat, sollte sie die Abmahnung abhaken und sich auf ihren Job konzentrieren. In Zukunft solltet Ihr aber mit der Urlaubsplanung etwas vorsichtiger sein und nicht jede Minute bis zuletzt "ausnutzen" wollen. Wo das durch unvorhergesehene Vorfälle hinführen kann, habt Ihr ja jetzt gemerkt und wenn in der Abmahnung der Hinweis zu einer evtl. Kündigung im Wiederholungsfall steht, sollte man dem AG keinen Grund dazu liefern.

Expertenantwort
von Familiengerd, Community-Experte für Arbeitsrecht, 75

Die Abmahnung ist zwar gerechtfertigt, aber auch kein "Beinbruch".

Wenn ihr ständige Nachricht an den Arbeitgeber gegeben habt wegen der Verzögerungen bei der Heimreise und der dadurch bedingten verspäteten Arbeitsaufnahme, dann handelt es sich auch nicht um ein "unentschuldigtes Fehlen", wie in fast allen Antworten hier fälschlich behauptet.

Der Arbeitnehmer hat sicher zu stellen, dass er rechtzeitig zur Arbeit erscheint; nun gibt es bei einer solch langen Fahrt sehr viele Unwägbarkeiten (die aber trotzdem der Arbeitnehmer sich anzulasten hat), so dass man eine solche Fahrt eigentlich überhaupt nicht antreten könnte oder dürfte, wenn - wie in mancher Antwort verlangt - alle Hindernisse "eingeplant" und berücksichtigt werden müssen.

Deine Mutter kann zwar eine eigene Sicht der Situation, die zu der Abmahnung geführt hat, niederschreiben und zu ihrer Personalakte nehmen lassen, aber eine rechtliche Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber (der sich angesichts der geschilderten Geschehnisse doch sehr kleinlich zeigt) lohnt nicht.

Sie hat auch nichts zu befürchten, was eine Kündigung betrifft: da ist nicht ansatzweise ein Grund für gegeben.

Kommentar von atzef ,

Na ja, der Schluss scheint mir zu optimistisch zu sein. :-)

Die Wasserstandsmeldungen zwischendurch und die Pannenbescheinigung des ADAC lesen sich eher wie eine Dokumentation der vorsätzlich und geplant verspätet angetretenen Rückreise. :-) Arbeitsbeginn war am Montag. Am Montag aber sitzt man im Stau in Griechenland fest... Wann ist man da denn losgefahren...??? :-)

Kommentar von Familiengerd ,

wie eine Dokumentation der vorsätzlich und geplant verspätet angetretenen Rückreise

Sicher sieht es so aus, als wäre die Rückfahrt zu spät angetreten worden, aber das ist bloße Spekulation!

Eine Abmahnung ist ja auch gerechtfertigt (auch wenn es nicht um "unentschuldigtes" Fehlen geht), eine Kündigung wäre es aber keinesfalls!!

Antwort
von peterobm, 94

seid FROH dass nur eine Abmahnung gekommen ist, der Chef hätte auch wegen Arbeitsverweigerung die Fristlose Kündigung aussprechen können. Haltet den Ball flach. Was willst mit dem Anwalt? Spart das Geld

Kommentar von Familiengerd ,

der Chef hätte auch wegen Arbeitsverweigerung die Fristlose Kündigung aussprechen können.

Das ist völliger Unsinn!

Wo soll denn - nebenbei - hier eine Arbeitsverweigerung vorliegen, also die Weigerung, eine übertragene Arbeit auszuführen?!?!

Antwort
von PeterSchu, 40

Die Begründung "unentschuldigtes Fehlen" ist zwar falsch, denn sie hat ja Bescheid gegeben. Andererseits hat sie, wenn auch durch höhere Gewalt, ihre Arbeit versäumt. Damit muss der Betrieb ihr diese Zeit auch nicht bezahlen.

Es gehört zu den Arbeitspflichten, nach dem Urlaub rechtzeitig wieder zurück zu sein. Und bei einem Verstoß dagegen, sofern es sich nicht um absolut unvorhersehbare Umstände handelt, kann eben auch eine Abmahnung zur Folge haben. Gerade wenn es sich schon um mehrere Tage handelt, würde ich also gar nicht erst einen Anwalt bemühen. Es würde vermutlich nicht viel ändern.

Antwort
von Healzlolrofl, 105

Salem Esra,

Arbeitnehmer (in dem Falle deine Mama) muss dafür sorgen das sie rechtzeitig wieder bei der Arbeit erscheint. Ein Arbeitgeber ist nicht wirklich interessiert daran ob ihr eine Panne hattet oder nicht. Sie hat dadurch 3 Tage gefehlt und das passt natürlich keinem Arbeitgeber. Statt rechtliche Schritte zu verfolgen sollte sie sich entschuldigen und es dabei belassen. Eine Mahnung ist eine Mahnung, keine Kündigung. Es wird keine Folgen haben.

Viele Grüsse und gutes gelingen,
John

Antwort
von Baltion, 148

Nein das lohnt sich. Sie hat auf der Arbeit gefehlt. Dann hätte Sie früher losfahren/fliegen müssen. Sie muss dafür Urlaubstage nehmen. Das ist nicht Problem des Arbeitgebers das euer Auto nicht funktioniert. Mancher Chef mag das ja gut heißen. Aber im normal Fall ist das unentschuldigt Fehlen und damit ein Kündigungsgrund. Vielleicht kann Sie Fragen ob Sie das mit den Urlaubstagen ausgleichen darf.

Kommentar von PeterSchu ,

"Sie muss dafür Urlaubstage nehmen."

Nein, das geht nur mit ihrem Einverständnis. Der Betrieb kann keinen Zwangsurlaub verordnen, auch nicht als Strafe für Fehlzeiten.  Erholungsurlaub dient der Erholung. Der Betrieb muss aber für die Fehlzeiten keinen Lohn zahlen.

Antwort
von peterobm, 50

Am Montag haben wir auf der Arbeit telefonisch bescheid gegeben

da hätte Sie doch schon wieder Arbeiten müssen .... Also seid ihr zu spät losgefahren

Antwort
von Vyled, 60

Wenn Sie auf der Arbeit gefehlt hat, hat Sie gefehlt. 
Die Firma wo Sie arbeitet kann ja auch nichts dafür. Und wenn man Montag bescheid gibt, das man im Auto festhängt, aufm Rückweg, obwohl sie (vermute ich) Montag schon hätte Arbeiten müssen, dann zeigt das nicht gerade gute Planung und auch nicht Einsatz deiner Mutter, gegenüber der Firma.

Somit hat sich unentschuldigt gefehlt und die Firma kann dafür Abmahnen. Kommt das unentschuldigte Fehlen nochmal vor, ist Sie bei der 2. Abmahnung direkt gekündigt. (auch zu spät kommen, zählt schon als unentschuldigt fehlen, solange man sich nicht VORHER Krank meldet.)

Da wirst du nichts machen können. Eine Firma muss nicht Abmahnen, kann aber wenn man unentschuldigt einfach Fehlt. Und das war es im Grunde, auch wenn man bescheid gegeben hat, denn es war ja kein Krankheitsfall oder sonst was. Und wie gesagt, wenn ihr Montag bescheid sagt, sie aber schon hätte arbeiten müssen, dann seit ihr etwas spät losgefahren oder?

Antwort
von Sunnyday1981, 98

Als Arbeitnehmer hast du sicherzustellen das du pünktlich zur Arbeit kommst. Das steht auch so in dem Arbeitsvertrag. Deine Mutter hätte mit Stau etc rechnen müssen und die Rückfahrt dementsprechend planen müssen um sicher zu gehen das die wieder rechtzeitig zuhause ist.

Es ist ja nicht wie bei der Schule, wo du dir vom Busfahrer ne Bescheinigung geben lassen kannst das du wegen ihm zuspät kommst.

Dem Arbeitgeber geht damit Geld verloren wenn seine Mitarbeiter nicht auftauchen!

Wer ohne AU der Arbeit fernbleibt muss mit einer Abmahnung und bei wiederholung mit Kündigung rechnen.

Antwort
von spacibo, 102

je nach Größe hat eine Firma einen Betriebsrat; wenn deine Mutter wenig Geld hat, kann sie sich einen Beratungsschein beim Gericht holen. Wegen der Abmahnung ist es so, dass diese im Grunde nicht gerechtfertigt war, weil ihr bescheid gegeben habt. Einerseits ist es sehr wichtig, sich nichts gefallen zu lassen; andererseits muss klar sein, welchen Status deine Mutter denn in dieser Firma hat. Arbeitet sie schon länger in dieser Firma? Ich würde mich an eurer Stelle einerseits kostenlos (über einen Beratungsschein) von einem Anwalt beraten lassen; man sollte jedoch klug vorgehen. In einer Firma finden die immer etwas; aber so leicht ist das nicht, wenn deine Mutter von vielen Kolleginnen und Kollegen anerkannt wird:)

Kommentar von EsraAladas ,

Das ist eine sehr große Firma. Sie arbeitet seit 18 Jahre schon dört.  Bis jetzt war nie ein Fall, war alles bestens. 

Kommentar von spacibo ,

dann rate ich, dies zuerst mit dem Betriebsrat zu regeln, denn jede größere Firma hat so eine Abteilung.

Kommentar von Effigies ,

Wegen der Abmahnung ist es so, dass diese im Grunde nicht gerechtfertigt war, weil ihr bescheid gegeben habt.

Das ist komplett egal. Sie hat bei der Arbeit zu erscheinen und wenn sie ned da ist , interessiert das keinen ob sie mit Ansage fehlt oder nicht.

Kommentar von spacibo ,

es wurde entsprechend beuscheid gegeben; passieren kann immer etwas:)!

Kommentar von Familiengerd ,

@ Effigies:

Ganz so einfach ist es nicht!

Es kommt immer auch auf den Grund an; und eine Abmahnung wäre dann nicht gerechtfertigt, wenn der Arbeitnehmer einen solchen Grund nicht zu vertreten hat, er also ohne eigenes Verschulden verhindert war, was auf "Stau" und "Wagenpanne" allerdings nicht zutrifft.

Kommentar von peterobm ,

ist mir auch erst später aufgefallen, Sie standen am Montag im Stau und haben dies auch dem AG am Montag mitgeteilt; damit war die Rückreise definitiv zu spät. Sie hätte gar nicht zur Arbeit erscheinen können.

Antwort
von KleinToastchen, 90

Das würde sich nicht lohnen. Deine Mutter hat einen Arbeitsvertrag und ist verpflichtet ihren Teil (wie z. B. rechtzeitig bei der Arbeit zu erscheinen) zu erfüllen, egal was da sonst noch so los ist. Es wäre schön, wenn der Arbeitgeber ein wenig kulanter wäre, aber schlussendlich kann ihm durch so eine Situation ein Schaden entstehen, wesehalb die Abmahnung auch vollkommen in Ordnung ist. Was im Moment in diesen Ländern auf den Strassen los ist, ist ja absehbar, das hättet ihr alles einrechnen müssen.. 

Antwort
von Jewi14, 84

Auch wenn ich natürlich deine Situation verstehe, so ist es das alleinige Problem und das alleinige Risiko des Arbeitnehmers, wie er zu Arbeit kommt und vor allem auch pünktlich. Das Verhalten des Arbeitgebers ist also rechtlich OK, moralisch aber durchaus strittig.

Mein Vorschlag: Schreibe eine Gegendarstellung zur Abmahnung und bitte dem AG, diese in die Personalakte zu leben, das Recht habt ihr dazu.  Sollte es irgendwann doch mal zur Kündigung kommen, kann ein Anwalt versuchen, doch noch was gute daraus zu "drehen".

Kommentar von atzef ,

Was für eine "Gegendarstellung"? Die mutter hat ja schon praktisch ihr Eingeständnis eines Pflichtversäumnisses in Form dieser ADAC-"Entschuldigung" vorgelegt. :-)

Kommentar von Jewi14 ,

Eine Gegendarstellung legt deine Sicht der Dinge dar. Sprich du hast versucht, pünktlich zu sein, aber aufgrund technischer Probleme und kein Flug war es dir trotz Bemühungen nicht möglich, pünktlich auf der Arbeit zu sein.

Wenn es also mal zur Kündigung kommt, so kann diese Gegendarstellung darlegen, dass du schon damals die Angelegenheit anders gesehen hast.

Kommentar von EsraAladas ,

Ich hab bereits eine Gegendarstellung gemacht. Antwort von der Firma war, dass die Mama Montag und Mittwoch angerufen hat, aber sie hatte sich auch am Dienstag melden und Bescheid geben sollen.  

Antwort
von Biberchen, 82

es ist Sache des Arbeitnehmers pünktlich auf Arbeit zu erscheinen! Also Rechte habt ihr keine, natürlich wäre es schön wenn der Arbeitgeber etwas kulant wäre.

Kommentar von Vyled ,

Der Arbeitgeber ist doch kulant? 3 Tage einfach so gefehlt, ohne Krankschreibung oder so und nur eine Abmahnung ist doch total Kulant? Theoretisch hätte der schon Montag eine rausschicken können, Dienstag die zweite und sie wäre Arbeitslos.

Kommentar von Biberchen ,

man kennt die Mutter nicht, ich denke wenn sie auch ab und zu zu Überstunden bereit ist, dann kann ma ihr noch 3 Tage rückwirkend Urlaub gebeb und es wäre erledigt.

Antwort
von atzef, 79

Wann hätte deine Mutter denn normalerweise wieder ihre Arbeit antrete müssen?

Kommentar von EsraAladas ,

Am Montag,  hat es erstberatung am Donnerstag geschafft.

Kommentar von atzef ,

Dann hat sie keine Möglichkeit, gegen die Abmahnung juristisch vorzugehen und sollte in der nächsten Zeit immer pünktlich sein und sich keine weitere unentschuldigte Fehlzeit erlauben, weil sie ansonsten wohl fristlos entlassen würde.

Kommentar von Vyled ,

Wegen was will man dagegen vor gehen? 

Wenn sich der Arbeitnehmer erst Montag meldet und dann immer noch hunderte Kilometer entfernt ist, dann zeigt das für mich eher das jemand einfach länger Urlaub haben wollte. Man hätte ja früher losfahren können oder auch direkt mit dem Flieger fliegen.

Der Arbeitgeber hat richtig gehandelt. Ein Schein der ADAC das man eine Panne hatte zählt ja nicht. Das einzige was gezählt hätte, wäre ein Krankenschein. Nur weil man schlecht geplant hat (zu spät losgefahren) oder sonst was, dafür kann der Arbeitgeber auch nichts. Der muss ja schließlich auch weiterhin zahlen!

Kommentar von atzef ,

Ja, mein reden...

Kommentar von Familiengerd ,

@ atzef:

weil sie ansonsten wohl fristlos entlassen würde

Das ist unter den gegebenen Voraussetzungen wohl kaum anzunehmen!!

Kommentar von atzef ,

Ja, aber von denen habe ich doch nicht gesprochen, sondern von weiterem unentschuldigtem Fehlen?!

Antwort
von lohne, 85

Ihr habt viel Pech auf der Reise gehabt. Das der Arbeitgeber kein Verständnis zeigt ist nun die Schwierigkeit. Hat der Betrieb einen Betriebsrat? An den sollte sie sich mit den Unterlagen wenden. Aber wenn nicht, ein Anwalt in dieser Sache kostet sehr wenig.

Kommentar von peterobm ,

der AG hat Verständniss, deswegen auch NUR die Abmahnung.

Kommentar von Familiengerd ,

Zu mehr als NUR einer Abmahnung wäre der Arbeitgeber auch nicht berechtigt!

Kommentar von SiViHa72 ,

Der AG hat schon Verständnis, denn sonst wäre es mehr als eine Abmahnung. Er ermahnt sie,d emnächst korrekt zu sein. Wenn sie das nun immer ist in der Hinsicht, ist alles okay.

Und Erstgespräch beim Anwalt kostet so ca 200€ netto.A Alles weitere mehr. Und es ist rausgeworfenes Geld, denn die abmahnnung erfolgte zu recht.

Kommentar von Familiengerd ,

Der AG hat schon Verständnis, denn sonst wäre es mehr als eine Abmahnung.

Mit "Verständnis" hat das nichts zu tun, denn auch mit "Unverständnis" wäre er unter den gegebenen Voraussetzungen zu mehr als einer Abmahnung nicht berechtigt gewesen, also nicht zu einer Kündigung - von einer fristlosen Kündigung, wie von peterobm behauptet, ganz zu schweigen!

Kommentar von Vyled ,

Kein Verständnis? Der Arbeitgeber wollte eventuell mit Ihr Planen, hatte aufgaben bei Kunden oder sonst was, die nicht eingehalten werden konnten. Außerdem hatte er trotzdem weiterhin die kosten. 
Es ist ja was anderes, Krank zu sein, oder sich Montags zu melden, wo man eh noch viel zu weit weg ist. Man hätte sich wohl früher auf die Rückreise machen sollen.

Eine Abmahnung ist außerdem nur eine "Mahnung". Das heißt, Sie wird daran erinnert, bitte Pünktlich zu sein.

Kommentar von lohne ,

Stimmt.

Kommentar von Familiengerd ,

Es ist ja was anderes, Krank zu sein

Im Effekt kommt es auf das Gleiche hinaus!

Antwort
von SiViHa72, 35

Nein, es lohnt sich nicht. deine Ma hat leider unentschuldigt gefehlt. Daher hat sie die Abmahnung, die in ihren Akten verbleibt.

Die Sache ist die: wenn so was nicht nochmal vorkommt, ist es egal.

Sie ist nur ermahnt worden.

Es wird nur zu8m Problem, wenn sie genau deswegen nochmal auffällt.

Antwort
von Kandahar, 55

Was sollte der Anwalt da machen? Sie hat nun mal auf der Arbeit gefehlt. Das sie auf dem Rückweg vom Urlaub im Stau stand und eine Panne hatte, interessiert den Arbeitgeber nicht. Sie hat pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und so rechtzeitig los zu fahren, das sie das schafft. Tut sie das nicht, ist eine Abmahnung gerechtfertigt.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 42

Wenn  in dem Betrieb ein Betriebratsrat besteht,soll deine Mama sich an ein Betriebsratsmitglied ihres Vertraens wenden,und die Angelegenheit mit dem besprechen.

Antwort
von Entdeckung, 24

Guck mal, da kannst du dich darüber informieren, was arbeitsrechtlich versierte Fachleute dazu sagen:

http://www.abmahnung.org/unentschuldigtes-fehlen/

Antwort
von Effigies, 29

Wenn das Auto kaputt geht oder man im Stau steht ist man da allgemein selber schuld, muß man halt früher los.

Eine Ausnahme ist nur "höhere Gewalt", wenn es also zu gravierenden Behinderungen auf Grund unvorhersehbarer Hindernisse kommt. Politische Verwerfungen, Terror oder Unwetter. z.b. die Leute die in Ägypten fest saßen weil alle Flüge wegen Terrorgefahr abgesagt wurden. In dem Fall muß die Firma ihr unbezahlten Urlaub geben. Man kann sie da nicht abmahnen aber der Einkommensverlust geht auch da auf ihr eigenes Risiko.

In eurem Fall wird aber nicht mal das etwas bringen, weil man schon seit Monaten weis, daß es zwischen Syrien und Deutschland zu Staus kommen kann. Wenn man da mal ein paar Tage in Griechenland hängt, hätte man auch damit rechnen müssen.

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