Frage von SSS333, 36

Macht jmd auch gerade einen Opiat/Opiod Entzug durch - Hilfe/psychische Unterstüzung wär wunderbar :)?

Hallo ich bin 24 Jahre alt und habe 4 Jahre lang Tramal genommen. Jetzt bin ich bei einer Woche ohne, aber ich habe nach dem 3ten Tag des kalten Entzugs wie so ein Vollidiot angefangen mich mit allem zu berauschen ,was in der Wohnung zu finden war ( Tilidin - das ist gestern alle gegangen [ wie wirkt sich sowas auf den entzug aus ? ] , Wodka, Ibogain ( was eig. entzugssymptome lindern soll, bei mir hat die doppelte empfohlene dosis kaum was bewirkt ,außer dass meine nasenschleimhäute für ein paar stunden zugeschwollen waren und schwindel. Nichts psychedellisches o.so x( Kaffee, Schüßlersalze, baldriantabletten und essen nja ich esse total viel und habe dennoch die ganze zeit hunger ? Ich bin nicht übergewichtigt und das soll auch so bleiben- ist dieser hunger ( definitiv KEIN appetit/essenslust) normal ?

Wem geht es zur Zeit ähnlich ?

Am meisten stört mich das schwitzen,der fehlende schlaf ( was aber eher an den bereichernden Moslems liegt,die seit paar wochen so gut wie jeden morgen auf unserem Marktplatz durch ein dröhnendes Mikrofon beten ) , "faul"/lethargisch sein und die langsamkeit meiner gedanken :c

Ich würde mich über antworten freuen :}<3

Antwort
von VegasEditing, 9

Hier wirst du wohl kaum jemanden finden der zur Zeit ähnliches durchlebt. 
Falls du gerne anderen von deinem Entzug berichten willst und von denen Feedback, Tipps usw. bekommen möchtest empfehle ich dir das Forum von eve-rave (http://eve-rave.ch/Forum/)
Dort gibt es sehr viele die ähnliches wie du durchlebt haben und sich mit vielen Substanzen sowie den Entzügen davon auskennen und dir sicherlich weiterhelfen können. Viele von den Usern dort sind auch sehr freundlich und stehen immer gerne mit Rat zur Seite. Leider gibts wie überall auch schwarze Schafe, aber lass dich von denen nicht einschüchtern ;)

Dort kannst du ja auch erstmal in der Suche nach Entzugsberichten gucken, um zu sehen wie sowas aufgebaut ist, bevor du dich selber dran wagst.

Nach 4 Jahren Konsum ist eine Woche ohne schon echt super! Bleib dran und kämpfe weiter. Du hast schon ein großen Schritt geschafft aber es liegt auch noch einiges vor dir. Davon solltest du dich aber nicht einschüchtern lassen. Ich kenne viele die erfolgreiche Entzüge durchhaben und jetzt deutlich glücklicher leben, ich denke auch du schaffst das!
Benzos würde ich auf jeden Fall weglassen, ich weiß, dass die leider wirklich gut helfen, aber eine Suchtverlagerung auf Benzos ist denk ich das letzte was du willst, denn ein Benzoentzug kann um einiges schlimmer werden, als das, was du gerade durchlebst.

Viel Glück und Kraft weiterhin, ich drück dir die Daumen, dass du es schaffen wirst!

Antwort
von Aliysa, 23

Ich habe leider keine Ahnung was ein Opiat ist, aber egal welche art von entzug, Sport ist die lösung!!
Du solltestt wenìger zeit in der Wohnung verbringen, weil das einfach nur Langeweile auslöst und man sich zu viele Gedanken macht.
Sportkleidung an und ab an die frische luft, ob bei regen oder sonne, so bekommst du den kopf frei und kannst mit Sicherheit besser schlafen. Nach dem sport noch ein heißes bad :)

Kommentar von SSS333 ,

LOL danke für die antwort aber während so eines entzuges fühlt sich sport wie die größte qual an x(
Jede bewegung ist gleichzeitig zu warm und zu kalt und das unter einer eig. konstanten schweißschicht. Und "ab an die frische Luft" hört sich zwar wie ein universeller super-tipp an aber wenn mich jmd in diesem Zustand sieht,wissen alle ,dass ich ein suchtproblem habe.
Und so sozial und verständnissvoll manche auch sind- sobald man einmal jmd mit so etwas verbindet, bleibt das sehr lange ein vorurteil 

Kommentar von Trogon ,

Sport ist eine sehr gute Sache NACH körperlichen Entzug. Dazu sollte man sich unbedingt aufraffen. Den inneren Schweinehund überwinden , aber während des körperlichen Entzugs....... LOL, sorry ist ein seriöses, verdammt seriöses Thema, habe mich aber göttlich über diesen Vorschlag amüsiert.

Wenn es nach ein paar Tagen aufwärtsgeht kann bzw sollte man sich vllt zu kleineren Spaziergängen aufraffen.

Kommentar von Aliysa ,

Haha ich weiß nicht einmal was das da ist, was du da so zu dir genommen hast, aber wenn sport so schlimm ist, dann vielleicht doch lieber einfach ertragen :/ Leider ist es bei vielen noch ein Tabu-Thema, aber es ist nunmal ein Thema was uns betrifft und was auch immer Aktuell sein wird... trotzdem verständlich das du nicht möchtest das dich jemand in diesem zustand sieht...

Kommentar von SSS333 ,

danke :) ich wünsche niemandem so eine erfahrung zu machen, aber es fühlt sich an wie 39 Grad fieber - nur stärker/qualvoller x(
Es ist tatsächlich ein Tabu-Thema und ich kann mich nur glücklich schätzen, dass UNbetroffene wie du so tolerant da rangehen. 
Dieses "Thema"/ sucht ist und bleibt ein zeichen von schwäche statt natürlich reaktion auf bestimmte situationen. 
So gut wie JEDER ist von etwas süchtig, was auch kein wunder ist, immerhin leben die menschen immer isolierter/menschenunwürdiger und sobald etwas (meist schädliches/süchtigmachendes ) ihren weg kreuzt, was diese situation erträglich macht wird es genommen.
Aber leider ist selbst in "vorbildlich" entwickelten ländern die grundverständniss von (drogen/medikamenten- ) sucht nicht förderlich für eine besserung der situation :c

Kommentar von john201050 ,

das du keine ahnung hast, was ein opiat ist merkt man.

bei einem ordentlichen opiatentzug ist sport einfach nicht drin. da fühlt sich selbst liegen unerträglich an. aber auch sitzen oder gar stehen sind eine qual. alles tut weh, bewegungen sowieso. dazu ist man dauernd am schwitzen. ganz ohne sport schon-

Antwort
von Trogon, 23

Im Internet gibt es unglaubliche viele Foren, die gerade über den Entzug von  Tramal und anderen ähnlichen Medikamenten, tillidin , stärkere opiate, Morphin, Oxycodon äußerst umfangreich informieren.

Weiß ich von einem Freund, gerade über den Entzug von nicht BTM Opiaten wirst du endlose Infos bekommen.

In ein paar Tagen hast du das schlimmste überstanden aber lass Vodka , Benzos etc weg.

Schwierig ist die Zeit danach weil du wohl sehr, sehr oft Verlangen nach Tramadol haben wirst. Gerade bei Tramadol ist eine Depression möglich.

Aber lies selber nach, das wird dich von der momentanen Situation ablenken und es geht allen opiatabhängigen beim kalten Entzug ähnlich, nur  bei hochpotenten  Opiaten sind die von Dir geschilderten Entzugserscheinungen wesentlich stärker. Aber selbst bei heroin ist das schlimmste nach 10 Tagen im allgemeinen vorbei.

Die problematische Zeit kommt danach, wenn die körperlichen Probleme vorbei sind.

Wie bist du an Ibogain gekommen. Wird nur in ein paar Kliniken für Hard Core heroin süchtige verwendet ?

Antwort
von john201050, 8

im land-der-träume.de gibts diverse opioid-entzug-threads.

da würde ich mal vorbei schauen. denn dort hängen viele leute mit persönlicher erfahrung rum. und nicht hauptsächlich dummschwätzer und moralapostel wie hier.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten