Frage von TLKhooveR, 169

Lokführer trotz Epilepsie?

Ich hatte gestern meine medizinische Untersuchung bei der Ias in München. Die Untersuchung verlief einwandfrei, hatte überall 100%. Aber wie im Titel schon erwähnt hatte ich Epilepsie im Alter von 12-14 Jahren. Ich bin mir nicht sicher wann genau. Rolandos-Epilepsie oder so hieß sie. Auf jeden Fall verschwindet sie von selbst und hinterlässt keine Spuren. Also harmlos und es wurde auch nachgewiesen das sie weg ist. Jedoch bereitet mir jetzt sorgen dass es vllt keine 5 Jahre her ist. Denn laut der Ärztin gilt man Anfallsfrei wenn man 5 Jahre keinen mehr hatte. Gibt es da Ausnahmen? Denn ich beende dieses Jahr die 10 Klasse und möchte unbedingt diesen Beruf erlernen.

Für jegliche Hilfe, Ratschläge usw bin ich sehr dankbar!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Negreira, 115

Wenn es eine bestimmte Form von Epi ist, die im Erwachsenenalter nicht mehr auftreten KANN, dann ist doch alles geregelt, oder?
Andererseits wäre mir ehrlich gesagt mulmig dabei. Ich habe selber Ohnmachtsanfälle, krampfe also nicht, man ist nicht einig, was genau die Ursache dafür ist, und so steht in Befunden immer Epilepsie. Ich nehme Medikamente, wodurch sich die Anfallshäufigkeit stark reduziert hat. Aber stell Dir doch mal vor, Du bist in einem Zug, hast die Verantwortung für 300 Reisende und fällst um. Könntest Du mit den Folgen leben? Beim letzten Zugunglück war auch menschliches Versagen der Auslöser.

Zwischen dem Beruf des Lokführers und McDoof gibt es noch ein paar andere interessante Dinge, also denk mal darüber nach.

Kommentar von TLKhooveR ,

Sie tritt halt während der Pubertät auf und aus der bin ich mittlerweile schon raus. Sie ist komplett harmlos, musste auch keine Medikamente nehmen. Und wenn hatte ich nur Anfälle aus dem Schlaf heraus. Genau wegen der Verantwortung möchte ich diesen Job machen. Ich mach das gerne, bin ältester Sohn und habe 7 kleine Schwestern ich weiß was das bedeutet:D

Das ist wohl einfach eine feste Richtlinie an die sich die Ärzte halten müssen. Wurde heute auch zum Eignungstest eingeladen. Ich hoffe es geht trz alles gut.

Kommentar von Negreira ,

Ich halte Dir alle Daumen!

Wenn jemand heutzutage z. B. vom Arzt gesagt bekommt, er dürfe nicht autofahren, gilt das, glaube ich, auch erst mal für ein halbes Jahr. Ist dies anfallsfrei, kann man auch wieder hinters Steuer, sofern man nicht den Führerschein entzogen bekommen hat und das Ganze auf freiwilliger Basis passiert. Im Grunde ist man ja eine tickende Zeitbombe. Ich war die Autofahrerin vor dem Herrn, nicht mehr fahren zu sollen ist für mich das Schlimmste. Inzwischen habe ich kein Auto mehr, gewöhnen kann ich mich daran nicht, aber mir ist es eben zu riskant.

Die Ärzte wollen sich absichern und Deine evtl. Arbeitgeber auch. Aber nichts ist im Leben ohne Risiko. Viel Glück.

Kommentar von TLKhooveR ,

Glück werde ich brauchen danke!:)

Bei meinem Führerschein hatte ich keine Probleme, würde noch nicht mal drauf aufmerksam gemacht. Vielleicht ist das alles ja wirklich harmlos. 

Hab heute den neurologischen Befund hingefaxt. War damals in der Kinderklinik und es wurde rein gar nichts gefunden. Sobald ich eine Antwort bekomme melde ich mich nochmal :)

Kommentar von Negreira ,

Gerne, es würde mich wirklich interessieren, was man dazu sagt.LG

Kommentar von TLKhooveR ,

So, laut der Chefärztin ist das eine genaue Richtlinie die eingehalten werden muss. Ich habe übrigens sogar alle Tests überstanden, außer den medizinischen. Naja habe ne E-Mail bekommen in der Stand das ich mich nächstes Jahr bewerben solle und angeben sollte wie erfolgreich ich war. Außerdem sollte ich den Namen des Ausbilders erwähnen, er habe sich sehr gefreut so jemanden wie mich gefunden zu haben :)

Kommentar von Negreira ,

Na, dann gratuliere ich Dir und wünsche Dir viel Glück bei deinem Wunschjob! Alles Gute!

Antwort
von FlorianBln96, 112

Das wird für dich ziemlich schwer werden, denn du trägst als Lokführer eine sehr hohe Verantwortung und im Personenverkehr noch viel mehr, da muss man komplett Gesund sein. Aber du solltest es probieren, nichts ist ausgeschlossen.

Kommentar von TLKhooveR ,

Die Ärztin meine sowas kommt oft vor und bin dann sozusagen beschränkt tauglich. Würde aber trz genommen werden. Gesund bin ich ja jz...Nur halt vor 5 Jahren nicht :)

Antwort
von lohne, 120

Nein, da gibt es leider keine Ausnahmen. Die 5 Jahresfrist ist festgeschrieben (aus Sicherheitsgründen). Wenn du innerhalb der letzten 5 Jahre einen Anfall gehabt hast kann das eindeutig festgestellt werden..

Kommentar von Negreira ,

Da bist Du aber auf dem Holweg? Wie sollte man das feststellen? Es steht doch nicht immer ein Arzt neben Dir, und Du kommst auch nicht jedesmal ins Krankenhaus.

Kommentar von lohne ,

Du befindest dich auf dem Holzweg! Das lässt sich genau! feststellen (leider oder Gott sei Dank).

Antwort
von loema, 73

http://www.epilepsie-arbeit.de/nea-informiert.html

Frag da doch mal nach.

Antwort
von Mignon2, 110

Ausnahmen wird es vermutlich gerade im Bereich der öffentlichen Personenbeförderung nicht geben. Immerhin werden dir viele Menschenleben anvertraut. Rufe doch anonym bei den Verkehrsbetrieben an und erkundige dich.

Viel Glück und Erfolg bei der Bewerbung! :-)

Kommentar von TLKhooveR ,

Wäre keine schlechte Idee, jedoch entscheidet der Arzt ob ich Tauglich bin. Diese Epilepsie tritt nur im Kindesalter auf, während der Pubertät. Deshalb ist es ja gar nicht möglich das ich sie noch besitze. Ich hab nur Angst davor im McDonalds zu enden nur damit ich den Beruf doch noch machen kann :/

Kommentar von Mignon2 ,

Der Arzt muß sich an Vorgaben halten. Wenn es also Ausnahmen gibt, kann er die nicht einfach ignorieren. Außerdem weißt du dann, woran du bist und könntest dich im Ablehnungsfall darauf darauf berufen.

Kommentar von TLKhooveR ,

Vorstellungsgespräch usw habe ich alles hinter mir, wäre diese Sache nicht würde mich die DB nehmen. Ich hab mal was mit 3 Jahren gelesen, wenn die Anfälle aus dem Schlaf entstehen. Genau verstanden hab ich das aber nicht:D

Kommentar von Mignon2 ,

Ich habe leider gar keine medizinischen Kenntnisse. Aber der Arzt müßte sich eigentlich auskennen.

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