Frage von FlorianBln96, 357

L-Thyroxin Henning Nebenwirkungen nach einem Monat?

Hallo Liebe Comunity,

ich gehe morgen zum Arzt aber ........ zu meiner Geschichte:

Ich (19) war morgen vor 4 Wochen in der Nuklearmedizin und meine Schilddrüsenunterfunktion ist sehr ausgeprägt ( THS- Wert bei 65,2 viel zu hoch ) habe längere Zeit unregelmäßig L Thyroxin 75mg genommen und die Dosis wurde vor 4 Wochen auf 125 mg L-Thyroxin erhöht.

Ich habe seit gestern starkes Unwohlsein, Engegefühl und Brustschmerzen in der linken Seite. Alle Symptome die ich hier nenne sind auf dem Beipackzettel angegeben als Nebenwirkungen.

Kann es sein das ich nach 4 Wochen Einahme erst jetzt Nebenwirkungen verspüre?? Bitte um hilfreiche Antworten und vielleicht Leute die ähnliche oder sogar die selben Erfahrungen gemacht haben.

Danke und Liebe Grüße.

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Antwort
von Catlyn, 283

Hallo,

die unregelmäßige Einnahme des Schilddrüsenhormones ist absolut kontraproduktiv. Aber am schlimmsten ist, dass der Arzt das Schilddrüsenhormon um eine derart hohe Dosis erhöht hat, dass das den stärksten Menschen aus der Bahn wirft. Mit einer solchen Erhöhung des Hormones kann man die Nebennieren schädigen.

Schilddrüsenhormone müssen immer langsam erhöht werden und die alleinige Bestimmung des TSH-Wertes ist nicht ausreichend.

Wurde bei Dir die Ursache der Unterfunktion untersucht?

Ich rate Dir DRINGEND, einen Endokrinologen aufzusuchen, oder wenn der jetzige Arzt einer ist, den Arzt zu wechseln. Dieser Arzt hat keine Ahnung von einer Schilddrüseneinstellung.

Dir alles Gute.

VlG

Catlyn

Kommentar von FlorianBln96 ,

Ich glaube nach der Ursache hat man nie geschaut. Ich war beim Blutabnehmen vor einigen Jahren und man hat gesehen das die Schilddrüsenwerte nicht gut waren, dann zur Nuklearmedizin überwiesen worden, Ultraschall usw. dann auf 25mg später auf 50. Dann kam der Pubertierende Leichtsinn dazu und habe immer wieder vergessen die Tabletten einzunhemen so für ca ein halbes Jahr , nach einer Zeit wurde dann die Dosis auf 75mg erhöht. Dann habe ich es wieder und wieder vergessen, dann regelmäßig genommen, vor 5 Wochen dann einen THS Wert von über 65 dann wurde die Dosis halt auf 125mg erhöht.

Kommentar von Catlyn ,

Du solltest auf jeden Fall so schnell wie möglich einen Endokrinologen aufsuchen. Gleichgültig, wie hoch der TSH-Wert ist, Schilddrüsenhormone müssen immer langsam gesteigert werden! Wegen der viel zu hohen Steigerung hast Du nun die Probleme. 

Ein Endokrinologe wird einen kompletten Schilddrüsen-Check machen mit der Bestimmung der Blutwerte TSH, fT4, fT3 sowie der Antikörperwerte TPO-AK, TG-AK, TR-AK sowie einem Ultraschall, bei dem man sich die Gewebestruktur und die Größe der Schilddrüse anschaut.

Ganz wichtig ist dann aber auch, dass Du zukünftig die Schilddrüsentabletten regelmäßig mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück einnimmst. Das fällt leicht, wenn man sie sich abends schon aufs Nachttischchen legt und etwas zu Trinken bereitstellt.

Viele Grüße

Catlyn

Antwort
von Moba1, 228

Ich rate Ihnen zum Arzt oder ins Krankenhaus zu gehen und sich anschauen zu lassen oder gegebenenfalls auch einen Spezialisten oder Facharzt aufzusuchen. Ich bin denke ich selber von der Thematik betroffen. Was mir sehr geholfen hat war Lugol'sche Lösung. Plötzlich fühlte ich mich entspannter, nervlich belastbarer etc. Es gibt scheinbar einen Unterschied zwischen dem Natriumjodat im Speisesalz und dem Kaliumjodid in der Lugolsch'en Lösung was die Wirkung auf die Schilddrüse angeht so las ich und so nehme ich auch an. Meine Annahme ist, dass wenn die Schilddrüse besser oder gut verträgliches Jod aufnimmt sie dann kein schlechter verträgliches, möglicherweise und  vermutlicherweise "schlechtes" Jod aufnimmt. Mir und meinem Vater hat es sehr geholfen. Die positive Wirkung trat binnen ein, zwei Tagen ein und war sofort spürbar. (Mein Vater litt vermutlich Schilddrüsenbedingt an Nervosität, auch er war dann viel entspannter). Auch sollten Sie auf Speisesalzhaltiges verzichten, da es in D und Ö mit Natriumjodat angereichert wird.

Antwort
von Kamue, 211

Auf jeden Fall den Arzt wechseln. Und dann darauf bestehen, dass der Ursache auf den Grund gegangen wird. 
Dosiserhöhungen in solch hohen Schritten, kann schon mal für starke Beschwerden sorgen. Darauf hätte der Arzt dich hinweisen müssen.

Antwort
von oxBellaox, 143

mit dem Einschleichen bzw. langsam erhöhen wurde ja schon geschrieben.

Mein Nuklearmediziner geht davon aus, dass sich die Werte letztgültig erst nach ca. 3-4 Monaten eingependelt haben.

Ich habe trotzdem eigenmächtig erhöht, weil ich permanent müde war und starke Muskel-/Glieder und Gelenkschmerzen hatte. Aber von 75 auf 93,75 - also eine viertel Tablette mehr. Unwohlsein hatte ich auch und bei Anstrengung Engegefühl und Brustschmerzen in der linken Seite - aber nur ganz leicht. Ich tippe mal, das ist zuviel genau wie bei dir. In den einschlägigen Foren dosieren sie in 6-er-Schritten auf.

Vielleicht magst du ja mal stöbern ...

http://www.sd-autoimmun.de/forum/search.php?searchid=6241296

Antwort
von Akka2323, 140

Ich nehme seit Jahren L-Thyroxin 100, habe den Beipackzettel nicht gelesen und auch keine Nebenwirkungen gespürt.

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