Frage von Mrsvdv, 103

Kardiologe meinte mein ekg wäre unauffällig aber im Bericht steht "synusrhythmus, unspezifische Erregungsrückbildungsstörung"?

Ja im Bericht für den Hausarzt steht "synusrhythmus, unspezifische Erregungsrückbildungsstörung" Was soll das heißen ? Ich dachte mein kurzzeit ekg wäre in Ordnung :(

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Mrsvdv,

Schau mal bitte hier:
Gesundheit Arzt

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 67

Ein Sinusrhythmus ist ein ganz normaler Herzrhythmus, den jeder Mensch benötigt, um leben zu können.

Eine unspezifische Erregungsrückbildungsstörung haben sehr viele Menschen, ohne es wirklich zu wissen. Sie kann mal auftreten, wenn die Elektrolyte im Blut nicht ganz ausgewogen sind oder ein Sauerstoffmangel im Blut vorliegt. Sie hat aber nichts mit einer Erkrankung des Herzens direkt zu tun, so dass es völlig richtig ist, als der Arzt sagte, dass das EKG an sich unauffällig ist.

Ich denke auch mal, dass diese Veränderung bei Dir so gering ist, dass sie Dich deshalb nicht beunruhigen wollten. Meistens verschwinden solche unspezifischen Erregungsrückbildungsstörungen ganz von alleine wieder.

Du solltest Dich in der nächsten Zeit und natürlich auch generell gesund und ausgewogen ernähren. Iss viel rohes Gemüse, Obst, Salat und Vollkornprodukte und trinke reichlich Wasser. Dann sollten sich Deine Elektrolyte im Blut wieder normalisieren und auch das EKG wird dann keine Veränderungen mehr zeigen.

Wenn Du ganz genau wissen möchtest, was da bei Dir nicht in Ordnung ist, solltest Du Deinen behandelnden Arzt nochmal darauf ansprechen. Er wird Dir genau erklären können, was genau da bei Dir nicht so ist, wie es standardmäßig sein sollte.

Alles Gute

Antwort
von toomuchtrouble, 60

http://rettungsdienstschule-dk.de/Ekg-Diagnostik/Erregungsrueckbildungsstoerunge...

Zitat:

Obwohl es sich bei der ST-Strecke keineswegs um eine Erregungsrückbildungsstrecke handelt, sondern um die Zeit, in der die Kammern total er­regt sind, werden ST-Veränderungen zusammen mit denen der T-Wellen vereinfachend als „Erregungsrückbildungsstörung" bezeichnet.

Nicht jede ST-T-Veränderung ist Ausdruck einer Herzerkrankung. Man muss sich davor hüten, von einer ST-T-Änderung eine klinische Diagnose abzu­leiten: man darf überhaupt das EKG nicht überbewerten und es stets nur als einen Baustein einer Diagnose auffassen. Die EKG-Beurteilung sollte darum zurückhaltend und exakt beschreibend gehalten werden



Alles weitere ist Mutmaßung... Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass hier jemand Deinen Arztbrief seriös beurteilen kann. Ruf den Kardiologen an und lass Dir den Befund erklären, möglicherweise ist auch Dein Hausarzt kompetent genug.

Antwort
von Panazee, 48

"Wenn ein Arzt bei einem nichts ungewöhnliches findet, dann ist man nur nicht ausreichend gründlich untersucht worden." ;-)

Es ist so, dass die da obere und untere Grenzwerte haben. Alles was darüber oder darunter liegt wird als "Störung" bezeichnet. Jetzt sind wir aber keine Maschinen, die aus einer Produktionsstraße kommen und wo alle absolut identisch sind. Fast jeder hat irgendwelche Werte, die nicht innerhalb dieser Grenzen liegen. Liegen sie nur unwesentlich über oder unter diesen Grenzen, so ist das in der Regel unproblematisch.

Eine Erregungsstörung bezeichnet eine leicht verzögerte Reaktion des Herzmuskels. Das muss nicht viel bedeuten. Wenn dein Arzt sagt, dass das EKG unauffällig ist, dann würde ich ihm das einfach mal glauben.

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