Frage von SmileyLala 10.10.2010

Kann man wegen L-Thyroxin (Schilddrüsenhormon) Diabetes bekommen?

  • Hilfreichste Antwort von Franticek 10.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ganz bestimmt nicht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, es gibt keinerlei Wechselwirkungen.

  • Antwort von Vivi2010 10.10.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    das sind die Nebenwirkungen von L-Thyroxin:

    Vereinzelte Nebenwirkungen (besonders bei hoher Dosierung): Überempfindlichkeitsreakionen; Herzrhythmusstörungen; Angina Pectoris; Schlaflosigkeit; Heißhunger; Bluthochdruck; Haarausfall; Schwitzen.

    Besonderes: Nebenwirkungen sind in aller Regel nicht zu erwarten. Wird Levothyroxin in zu hoher Dosis (Überdosierung) verabreicht, treten die typischen Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion auf. Insbesondere werden in diesen Fällen Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Durchfall und Herzschmerzen boebachtet. Nach Dosisverringerung oder Absetzen des Medikaments verschwinden die genannten Nebenwirkungen vollständig.

    http://medikamente.onmeda.de/Medikament/L-Thyroxin+Henning+25|-50|-75|-100|125|-150|-175|-200/med_nebenwirkungen-medikament-10.html

    von Diabetes in diesem Zusammenhang hab' ich noch nie etwas gehört, Diabetes kann in diesem Zusammenhang durch die Gewichtszunahme der Schilddrüsenerkrankung entstehen

  • Antwort von Lissa 17.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn man schon eine Autoimmunerkrankung (Hashimoto) hat, ist die Chance, eine zweite zu bekommen höher, als wenn man ganz gesund ist.

  • Antwort von Catlyn 10.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es gibt eine Wechselwirkung zwischen Schilddrüsenhormonen und einem vorhanden Diabetes. Normalerweise löst jedoch Thyroxin (=T4)alleine keinen Diabetes aus. Jedoch kann eine zu hohe Dosierung des aktiven Schilddrüsenhormones T3 (z. B. Thybon), das Du bisher aber nicht einnimmst, einen Diabetes auslösen.

    Sollte bereits ein Diabetes vorliegen, muss peinlich genau auf die Thyroxin-Dosierung geachtet werden, da der Zuckerhaushalt bei zu hoher Dosierung, aber auch bei zu niedriger Dosierung eskalieren kann.

    Am besten ist, wenn Du dazu noch einmal googelst oder gleich im Forum http://www.ht-mb.de/forum/ nach entsprechenden Beiträgen suchst, die dort schon vorhaden sind.

    Viele Grüße Catlyn

  • Antwort von Lairfey 10.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    ich nehme das gleiche Medikament und habe nichts derartiges gehört und hoffe auch das es nur ein "gerücht" ist :-)

  • Antwort von Frau12345 24.07.2011

    Dein Hormonstoffwechsel ist ein sehr komplexes Geschehen im Körper und alles hängt mit einander zusammen. Beeinflusst Du von außen irgend eine Komponente, beeinflusst Du alle anderen auch. Klar soweit.

    Welche wechselseitigen Folgeerkrankungen sowohl durch eine Therapie als auch durch eine Nicht-Therapie entstehen ist teils von Deiner Ernährung und Deiner Lebensführung abhängig, teils auch von der Art und Intensität des Eingriffs. Nur ein Beispiel: Cortison ist ein Medikament, das eine erhebliche Einwirkung auf den Hormonstoffwechsel hat. Du musst es von einer ganz geringen Dosis langsam und unter ständiger Überwachung steigern bis Du die Enddosis erreicht hast, und bei Therapieende genauso langsam und kontrolliert wieder "ausschleichen".

    Von L-Thyroxin weiss ich aus eigener Erfahrung, dass es den Blutzuckerspiegel senkt (habe ich zufällig erfahren nachdem ich deswegen einige Zwischenfälle gehabt hatte). Eine erworbene Diabetes (Typ 2) fängt oft mit einer Insulinverwertungsstörung (Insulininsuffizienz) an. Gegen diese verordnet der Arzt normalerweise blutzuckersenkende Mittel. Dadurch wird aber die Bauchspeicheldrüse getäuscht und kommt völlig aus dem Lot. Irgendwann macht sie die Grätsche und steigt aus, dann hat sich die Diabetes mit Spritze und allem drum und dran häuslich eingerichtet und Du wirst sie nicht mehr los, darfst Dein Leben lang schön brav Medikamente und Zubehör kaufen. Dabei würde in den meisten Fällen eine Ernährungsumstellung und ein Tapetenwechsel, vielleicht auch ein neuer Job und weniger oder eine "gesündere" Art Stress Wunder wirken.

    Solltest Du also bei Dir Symptome einer Insulininsuffizienz oder gar Diabetes beobachten (mal danach googeln - eine Diabetes lässt sich erst im Labor nachweisen, wenn es schon zu spät ist!) oder z.B. auch an einer Essstörung leiden, besonders bei hoher Zuckerzufuhr, würde ich Dir ein berechtigtes Misstrauen gegen L-Thyroxin einräumen und Dir empfehlen, wenn es irgendwie möglich ist, die Ursachen für Deine Hashimoto zu ergründen und ein neues, besseres Umfeld zu schaffen, so dass Du Deine Schilddrüse vielleicht noch retten kannst. Alles Gute!

  • Antwort von niaweger 11.10.2010

    Catlyn hat das schon ziemlich gut erklärt. Was ich noch dazu anmerken will ist Folgendes: Wenn deine Schilddrüse nicht entfernt wurde, und du das L-Thyroxin nehmen musst, obwohl deine Schilddrüse noch vollständig vorhanden ist, dann kann es sein, dass dein Körper die hormonproduzierenden Zellen in deiner Schilddrüse zerstört hat. Falls das die Ursache deiner Unterfunktion sein sollte, dann ist es möglich, dass dein Körper auch irgendwann die Inselzellen in deiner Bauchspeicheldrüse zerstört, und dass du dann dadurch einen Typ-1-Diabetes bekommst. Mit der Einnahme von L-Thyroxin hat das aber gar nichts zu tun - es gibt lediglich die Möglichkeit, dass die selbe Fehlfunktion deines Körpers, die für den Mangel an L-Thyroxin verantwortlich ist, dich irgendwann zu einem Diabetiker macht. Aber es gibt noch jede Menge andere Gründe für eine Schilddrüsenunterfunktion, die mit Diabetes wiederum gar nichts zu tun haben.

  • Antwort von Klaus1940 11.10.2010

    Das habe ich noch nicht gehört.

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