Frage von ananas123321, 120

Kann man sich schuldig machen, wenn man vor Gott anderen Menschen schlechtes wünscht?

Wenn Gott das Gute ist und allwissend ist, dürfte er das Schlechte, das man anderen wünscht nicht ausführen. Sollte ein Mensch Zwangsgedanken haben, die er auf diese Weise loszuwerden versucht (indem er sich keine Restriktionen setzt) dürfte sich die Frage doch erübrigen.

Antwort
von Dahika, 15

Wünschen darf man alles. Aber Gott wird schon selbst entscheiden, ob er den Wunsch erfüllt oder nicht.  Aber bestrafen für das Wünschen tut er sicher nicht.

Antwort
von ichweisnetwas, 57

Ich möchte dir eine Frage stellen.

Wenn jemand um mehr Geduld betet. Glaubst du gott gibt diesem jemand mehr geduld ODER die gelegenheit geduldiger zu werden?

Wenn einer für Mut betet schenkt Gott ihm dann Mut oder gibt er ihm doch eher die gelegenheit Mut zu beweisen?

Wenn jemand dafür betet das die Familie mehr  zusammenrückt glaubst du gott schickt euch dann einfach warme kuschlige gefühle? Oder gibt er euch die gelegenheit einander zu lieben?

Denk drüber nach.

Kommentar von ananas123321 ,

Ich denke selbstverständlich, dass der Mensch die Wahl hat sich für das Richtige zu entscheiden. Allerdings ist das was ich denke nicht das was ich will...Ich denke es sogar, weil ich es nicht denken will.

Kommentar von ichweisnetwas ,

Wir denken oft viel zu viel gerade heutzutage da bist du nicht allein. Das da unter umständen auch falsche gedanken zustande kommen das ist kaum zu vermeiden.

Das wichtige ist allerdings auch nicht was wir denken sondern nur wie wir handeln.

Ist es besser zwanghaft um seine familie zu kämpfen nur weil man selbst mit ihnen glücklich ist? Oder ist wahre größe dann das loslassen dieser menschen allein damit diese ihr glück finden können weil man es ihnen nicht selbst geben kann?

Es gibt soviel fragen die man sich stellen kann was richtig und was falsch ist. Aber letztlich ist doch eigentlich nur wichtig das wir alle das leben schätzen und respektieren und zwar ALLES leben.

Sicher gibt es menschen die den tod verdienen aber niemand von uns hat das recht soetwas zu entscheiden

Kommentar von ananas123321 ,

Danke für deine Perspektive.

Ich stimme mit dir damit überein, dass wir dankbar dafür sein sollten, was wir haben und es doch so oft nicht zu schätzen wissen.

Antwort
von SuMe3016, 53

Man sollte sich eher vor sich selbst rechtfertigen. Du musst ja schließlich mit dir selbst gut leben können, und wie kannst du das, wenn du anderen schlechtes wünschst?

Kommentar von ananas123321 ,

Ich versuche mich mal vor dir zu rechtfertigen.

Meine Perspektive ist, dass Gedanken nie mit Ängsten oder Schuldgefühlen besetzt sein dürfen. Geschieht dies, so führt das automatisch zu weiteren negativen Gedanken.

Es geht mir weniger darum, dass ich anderen schlechtes wünsche, als darum, dass man doch die Möglichkeit haben sollte es zu tun, ohne dass es moralische Konsequenzen hat.

Letztlich sollten die Gedanken frei sein.

Kommentar von SuMe3016 ,

Ob du deine Gedanken unter das Licht der Moral stellst, ist doch ganz alleine dir überlassen. Das ist die Möglichkeit, die du hast.

Aber du kennst ja das Sprichwort. Gedanken werden zu Worten, Worte werden zu Taten...

Antwort
von 1988Ritter, 23

Die meisten "seegensreichen" Wünsche gehen eh dahin wo sie hergekommen sind. So meine Erfahrung.

Wenn die Menschen mal langsam so clever werden, das der meiste Mist nur deshalb passiert, weil man ihn selbst verursacht hat, dann gebe es diese Mähr von den bösen Wünschen und Flüchen eh nicht mehr.

Antwort
von sefevi1, 74

Gott führt auch nicht aus was du von ihm willst

Kommentar von ananas123321 ,

Danke. Es gibt bei mir eine Diskrepanz zwischen dem, was ich wirklich will und dem was ich denke.

Kommentar von sefevi1 ,

Das ist ja kein Problem, wenn du es wirklich nicht willst.Gott weiß ja wie es in deinem Herzen aussieht.

Kommentar von ananas123321 ,

Danke. Aber es hilft dir nicht, wenn solche Gedanken aufkommen...

Daher suche ich die Perspektive, dass Gedanken letztlich nur Gedanken sind...

Kommentar von ananas123321 ,

Es ist auch etwas, das ich jedem Menschen anraten würde. Logisch betrachtet darf aufgrund von Gedanken in religiöser Hinsicht, da Gott das Gute ist, nichts passieren.

Kommentar von sefevi1 ,

Klar, im Endeffekt sind es nur Gedanken. Aber wenn diese Gedanken krankhaft oft vorkommen würde ich mir professionelle Hilfe suchen.

Kommentar von ananas123321 ,

Das sehe ich genauso. Allerdings rate ich zu einer Psychotherapie und nicht zu Medikamenten, da diese schwere Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen beim Absetzten nach sich ziehen.

Dennoch ist es sehr hilfrech die Perspektive anderer Menschen zu hören.

Antwort
von viktorus, 12

Wir sind "schuldig", wenn wir anderen Menschen etwas "böses" wünschen (Lk.10,27).

Gott hat jedem Menschen freie Entscheidung gewährt und respektiert unsere "Wahl" (5.Mose 30,15), weil Er uns zu Seinen Kindern machen will (Röm.8,16).

Jesu starb für uns (Röm.6,23) und gibt uns die Chance, "umzukehren" und durch Ihn zu Gott zu finden (Röm.7,4).

"Plan B" tritt für alle Fälle ein, wenn der Mensch den falschen Weg eingeschlagen hat (Offb.20,4-5).

Kommentar von Ichthys1009 ,

Hallo Victorus,

im Prinzip hast du ja recht. Leider hast du übersehen, dass es dem Fragesteller nicht um freiwillige böse Wünsche geht. Es geht in der Frage um Zwangsgedanken, für die der Mensch keine Verantwortung hat. Zwangsgedanken sind ein sehr quälendes Leiden, von dem man sich aus eigener Kraft kaum befreien kann.

Wir sollten für den Fragesteller beten - in diesem Fall nicht um Umkehr, sondern um Heilung.

Antwort
von Ichthys1009, 10

Zwangsgedanken sind keine Schuld oder Sünde. Solche Gedanken sind ein psychisches Leiden. Wer Zwangsgedanken hat, will diese Gedanken eigentlich nicht haben. Und das Gedachte ausführen will man schon gar nicht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit Zwangsgedanken umzugehen.

Man kann versuchen, sie nicht besonders wichtig zu nehmen. Diese Gedanken drängen sich ja auf und nehmen immer mehr Raum ein. Wenn man sich dann zum Beispiel sagt: "Gedanken kommen und gehen." und den Inhalt des Zwangsgedankens nicht allzu ernst nimmt, kann es zu einer Entspannung kommen.

Man kann den Zwangsgedanken innerlich auch mit Humor beizukommen versuchen, indem man die paradoxe Intention anwendet. Das heißt, man versucht, den Gedanken absichtlich sogar noch zu übertreiben. Dann kämpft man nicht mehr GEGEN den Gedanken, sondern geht sogar in die selbe Richtung.

Du kannst auch googlen unter "Gesellschaft für Zwangserkrankungen" und dort noch weitere Tipps bekommen. Oder aber therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Sicher ist zumindest, dass etwas, worunter du leidest und was du dir so nicht ausgesucht hast, vor Gott keine Schuld ist. Gott sieht, wie dich diese Gedanken bedrängen und dass du dafür nicht verantwortlich bist.

Du willst anderen Menschen ja nichts Böses wünschen, sondern du willst das Gute und sorgst dich um andere. Du kannst in diesem Anliegen auch beten. Gott ist dir gerade in deinem Leiden sehr nahe.

Kommentar von ananas123321 ,

Danke für diese hilfreiche Antwort. Ich hoffe, dass auch andere Menschen, die unter Umständen über google auf diesen thread stoßen, deine Antwort lesen...

Deine Ansichten decken sich mit denen, die ich auch immer hatte.

Rational ist das alles einem schon klar, aber es tut gut, wenn man es bestätigt bekommt. Wenn also jemand mit ähnlicher Problematik diesen thread lesen sollte, so kann ich sagen, dass du damit nicht alleine bist.

Und deine Tips befolge ich zum Teil auch schon. Man darf dabei wirklich nicht seinen Humor verlieren. ;)

Der Tip mit der paradoxen Intention ist mir hingegen neu.

Auch von der Gesellschaft für Zwangserkrankungen hatte ich noch nicht gehört. Ich werde mir die Seite näher ansehen.

Alles Gute

Jakob

Antwort
von nowka20, 3

die aufgabe der liebe in der welt hast du noch nicht begriffen

Antwort
von brido, 61

Dem Betroffenen ist es jedenfalls egal. 

Kommentar von ananas123321 ,

Ich hoffe es doch sehr...

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