vitessa am 27.08.2009 um 16:30 Uhr
Ich dachte immer, wenn man sagt, dass einer im Sterben liegt, dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Klappe fällt. Passiert dann ein Wunder oder ist das einfach nur möglich?

Liebe/r vitessa ,
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Klaus vom gutefrage.net-Support
Ich habe schon öfter erlebt, dass ein Mensch "im Sterben lag", sich aber entgegen der allgemeinen Erwartung und Erfahrung wieder erholt hat. Das hat weniger etwas mit einem Wunder, sondern viel mehr mit einer Fehleinschätzung der Situation zu tun.
Manchmal ist man als Arzt richtig froh, sich zu irren!

Solange du nicht wirklich tot also hirntot bist, ist alles möglich. Man kann sich auch unter Umständen von schweren Krankheiten erholen oder einfach neue Kraft finden. Man muss es nur wirklich wollen und braucht irgendeine neue Inspiration oder Motivation, sonst ist es schwer.
heureka47 am 29. August 2009 00:42 "Hirntot" ist nicht gesichert "wirklich tot". Ein Konstrukt der an Organentnahme Interessierten!!

wenn die Kraft zu Ende geht,ist Erlösung eine Gnade,..
heureka47 am 29. August 2009 00:58 Es sei denn, die Kraft (Lebens-Kraft / -Energie) wird wieder fließen gelassen - z.B. durch Bewußtseinsänderung beim Patienten.

Nein, du stehst dann auf der Kippe zwischen Leben und Tod. Nur manchmal ist der Organismus stark genug (ob mit oder ohne medizinische Behandlung) sich wieder zu erholen.
Ist wie bei Pflanzen. Wenn die am eingehen sind, können die mit viel Glück auch wieder richtig aufblühen.

Klar ist das möglich.
Wenn ein Sterbender plötzlich die Medizin/Behandlung bekommt, die er braucht - z.B. bei einer Erkrankung
Auch der reine erneute Überlebenswille kann eine Wende bedeuten
heureka47 am 29. August 2009 00:44 Oder das "Loslassen". Denn wenn er vorher "festgehalten" hat, fängt beim "Loslassen" die Lebens-Energie wieder an - besser - zu fließen und die Person erholt sich wieder.

Ich glaube nicht das man da noch die Wende bekommt. Wenn jemand im Sterben liegt hat er selbst auch schon meist mit dem Leben abgeschlossen. Man selber kann es noch ein wenig herauszögern, wenn man z.B. einen ganz lieben Menschen noch einmal sehen möchte oder so. Aber ich denke nicht das man da noch einmal die Kurve bekommt!

meine oma lag schon einmal nach einer op kurzzeitig im sterbebett - sie lebte danach noch über 10 jahre.
Das kann schon sein - der totgesagte erholt sich wieder.

Ja, es ist möglich! Und: Es braucht kein "Wunder" - es sei denn, man möchte alles Sein als "Wunder" bezeichnen (denn erklären kann es niemand).
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Leben ist abhängig von der Lebens-Energie (siehe evtl. mein GF-Tipp). Bei vielen Menschen kommt es im Laufe des Lebens zu Reduzierung(en) beim Fluß der Lebens-Energie (was zu psychischen / psychosomatischen Störungen / Kankheiten führt - gelegentlich bis zum Sterben und Tod.
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Wenn der Sterbende nun zu einer Bewußtseinsänderung gelangt und die betreffende(n) Blockade(n) aufgehoben wird/werden, kann die Lebens-Energie wieder - mehr - fließen und der Patient erholt sich evtl. wieder und kann möglicherweise noch sehr lange weiterleben.
Klar. Man kann sich ja auch dann noch erholen, wenn man schon gestorben ist. Wenn man erfolgreich wiederbelebt wird.

Mögliche Gründe für ein Weiterleben sind: - Fehleinschätzung vom Arzt - Fehldiagnose vom Arzt
Ansonsten ist es oft so dass "der liegt im Sterben" zu früh gesagt wird. Viele Menschen leben dann noch eine ganze Weile (oft durch Gabe von Infusionen).
Ich kenne auch die Situation dass jemand den ich beim Sterben begleitet habe schon über eine Zeit Atemaussetzer hatte und wir dachten immer es passiert noch heute und dann hat er sich plötzlich wieder so erholt dass er aufstehen und rauchen gehen konnte. Zwei Wochen später ist er dann gestorben.

Mögliche Gründe für ein Weiterleben sind: - Fehleinschätzung vom Arzt - Fehldiagnose vom Arzt
Ansonsten ist es oft so dass "der liegt im Sterben" zu früh gesagt wird. Viele Menschen leben dann noch eine ganze Weile (oft durch Gabe von Infusionen).
Ich kenne auch die Situation dass jemand den ich beim Sterben begleitet habe schon Atemaussetzer hatte und wir dachten es passiert noch heute und dann hat er sich plötzlich wieder so erholt dass er aufstehen und rauchen gehen konnte. Zwei Wochen später ist er dann gestorben.
also, ich will keine falschen hoffnungen wecken, aber so eine aussage kann auch falsch sein. ich kenne jemand, der eine finale/ pallative schmerztherapie bekam, angeblich krebs im endstadium. nach wechsel in ein anderes krankenhaus wurde eine infektion festgestellt, keine spur von krebs.
Stefalie am 27. August 2009 16:38 Krass
emjay am 27. August 2009 16:40 Das ist schwer zu glauben und darf getrost bezweifelt werden. Niemand verwechselt eine Krebserkrankung mit einer Infektion.
zweifle ruhig. der aufnehmende arzt im 2. krankenhaus war PJler und hat auch gleich gesagt, er könne sich überhaupt nicht vorstellen, dass das krebs sein soll. die infektion war übrigens so weit fortgeschritten, dass sie unbehandelt in kurzer zeit zum tod geführt hätte.
heureka47 am 29. August 2009 00:52 @ emjay: Deine Neigung/Bereitschaft zu vertrauen, ist ja schön, aber wenig realitätsbezogen. Über die haarsträubenden Fehler im Medizinbereich könnte ich ne ganze Serie schreiben, aber ich werds wohl nicht tun. 15 Jahre erlebte Realität als Ehrenamtlicher in der Selbsthilfebewegung reichen mir! Nur ein Beispiel: Ein guter, sehr angagierter Psychiater berichtete mir, daß in seiner KlinikAbteilung für schizophrene Störungsbilder bis zu 70% der Patienten mit unzutreffender Vordiagnose enträfen. Außerdem ist der Bereich der Psychosen in der Psychiatrie auch noch aus anderen Gründen ein Skandal - um den sich niemand kümmert (weil letztlich immer die Psychiatrer die Definitionsmacht haben und selbst Richter und Staatsanwälte auf Gutachter angewiesen sind. Und was sind diese Gutachter: Psychiater. Und was tun, wenn alle diese "wissenschaftlich" arbeitenden Psychiater sich irren?? Das kann nicht sein? Warum? Weil es nicht sein darf? Ist aber leider doch so...
ich könnte hier eine liste anhängen von wirklich unglaublich dämlichen diagnosen, die in meinem direkten umfeld (also nicht von bekannten erzählt, sondern direkt selbst erlebt oder bei verwandten miterlebt) gestellt wurden. sicher darf man daraus nicht folgern, dass kein arzt etwas kann. aber es lässt bei mir erhebliche zweifel an der qualität der ausbildung und auch an den qualitätskontrollen aufkommen.
das geht schon... wenn einer so en wille hat weiter zuleben die mama von einer freundin lag schon 2 mal im sterben hats aber immer wieder geschaft ;)

Klar könnte sich auch ein Sterbender erholen, anhand eines Wunders.

Herrgott, Support! Meine Frage ist doch glasklar und ich habe nicht um eine Meinung gebeten, sondern um eine Information. Ihr könnt es mit Euren Unterstellungen auch übertreiben. Aber danke, dass Ihr die Frage nicht gelöscht habt.

bei moribunden Pat.hat man oft noch eine kurze "Erholungsphase",welche aber sehr schnell erlischt!
heureka47 am 29. August 2009 00:53 Es gibt auch gegenteilige Erfahrungen! Völlige Genesung von bereits inoperablem Krebs nach "moribundus"! Grund: Fehlinterpretation des Patienten und Glaube an seine Gesundheit!
Weil Ärzte / Wissenschaftler eben so gut wie gar nicht/nie mit der LEBENS-ENERGIE rechnen, die auch bei einem schon fast Gestorbenen - z.B. durch Bewußtseinsänderung - wieder heftiger zu fließen beginnen kann! Ich würde das nicht "Wunder" nennen, denn die Lebens-Energie ist durchaus erklärbar!
Vielleicht liegt das ja daran, dass "Lebensenergie" ein esoterisches Konstrukt ist, das mit der Realität nichts zu tun hat?