Frage von Cedrikus43r, 74

Inwiefern kann/wird man bevorzugt bei der Bewerbung für ein Medizinstudium nach einer Krebserkrankung mit 16 Jahren?

Hallo,

habe akute lymphatische Leukämie mit 16 Jahren gehabt und will jetzt Medizin studieren. Habe einen Abischnitt von 1,5(Die 11/1 habe ich komplett im Hausunterricht gemacht). Inwieweit denkt ihr könnte ich meine Chancen für ein Studienplatz mit dieser Erkrankung verbessern?

Antwort
von karinili, 74

Nur in Ausnahmefällen.

Soetwas wie "Mitleidsstudienplätze" – überspitzt formuliert – gibt es nur in extremen Ausnahmefällen. Bei der Bewerbung für die Uni zählt in unseren Breitengraden zumeist die Leistung – es sei denn man ist ein sogenannter Härtefall. Wenn du diesen Antrag stellst, und ihm wird statt gegeben, zählen die sonstigen Auswahlkriterien des Studiums für dich nicht.

Etwa 5% der Studienplätze sind dafür vorgesehen. Ein Härtefall bedeutet aber, dass entweder aufgrund einer Behinderung nicht jedes Studium in Frage kommt – z.B. wird ein Rollstuhlfahrer schwer Sport studieren können – oder eine akute Verschlimmerung sprich Todesdiagnose aufgrund der Krankheit im Raum steht. Da Leukämie bei dir mit 16 ausgebrochen ist, wirst du den letzten Fall, also die durch eine Erkrankung bedingte Beeinträchtigung, die eine Änderung des Jobumfeldes erzwingt, nicht geltend machen können.

Je nachdem wie es um dich steht – ich würde dir ehrlich wünschen, dass du davon nicht Gebrauch machen müsstest – kannst du versuchen, damit zu argumentieren, dass du wegen deiner Krankheit später zu einem Studium nicht mehr in der Lage sein wirst.

Wenn dich der Antrag interessiert, findest du hier mehr Infos: http://www.hochschulstart.de/index.php?id=hilfe1010


Antwort
von LiselotteHerz, 58

Deine Erkankung ist mit Sicherheit kein Hinderungsgrund, ich wüsste nicht, warum. Aber es kann sein, dass Du eine Weile auf einen Studienplatz warten musst - leider gibt es genug Schulabgänger, die einen besseren Notendurchschnitt haben, von daher solltest Du Dich um einen Studienplatz bewerben und eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen. Als ich meine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht habe, hatte ich eine Kollegin, die auch gerne Ärztin werden wollte, aber auch nicht so überragende Noten hatte. Sie hat dann mit uns zusammen erst eine Schwesternausbildung gemacht und hat anschl. Medizin studiert. Heute ist sie Oberärztin an einer großen Klinik. lg Lilo

Kommentar von LiselotteHerz ,

Bevorzugt wirst Du wegen dieser Erkrankung sicherlich nicht - das dürfen die Unis gar nicht. Hier geht es nur nach Notendurchschnitt.

Antwort
von Realisti, 52

Ich glaube nicht, dass das was an deinen Chancen ändert. Die Vorerkrankung hat ja nichts mit deinen Qualifikationen zu tun. Sie werden eher überprüfen, ob dein Hausunterricht den Bestimmungen entsprach und es keine geschönte Note ist.

Wenn dem so wäre, wäre ich schon sehr enttäuscht, weil ich das sehr unfair fände.

Antwort
von Seanna, 42

Warum sollte diese Erkrankung für eine Bevorzugung sorgen? Dann müsste man wohl auch jeden mit einer Depression oder Angststörung bevorzugen, da akut Langzeit Erkrankt.

Kommentar von Carlystern ,

Mich müsste man dann auch bevorzugen. schwere chronische Darmerkrankung von 3 Jahren mit mehreren Operationen

Kommentar von Seanna ,

Jeden chronisch oder akut Kranken müsste man bevorzugen. Und auch jeden in Remission.

Antwort
von salome77, 35

Du musst nachweisen, dass Deine Krankheit dafür verantwortlich ist, dass Du nur einen Notendurchschnitt von 1,5 hast. Wenn das 11/1 Halbjahr wesentlich schlechter war als die anderen Halbjahre, würde eine Chance bestehen. Dafür müsstest Du einen Härtefallantrag stellen und hoffen, dass er genehmigt wird.

Antwort
von klugerpapa, 49

Leider nein. In D zählt nur der Notenschnitt. In Österreich  die Teilnahme an Tests.

Antwort
von Carlystern, 24

Da kannst du garnichts verbessern. Da kann jeder kommen. Jeder muss das reguläre Verfahren durchlaufen.

Kommentar von Cedrikus43r ,

Danke für die Antwort. Damals hatte ich viel mit den Ärzten unter anderem auch Profs. geredet und die meinten das ich aufgrund meiner Vorgeschichte sicherlich gewisse Vorteile bei der Bewerbung für ein Medizinstudium hätte. Aber ist sicher richtiger alle gleich zu behandel, könnte ja vielleicht einen Härtefall anmelden. War schon deutlich schlechter im ersten Halbjahr.

Kommentar von Carlystern ,

Nein und damals ist nicht heute. Dann hätten alle Vorteile doch dem ist nicht so.

Kommentar von Carlystern ,

Dann hätten alle Vorteile doch dem ist nicht so und wie würdest du diesen Härtefall begründen  wollen? Krankheit ist kein Grund! Dui bist unter anderem noch jung und kannst noch warten. Mach eine Ausbildung ob du überhaupt durch deine Erkrankung dafür gewachsen bist, Praktika. Dann wirst du es ja sehen wie es ist.

Kommentar von Cedrikus43r ,

Naja, es hat ja auch nicht jeder Krebs gehabt. Ich sag nur das was die Ärzte gesagt haben.

Antwort
von Kuestenflieger, 22

leider ist der krebs unberechenbar . und bonus wegen krankheit ist unfug .

Antwort
von ihatert, 47

Einfach mal anfragen bei den Unis bei denen du dich bewirbst... Diese Frage wird dich sicherlich nicht benachteiligen.

Antwort
von ihatert, 46

Wenn deine Wartezeit mit 1,5 zu lang wird könnte man darüber nachdenken im Ausland zu studieren.

Antwort
von TrudiMeier, 43

Gar nicht.

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