also ich habe in letzter zeit öfter starke kopfschmerzen und da hat meine mutter (ich bin 15) mir einen termin bei unserem hausarzt genommen.. er hat am telefon gemeint er würde mir mal blutabnehmen um zu schauen, was ich hab. jetzt mein problem: ich habe furchtbare angst vor spritzen..und ich weiß nicht wie ich das überstehen soll. ich bekomme immer schweisausbrüche und weinkrämpfe wenn der arzt sich mit der nadel mir nähert und zustechen will. und ich kann dann nicht mehr ruhig bleiben. ich habe es schon mit wegschauhen probiert, aber das funktioniert nicht, weil ich ja genau weiß, dass die nadel in meinen arm eindringt und dann ziehe ich den arm aus angst weg, meitens ruft der arzt dann seine helferinnen und die halten mich dann gewaltsam fest und der arzt sticht zu.. das ist sehr schmerzhaft und unangenehm und das ist mir auch etwas peinlich.. ich kann aber nichts dafür. hinterher denke ich immer so schlimm ist der "kleine pieks" ja eig. nicht aber wenn ich der situation bin, denke ich nicht mehr so.. meine mutter sagt immer, ich solle mich nich so anstellen und ich wäre kein kleinkind mehr und der pieks ist nicht so schlimm und so.. das weiß ich ja aber ich kann nichts dafür.. könnt ihr mir helfen und tips geben, was ich machen soll? hat von euch vielleicht auch jemand solche o.ä. ängste und was macht ihr dagegen??
danke schonmal im vorraus
lg lulu

'Sch.. !!' War das erste, was mir da einfiel.
Dir hat jemand mal eingeredet, daß es nicht weh tut, wenn man nur tapfer genug wäre, und und und ...
leider habe ich das oft genug beobachtet, sowohl von Eltern, die nicht wahrhaben wollen, daß ihrem Kind wehgetan wird, als auch von Ärzten, die nicht wollten, daß sich das Kind sperrt.
Ich weiß nicht, ob mein 'Rezept' bei dir noch hilft. - Wenn ich ein Kind auf's Blutabnehmen vorbereitet habe, dann habe ich mir zwei Minuten Zeit genommen und dem Kind folgendes erklärt:
"Pass auf, dir wird gleich Blut abgenommen - das tut kurz weh, es muß sein, weil wir sehen wollen, was nicht stimmt - es will dir niemand etwas Böses. Wenn du ganz still hältst, dann ist es schnell vorbei und tut nur kurz weh, hampelst du rum oder versuchst dich zu wehren, dann tut es im Ernstfall mehrmals weh und auch viel länger."
Die Kinder haben alle total still gehalten und in aller Regel war der Arzt auch überrascht, wie tapfer sie waren, es kam also auch noch ein Lob hinterher ... Ich habe auf die Art sogar meinen Sohn auf eine Operation am Ohr (Unfall) vorbereitet - mit dem Hinweis, daß es völlig in Ordnung ist, wenn er weint (hinterher), der Junge hat keine Träne vergossen, obwohl er sicher Schmerzen hatte.
Tut man das nicht, dann denkt das Kind, daß etwas nicht stimmt, wenn der Schmerz kommt, es versucht natürlich dem zu entkommen, was es für unnatürlich hält, und das nächste Mal ist es schlimmer, weil ein Trauma geschaffen wurde.
Vielleicht hilft es dir noch, wenn du dir das selbst sagst.
'Es ist in Ordnung, daß es weh tut, es ist nötig, es ist schnell vorbei, wenn ich still halte!'
Hinschauen oder nicht ist vollkommen egal (meiner Erfahrung nach).

Ich guck dann immer weg, das hilft
whopper am 13. Juni 2009 16:00 genau!

Rescuetropfen aus der Apotheke sind harmlos und beruhigen Ansonsten kann ich dir wenig raten, du scheinst ja eine richtige Phobie zu haben. Aber ich kann dir sagen, dass es wirklich nur schlimm ist, wenn sich jemand so in die Angst steigert wie du. Je cooler du da ran gehst, um so weniger Zeit investierst du in deine Angst. Die lange Zeit der Angst ist es aber, die dir die Blutentnahme fast unerträglich macht
almmichel am 13. Juni 2009 19:18 DH!
ich hatte das problem auch, bis ich mal über ein halbes jahr lang regelmäßig (einmal die woche) zur blutabnahme musste. zum glück musst du nur einmal hin :) ..mit der zeit wurde ich immer unempfindlicher. mein tipp: gucke an die wand und zähle die punkte/kacheln ..oder betrachte gaaanz konzentriert ein bild (falls da eins hängt) und zähle darauf die blauen farben/tiere/häuser. lese den namen des künstlers und versuche aus den namensbuchstaben neue namen zu bilden. nehme irgendwas in die hand und drücke ganz fest zu, wenn du eine spritze bekommst. wirkt irgendwie ausgleichend. hauptsache du bist abgelenkt! und denke stets daran, wie alle positiv überrascht sein werden, wenn du diese situation gut meisters! danach denkst du dir eh : "war ja nur halb so schlimm, wie ich dachte!"

Hi ladysunshine09. Also ich kenne das sehr gut, genau diese Panik. Am Schlimmsten war es, wenn sie am Handrücken einen Zugang (für Infusion) legen mussten. Was mir am meisten geholfen hat, hat auch TrishTrish schön beschrieben. Nimm was in die andere Hand, was du kräftig drücken kannst. Am besten fand ich den Igelball. Sag deinem Arzt, dass du jemanden brauchst, der dich ablenkt und mit dir redet. Gleichzeitig drückst du mit der Hand diesen Ball so fest du kannst. Glaube mir, du wirst den Nadeleinstich praktisch nicht spüren. Es ist nämlich nur die Verkrampfung, die weh tut.
Also viel Glück, Mut und einen tollen Igelball - Noona

ich habe das gleiche problem. da hilft nur augen zu und durch!
Denk einfach an was schönes und schau nicht auf die Nadel!!

Das kommt drauf an. ich mach das als sportler relativ oft, dachte manchmal die verlegen mir jetz edelstahlrohre in den adern.
naja, du kannst meditieren oder sowas, aber ohne übung wird das nicht viel bringen. Mach dir klar, das das wirklich nicht schlimm ist. Meine Kleine ist 7 und muss einmal im Monat Blut abgenommen bekommen. Durch manche Sachen muß man einfach durch. Einfach nicht drüber nachdenken.

denk doch dran, daß dies ein Weg ist, wo dir vielleicht geholfen werden kann - wegschauen - und schon ist es vorbei..
danach gibts ein großes leckeres Eis als Belohnung :)

Da brauchst du keine Angst vor zu haben, das tut überhaupt nicht weh, schau einfach nicht hin, dann merkst du das noch nicht mal....
Denk nicht dran, und denk an irgend ein Lied was du gut findest, das versuchst du im kopf zu singen mit Text undso, dann merkst du nichts.

meine tochter hat auch so schlimme Angst vor Spritzen und Blut abnehmen, sie ist 19, sie hat schlimmen Eisenmangel und muss nun alle 3 Monate zum Blut abnehmen. Das erste Mal hat sie mich und ihre beste Freundin mitgenommen. Im Wartezimmer haben wir noch gescherzt, dass wir aufpassen, dass sie nicht wegläuft und sie festhalten und so. Die Arzthelferin hat das gleich gemerkt und war sehr sehr lieb zu ihr. Sie hat sie dann alleine mitgenommen und die Freundin und ich haben ganz bedrückt im Wartezimmer gesessen. Für meine Tochter war es sehr schlimm, aber danach war sie auch stolz auf sich, sie hatte das Glück, dass diese Arzthelferin so lieb zu ihr war. In der Zwischenzeit hat es sich e t w a s gebessert, aber die Angst ist immer noch da, trotzdem weiß sie jetzt durch die Erfahrungen, dass sie auch Schlimmes durchstehen kann und zwar ganz alleine.

Notfalltropfen (Bachblüten) werden dich erst mal beruhigen. Laß dir im liegen das Blut abnehmen.
Hi, Du musst vom Endergebniss her denken: wie soll das Ergebniss sein? Beispiel: Nehmen wir an, Du kannst Blut sehen, ohne weiche Knie zu bekommen, und Du willst nur keine Schmerzen, dann stell Dir VORHER 3-5x die Szene vor, wie Du siehst, wie die Spritze in Deinen Arm gesteckt wird und Du dich dann darüber wunderst, wieso das nur so wenig weh getan hat, dass Du es eigentlich nicht mal richtig gespürt hast!Und wenn Du dann hingehst sei ruhig ganz neugierig darauf zu erfahren, ob es genau so kommen wird! Es wird ! Übrigens: in Deinem Alter "schmerzt" oft viel mehr,wenn man immer noch bevormundet wird, obwohl man eigentlich schon beinahe voll erwachsen ist OK?
Was auch manchmal hilft ist eine Art Rollentausch in Gedanken:
Stell dir vor, du hättest eine kleine vierjährige Tochter, die auch bald zum Blutabnehmen muss und tierische Panik davor hat. Jetzt ist sie dabei und hat riesige Angst, weil sich nach dir dran ist. Jetzt aber erstmal du, die Kleine will zugucken. In der Situation stellst du dir einfach vor, sie steht neben dir und du musst die Verantwortung übernehmen und ihr zeigen, dass man die Situation auch ohne Panik lösen kann. Erklär ihr (natürlich nicht laut), was gleich passieren wird und denk dran, wenn der Arzt mit der Nadel kommt. Deine Tochter würde dann ja völlig austicken, wenn du so ausrastest.
Oder du versuchst mit dem Arzt auszumachen, dass du bestimmen darfst, wann er sticht. Dann kommst du aus der passiven Rolle und dem Festgehalten-Werden raus. Das macht alles nämlich nur noch schlimmer.

Nimms gelassen und guck nicht hin wenn du gepieckst wirst. Sei nicht verkrampt sondern denke an etwas schönes z.B. eine Blumenwiese. Wennn es wehtut sag es ruhig das kann der Artzt ruhig wissen.