Frage von dopaneu, 37

Ich bin 14 und ich möchte bei Netto arbeiten darf ich das und wie viel Geld bekomme ich?

Antwort
von KNURR, 12

Hallo dopaneu,

Das Jugenschutzgesetz besagt das du ab 13 nur beschränkt arbeiten darfst,dass heißt du darfst nur leichte Arbeiten erledigen sowie Zeitungen austragen,Nachhilfe geben,Babysitten,beim Einkaufen helfen etc(aufgelistete Jobs im Jugendarbeitsschutzverordnung)

Also alle Tätigkeiten die deine Gesundheit nicht gefährden,dich belasten oder dich vom Schulbesuch abhalten

Du darfst desweiteren nur 2 Stunden pro Tag und mit Einverständnis deiner Eltern einer Arbeit nachgehen.

Ab 15 kannst du geringfügig auf 480 Euro Basis und auch nur dann wenn keine Schule ist,also zwischen 15-20 Uhr(wird auch im
Jugendarbeitsschutzverordnung behandelt)

In den Ferien gibts es andere Bedingungen auf die Arbeitszeit.

Du kannst also nicht bei Netto arbeiten,da das auf 480-Basis geschieht und dies ab 15 erst möglich ist und meist auch körperliche Belastung durch Umräumen bewirkt

Lg,

KNURR


Kommentar von ReinerHohn1 ,

Hallo Dopaneu ...

Ich würde mir das reiflich überlegen, in solchen Unternehmen
auch überhaupt nur 1 Minute arbeiten zu wollen, weder als Ferienjob, noch als
Aushilfe, Festangestellter und erst recht nicht als Auszubildender .

Also, mein Sohn hat sich in dem von dir genanntenUnternehmen in Eigeninitiative als Azubi beworben. Aufgrund seiner

Volljährigkeit, seinen sprachlichen Kenntnissen und zwei jeweils 1 monatiger
Praktika im Ausland ( Malé / Malediven ), in einer Firma, die Lebensmittel auf
die Malediven importiert und an die Resort´s weiterverkauft und offensichtlich
seine offene, kommunikative Art nahm man ihn in der von meinem Sohn
ausgesuchten Filiale mit Kusshand.

Auf den Malediven wurde ausschließlich in englische Sprache
Kommuniziert, mein Sohn hat dort eine harte Schule und alle Abteilungen Einkauf
/ Verkauf / Kundenservice / Kundenakquise ect. durchlaufen, so dass man diese
seine Fähigkeiten offensichtlich sehr schnell erkannte und sein Engagement auch
gern nach diversen Berufsschultagen noch im Betrieb für sich nutzte , indem man
ihn im Anschluss an die Schule noch arbeiten ließ.

Soweit so gut, Lehrjahre sind keine Herrenjahre ... das
trifft es auch heute noch und ... das weiß niemand besser als ich, der als
gelernter Koch sehr wohl weiß und einschätzen kann, wann Ausbildung aufhört und
Ausbeutung und Verarschung anfängt, denn Anfang der 1970er Jahre war das in der
gehobenen Gastronomie nicht anders.

Was allerdings anders war ist die Art und Weise, wie man
damals damit, speziell in der Gastronomie, umgegangen ist . Wenn ich an meine
Ausbildungszeit zurück denke, dann wird mir zum Teil heute noch schlecht,
alledings sehe ich das heute alles mit anderen Augen … will sagen, auch
Auszubildende dürfen, müssen und sollen auch über das normale Maß hinaus
Engagement zeigen, Verantwortung übernehmen, aber verarschen lassen müssen sich
auch Auszubildende heute nicht mehr.

 Erst recht nicht von
Discountern, die , so wie ich heute recherchieren konnte, manche Handhabungen
im Bezug auf Auszubildende offensichtlich nur dazu nutzen , billige Arbeitskräfte
zu bekommen, die aus Angst vor Konsequenzen ihre Rechte nicht einfordern, weil
sie keine Lobby haben.

Worum geht es mir … ? Nun, offensichtlich verfügen
vereinzelte Netto Filialen zwar über Filialleiter, aber ob diese ihre
Bezeichnung als solcher überhaupt verdienen, wage ich zu bezweifeln.

Früher war es in der Gastronomie so , wenn du nichts auf die
Reihe bekommen hast als Auszubildende(r), so hat man dich nicht bis zum letzten
Tag der Probezeit und auch an diesem selbst noch eine volle Schicht „malochen“
lassen, sondern, wenn es nicht gepasst hat, dann konntest du nach Hause gehen ,
was auch OK war, denn dazu gibt es ja die Probezeit.

Die Handhabung in Netto Filialen scheint da offensichtlich
eher eine ganz andere zu sein, aber darum sollte sich die Unternehmensführung
mal ihre eigenen Gedanken machen .

Was ich eigentlich sagen will ist … heute wurde mir ( und
meinem Sohn auch ) deutlich aufgezeigt, wie wichtig es ist, sich über das
Unternehmen, in dem man eine Ausbildung oder 
Anstellung anstrebt, mehr als genaau zu informieren und zu
recherchieren, denn nur so läuft man als junger Mensch der aus der Schule in die
Arbeitswelt wechseln nicht Gefahr, ein böses Erwachen zu erleben, wenn sich die
Probezeit dem Ende neigt und in einer Lebensphase in der man sein weiteres Leben
plant bzw. planen möchte.

Ich mache mir nicht ernsthaft Sorgen, dass mein Sohn seinen
Weg im Leben nicht gehen wird, im Gegenteil, von einem sogenannten
Markendiscounter hängt die Zukunft meine Sohnes ganz sicherlich nicht ab,
dennoch werde ich, wie es sich für einen verantwortungsvollen Vater gehört, versuchen,
meinen Sohn vor weiterem Schaden zu bewahren indem ich ihm mit Rat und Tat auch
weiterhin ( auch bei der Berufswahl ) zur Seite stehe.

Es kann ja nicht angehen, dass die heutige Generation von 22
jährigen, die eine solide schulische Ausbildung absolviert haben, in
Deutschland nur solche, völlig unakzeptable berufliche Perspektiven vorfinden,
die Konzerne immer reicher werden lassen und die Leute, die diesen Reichtum und
die Umsatzmaximierung erreichen sollen auf eine Art und Weise ausnutzen und
ausbeuten, dass man gar nicht so viel rauchen kann, wie man solchen Menschen Schaden
zufügen möchte.

Ich persönlich bin froh, dass ich mich in solchen
Unternehmen nicht bewerben und erst recht nicht tätig sein muss.

Antwort
von Mafyo, 32

ich glaub nicht vll ab mindestens 16 als regaleinräumer oder so mit 14 könntest du zeitungen austragen oder für omis einfkaufen gehen oder so mit 18 darfst du dann alles

Antwort
von MrCoca, 6

Ich arbeite bei Netto, wir haben feste Kräfte erst ab 18 außer Praktikanten die sind meist jünger

Antwort
von archibaldesel, 19

Nein, darfst du nicht. Kinderarbeit ist in Deutschland verboten. Gem. § 2 Jugendarbeitsschutzgesetz musst du mindestens 15 sein.

Antwort
von danitom, 9

Erst ab 15 Jahren.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten