Frage von Unicorndoll, 239

Handbremse eingefrohren:(?

Hallo
Ich wollte vorhin mit meinem Auto los fahren und musste beim Versuch anzufahren feststellen, dass meine Handbremse festgefrohren ist (vorgestern, als ich ihn gefahren habe, wusste ich nicht, dass es frieren soll und habe sie deswegen wie immer angezogen..-.-). Was kann ich machen? Ich bin  spätestens Mittwoch dringend auf das Auto angewiesen und würde gerne wissen, was ich tun kann, wenn es bis dahin keine plusgrade mehr gibt..? Ich hab was gelesen mit einmal ruckartig anfahren.. Halte da aber nichts von, da ich mein Auto nicht unbedingt zu Schrott fahren will..:D heiß Wasser würde ich ne schön wer gefallen lassen, jedoch hab ich keinen Plan wo ich das hinkippen müsste (Frau und so :DDDD).. Was soll ich machen? Ich hab gelesen, dass man ihn warmlaufen lassen kann und sie sich dann irgendwann wieder löst.. Was haltet ihr davon, abgesehen von der umweltverschmutzung..?
Danke schonmal

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von machhehniker, Community-Experte für Auto, 147

Die ganz wichtige Frage nun wäre wie sich die Betätigung der Handbremse anfühlt!

Kann man die nahezu kraftlos ziehen bis zu dem Punkt in der sie eingelegt war oder deutlich leichter als gewohnt? Dann sind die Handbremszüge eingefroren, das sollte wieder laufen wenn man unter das Auto greift und die Züge bewegt. Also hin und her drückt, dadurch bewegt sich der Zug darin leicht und reisst sich los.

Meistens hängt es mit eher feuchtem Wetter zusammen und die Bremsbeläge kleben fest. Das Problem hat man oft bei Trommelbremsen (Du verrätst ja leider nicht was für ein Auto Du hast). Da hilft tatsächlich ein ruckartiges Anfahren (in beide Richtungen versuchen) bei gelöster Handbremse, die Bremse reisst sich dann mit einem Knall los. Ich verwende da gewöhnlich einen Hammer (der hat aber 1,5Kg, kein Frauenhammer) und schlage mit dem gegen die Radschrauben. Dies verursacht in der Bremstrommel Schwingungen durch die die Bremse ebenfalls löst falls sie angeklebt ist. Mit einigen Anfahrruckern fährst du das Auto nicht gleich zu Schrott, es sei denn dabei löst die Bremse und Du fährst Irgendwo dagegen.

Kommentar von Unicorndoll ,

Ja, es ist so wie du beschrieben hast, dass die Handbremse ganz locker ist, bis sie ganz oben ist. Ich habe einen Opel Astra Caravan..:)

Kommentar von machhehniker ,

Dann liegt es an der Betätigung, meist sind die Handbremszüge eingefroren aber auch oftmals sind die Betätigungshebel an der Bremse fest.

So fest dass es sich nicht ganz langsam selbst löst hatte ich dies noch nie erlebt, scheint sich nach mehreren Stunden auch bei Deinem Auto gelöst zu haben.

Zu empfehlen wäre da vorsorglich mal die Züge zu schmieren um diese Gefahr etwas einzudemmen.

Kommentar von Unicorndoll ,

Komischerweise hat sie sich über Nacht wieder gelöst, obwohl weiterhin -7 grad herrschten.. Aber gut, eine Sorge weniger.:D hab ihn jetzt bgeatellt ohne die Handbremse anzuziehen, hab mir n Gang drin..:)

Kommentar von Unicorndoll ,

*abgestellt😂

Antwort
von xo0ox, 144

Also: wenn Du eine Kabeltrommel hast, dann mit einem Heissluftfön die Handbremsseile warmfönen. Es friert meist an der Stelle ein, wo sich das Seil zum linken und rechten Hinterrad teilt. Wenn das noch nicht hilft, dann der Führung der Seile zu den beiden Hinterrädern folgen und diese warm fönen. Es geschieht selten, dass die Bremsbacken festfrieren.

 Wenn Du keinen Strom zum Auto bekommst, kannst Du ausnahmsweise das Auto mal im Stand für etwa 10 min laufen lassen. Gib ihm etwas erhöhte Drehzahl (max. 1500/min) - oft reicht die Strahlungswärme vom Auspuff, die Vereisung zu lösen.

Nun zur Vorsorge: Wenn die Handbremsseile und insbesondere die Stellen, wo das Seil in Hüllrohren oder Schläuchen verschwindet oder austritt, gut gefettet sind, frieren sie nicht mehr ein, auch das Spritzwasser kann ihnen lange nichts anhaben.

Auto auf Hebebühne, alles mit dem Fön gut abtrocknen, mit Messingdrahtbürste sauber machen, mit Druckluft ab- und ausblasen. Handelsübliches weißes Radlagerfett mit einem kleinen Pinsel und wo man nicht richtig hinkommt auch ruhig mit dem Finger auftragen.

Handbremse anziehen, fetten, Handbremse lockern, nochmal überprüfen, dann Handbremse mehrmals betätigen, damit das Fett in die Hüllrohre eindringt. Gute Erfahrungen habe ich auch mit dem sog. Kettenfett für Motorräder aus der Sprühdose gemacht: es wird flüssig aufgesprüht, dringt auch in kleinste Ritzen und Winkel ein und wird dann zäh. Das gibt idealen Schutz.

Wichtig: Natürlich KEIN Fett auf die Bremse selbst oder deren Beläge sprühen, es geht nur um die Züge der Handbremse!! Wenn Du meine Tipps befolgst, brauchst Du, außer nach extremen Wasserdurchfahrten, keine Sorge haben, dass die Handbremse nochmal einfriert.

Kommentar von machhehniker ,

Allerdings hift dies Alles Nichts wenn es um festgeklebte Bremsbacken in der Bremstrommel geht.

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