Frage von oODaidyOo, 153

Gute Spiegelreflexkamera für Tierfotografie?

Hallöle ,

So ich hab mal wieder ne Frage.

Ich habe mir vor ein paar tagen die Canon EOS 700D gekauft. Jedenfalls muss ich sagen , ich bin sehr enttäuscht. Ich hatte mir mehr erhofft,weil mir viele sagten, diese Kamera wäre nicht schlecht. Sie fokussiert einfach nicht richtig. Die Bilder sind meist sehr unscharf .... egal wie ich es einstelle irgendwie werden Sie selten scharf. Wenn ich jetzt ein nicht bewegendes Objekt fotografiere, ist das Problem ja eher nich so da. Wobei ich sagen muss ich finde die Bildquali jetzt auch nicht sooo toll. Jedenfalls ich werde diese zurückgeben.Diese Kamera befindet sich ja auch jetzt nicht im so teuerem Bereich aber der verkäufer hat solange auf mich eingeredet und man brauch ja keine 1000 EU ausgeben das wär ja ne super Kamera die man zumindest mal ausprobieren könnte.....naja dachte ich mir . Kann mir jemand eine gute DSLR Kamera empfehlen bis 1200 EURO die sich sehr gut für dieTierfotografie eignet?.

Vielen Dank

Antwort
von MetalMaik, 153

Hallo,

Du schreibst, Du hast Dir die 700D vor ein paar Tagen gekauft, daher gehe ich mal davon aus, dass es Deine erste DSLR ist. Da ich selbst auch mit Canon Kameras fotografiere (bin vor ca. 4 Jahren mit der EOS 1100D ind die DSLR Fotografie eingestiegen, inzwischen fotografiere ich mit der EOS 70D und der EOS 6D), kann ich Dir nur sagen, dass die 700D, aus meiner Sicht, wirklich keine schlechte Kamera ist. Um die Bildqualität wirklich sichtbar zu steigern würde es sich eher lohnen in vernünftige Objektive für die 700D zu investieren,  als eine teurere Kamera zu kaufen, die dann wahrscheinlich auch nur ein billiges Kit Objektiv drauf hat. Gerade für Tierfotografie bringt es enorme Vorteile, wenn man hier ein lichtstarkes Tele- oder Makroobjektiv verwendet. Hier würde ich z.B. das Tamron SP 90mm F/2.8 VC USD Macro Objektiv empfehlen. Das ist ein hervorragendes Makroobjektiv, lässt sich aber auch sehr gut als leichtes Teleobjektiv und für Portraits verwenden und es ist mit einer Offenblende von f/2.8 auch recht lichtstark (umso kleiner der Wert, umso lichtstärker ist das Objektiv). Das Canon 100mm Makro ist dem Tamron ungefähr gleichwertig, aber ein paar Hunderter teurer, daher habe ich mich auch für das Tamron entschieden. Mit einem lichtstarken Objektiv kannst Du kürzere Belichtungszeiten wählen, dann verwackelt das Bild auch nicht so schnell. Ich denke mal, dass dadurch auch Deine Bilder verwackelt waren, den die Kit Objektive sind gerade im Telebereich ziemlich Lichtschwach (F/5.6). Eine andere Möglichkeit, die Belichtungszeit kurz zu halten, damit Bilder nicht verwackeln, wäre die ISO zu erhöhen, allerdings nimmt bei höherer ISO auch das Bildrauschen zu.

Und letztendlich braucht es auch seine Zeit, bis man sich in so eine DSLR und in die Fotografie eingearbeitet hat. Ich bin jetzt 4 Jahre dabei und lerne immer noch täglich Neues dazu, da das Hobby Fotografie und die damit verbundene Technik ein so umfangreiches Thema sind. Meine ersten Bilder sahen auch nicht gerade toll aus, es dauert halt seine Zeit bis man weiß, welche Einstellungen für welches Motiv passen. Aber um wirklich gute Ergebnisse zu erzielen muss man sich halt mit der Technik auseinandersetzen, den im Automatikmodus liefern die Kameras eigentlich alle keine wirklich zufriedenstellenden Bilder ab.

Daher würde ich Dir den Tipp geben, behalte die 700D und kauf Dir lieber noch ein oder zwei gute Objektive dazu, denn die machen letztendlich die Bildqualität aus.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder, die ich mit der 1100D (die eine schlechtere Bildqualität hat, als die 700D) und dem Tamron 90mm gemacht habe. Schade, dass die Bilder hier so klein angezeigt werden, aber hier sonst der Link zu meinem You Pic Profil: https://youpic.com/photographer/metalmaikrichter/maik-richter-photography-from-n...

Kommentar von oODaidyOo ,

Danke für deine Antwort. Ich habe ein Tamron Objektiv.Habe ich direkt dazu gekauft. Aber ich muss dazu auch sagen , die Kamera hängt auch ziemlich. Also Sie hängt sich regelrecht auf. Weis auch nicht...hm die Bilder sehen echt gut aus. Aber irgendwie sind unsere Bilder mit dieser Kamera überbelichtet und totoal verzogen..... Ich probiere es mal weiter ansonsten tendiere ich vlt mal eine Nikon auszuprobieren ob ich mit der besser klar komme. Vielen Danke für deine Mühe :)

MfG

Kommentar von MetalMaik ,

Naja, von Tamron gibt es einige gute Objektive, aber auch ein paar ziemlich miese Joghurtbecher ;-) . Z.B. taugen die meisten Superzoomobjektive wie das Tamron 18-270, 18-250, 18-200 usw. meist nicht wirklich was. Die beste Bildqualität und Schärfe liefern die Festbrennweiten, also Objektive die gar keinen Zoom haben.

Nikon stellt sicherlich auch gute Kameras her, aber wie gesagt, es braucht halt bei allen Kameras eine ganze Menge Übung und Geduld, um sich mit den Einstellungen vertraut zu machen. Im Automtatikmodus wählt halt die Kamera selbst alle Einstellungen und die fallen dann meistens ganz anders aus, als man sich erhofft hat. In den manuellen oder auch halbautomatischen Modi kann man dann selbst bestimmen, wie das Bild belichtet werden soll.

Antwort
von torfmauke, 119

Bei der Tierfotografie ist neben der Kenntnis der Zusammenhänge zwischen Belichtungszeit und Blende und der Tarnung des Fotografen das Objektiv sehr wichtig, es sei denn, man kann sich eine Ausrüstung mit getarnten, ferngesteuerten Kameras leisten.

Ein solches Objektiv muss möglichst lichtstark sein und einen "langen" Brennweitenbereich haben, wenn man nicht mit mehreren teuren Festbrennweiten arbeiten will. An der unteren Grenze sollte man 80-120 mm setzen und an der oberen 300-500 mm. Für besondere Fälle wäre ein Brennweitenverdoppler im Gepäck auch nicht schlecht und ein stabiles Stativ mit Schnellspannkugelkopf wäre auch ganz gut.

Hauptproblem hier ist, dass geeignet Objektive im obeen Preissegment angesiedelt sind, wenn man die heute üblichen, vollautomatischen Objektive hernehmen will. Wer sich jedoch mit der manuellen Einstellung von Objektiven auskennt oder vertraut machen will, kann sich am Gebrauchtmarkt qualitativ hochwertige, für die Tierfotografie geeignete Objektive zulegen. Dafür muss man allerdings sein Handwerk verstehen, aber das sollte eigentlich immer Voraussetzung für einen ernsthaften Fotografen sein.

Kommentar von torfmauke ,

Ach ja, die EOS 700D ist als Voraussetzung völlig in Ordnung, ich habe sogar mit der alten EOS 450D schon exzellente Tieraufnahmen gemacht und arbeite heute sogar mit der "kleinen" EOS M3, allerdings mit Kontrollmonitor, da das Display etwas unflexibel und die Schärfekontrolle vor dem "Schuß" sehr wichtig ist.

Hier eine kleine Sammlung von Fotos: https://www.flickr.com/photos/torfmauke/albums

Antwort
von ecki2000, 134

Hmm, hast du mal in Betracht gezogen, das mit deiner Kamera / Objektiv selbst was nicht stimmt. Hast du mal Testaufnahmen gemacht. Einfach mal zuhause ein Lineal aus verschiedenen Entfernungen und Lichtverhältnissen fotografieren, am besten mit zwei verschiedenen Objektiven. Wenns dann nicht scharf werden will, weißt du welches Teil nicht richtig funktioniert und dieses anschließend reklamieren.

Wenn es an den Testfotos nichts zu reklamieren gibt, nützt dir auch eine andere Kamera in der Preisklasse nix. Tiere sind auf Grund der oft fehlenden Kontraste nicht immer leicht zu fokussieren. Dann mal im Zoo aus der Nähe ein wenig üben, bis du dich in die Wildniss wagst.

Antwort
von migebuff, 99

Kann mir jemand eine gute DSLR Kamera empfehlen bis 1200 EURO die sich sehr gut für dieTierfotografie eignet?.

Ja, beispielsweise die 7D oder 7D Mark II. Beides sind Apsc-Kameras mit 1,6-Cropfaktor, hoher Serienbildgeschwindigkeit und gutem Autofokus-System.. In Sachen Bildqualität ändert sich natürlich nichts, egal welche Kamera du kaufst - lediglich das Rauschverhalten könntest du mit einer Vollformatkamera leicht verbessern, den Rest bestimmt das Objektiv und der Fotograf.

Leider lässt sich ohne Beispielbild mit Exifs nicht sagen, wo genau der Fehler liegt - wenn du als einziger 700D-Nutzer mit der Bildqualität nicht zufrieden bist, würde ich aber mal behaupten, es liegt nicht an der Kamera.

Kommentar von torfmauke ,

Ich finde es nicht sinnvoll, einem Anfänger, der schon Probleme mit seiner 700D hat eine 7D oder gar eine 7D MarkII anzudienen. Man sollte doch wissen, dass die wenigsten Probleme durch die Kamera verursacht werden. Die meisten Probleme macht fehlendes Verständnis der Zusammenhänge von Geschwindigkeit und Belichtungszeit, Blende und Schärfentiefe sowie Blende und Beugungsunschärfe. Da ist neben dem Mann hinter der Kamera hauptsächlich das Objektiv gefragt! Die Kamera ist schon beinahe nebensächlich!

Antwort
von Airbus380, 80

Mit Sicherheit liegt das an falscher Erwartungshaltung.

Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt das auch an Deiner mangelnden Erfahrung---> www.fotolehrgang.de

Wahrscheinlich auch am nicht besonders guten und unpassenden Objektiv.

Antwort
von luca2711, 94

Mit welche Objektiv fotografierst du ?

Welche Einstellung hast du verwendet bzw. welchen Kameramodus ?

Hast du die Kamera auf Ai Servo gestellt ?

fotografierst du über das Display oder über den Sucher oben ?

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