Frage von badagirl82, 367

Forderung Inkasso EOS Otto was tun?

Hallo, habe heute einen netten Brief von der EOS Deutscher Inkasso Dienst GmbH Hamburg bekommen. Auf meine alte Postadresse von meinen Eltern. Dort wohne ich schon schon über 12 Jahre nicht mehr. Ich habe noch nie etwas bei Otto bestellt. Ich hätte doch sonst auch Rechnungen oder Mahnungen bekommen. Sie wollen einen Gesamtbetrag von 283,78 € von mir haben. Habe direkt bei Otto angerufen, der nette Herr sagte mir, dass er unter meinem Namen und der Postleitzahl nichts finden kann, es besteht also kein Kundenkonto. Was soll ich tun?

Antwort
von mepeisen, 267

Wenn du dir sicher bist, dort auch nie bestellt zu haben, ist das Vorgehen von ExInkassoMA eigentlich überflüssig. Es dient nur dazu, ein restrisiko, dass beispielsweise ein Familienmitglied Unfug auf deinen Namen trieb und Briefe hast verschwinden lassen, auszuräumen.

Man kann trotzdem erst mal so vorgehen. Ich würde noch den Satz ergänzen: "Des weiteren verlange ich eine umfassende Datenauskunft gemäß BDSG, woher die Adresse stammt und eine Begründung, wieso sie meine Eltern anschreiben und nicht mich selbst. Ich akzeptiere keinerlei Ausflüchte. Sollten Sie mir keine Beweise für meine Schuld vorlegen können (wovon ich ausgehe), werde ich nicht zögern, ihre Mitarbeiter anzuzeigen wegen Betruges, sowie ein Bußgeld beim Aufsichtsgericht zu beantragen wegen Verstoßes gegen §11a RDG. Sie haben 14 Tage Zeit. Ich gewähre keine Fristverlängerung und ich diskutiere nicht."

Und kommt dann nichts Brauchbares, würde ich zur Polizei gehen. Begründung siehe unten im Beitrag von TheMentalist.

Antwort
von franneck1989, 252

Ruhig bleiben - schriftlich widersprechen - wenn man die Nerven hat, kann man EOS auch noch auffordern, alle relevanten Unterlagen zum angeblichen Vertrag vorzulegen - mal schauen, was dann für abenteuerliche Erklärungen kommen.

Antwort
von EXInkassoMA, 221

Erst mal checken was Sache ist

"Sehr geehrter EOS Inkasso Laden

Zwecks Überprüfung der Forderungsangelegenheit bitte ich um Zusendung von

1 Rechnungskopie

2 Zustellnachweis der angeblich verschickten Ware,

3 detailierte Forderungsaufstellung gem BGB 367

4 Legitimationsnachweis (Vollmacht)

Antwort
von TheMentaIist, 227

Dem Inkasso via Einschreiben widersprechen mit Hinweis das man noch nie was bei Otto bestellt, ggf. Anzeige gegen die Mitarbeiter des IB! 

LG ~TheMentalist

Kommentar von bronkhorst ,
ggf. Anzeige gegen die Mitarbeiter des IB! 

Wegen welcher Straftat denn?

EOS ist ein Konzernunternehmen der Otto-Gruppe - das ist so seriös, wie solche Inkassoläden halt sein können.

Möglicherweise hat jemand mit den alten Adressdaten der Fragenden einen Schabernack getrieben, etwas auf Rechnung bestellt und damit die Mahnung verursacht.

Einfach mit Bezug auf den Anruf bei Otto der Forderung widersprechen und gut ist...

Kommentar von mepeisen ,

Wegen welcher Straftat denn?

Betrug.

Warum?

Variante 1. Täuschung über eine Schuld, die gar nicht besteht, da laut Otto gar kein Kundenkonto zu diesem Namen existiert.

Variante 2. Täuschung über eine Schuld, weil der echte Schuldner nicht mehr aufgefunden wird und man nun absichtlich und auf gut Glück jemand anderen die Schuld anlastet, ohne auch nur den geringsten Beweis dafür zu haben, dass es dieselbe Person ist.

Diese "versehentlichen" (=absichtlichen) Personenverwechslungen, um irgendeinen Deppen zu finden, der sich nicht korrekt wehrt, sind inzwischen völlig normal bei EOS. Verboten ist das aus mehrfacher Sicht trotzdem.

Wir haben hier Täuschung, einen erkennbaren Vorsatz und Vermögensschädigung/ Bereicherung.

Wenn es wirklich Variante 3 ist (Ursprünglicher Betrug durch alte Adressdaten des TE) würden nicht die Eltern angeschrieben, sondern der TE selbst via Adressdaten, die man vom Meldeamt herausgefunden hat. Aber selbst dann wäre es Betrug. Zwar nicht durch die Mitarbeiter des Inkassobüros, aber durch diesen Unbekannten, der Schabernack getrieben hat.


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