Frage von Imaptguy, 48

Familie gleichgültig.?

Hi Leute, ich hab ein Problem (falls man das überhaupt Problem nennen kann). Mir ist nämlich meine gesamte Familie (und eigentlich sonst auch jeder andere) gleichgültig. Nur will ich das irgendwie nicht, aber ich komme nicht drüber hinweg. Es ist nämlich so das mir wirklich einfach alles egal ist, was meine Eltern, Geschwister, Cousinen, Onkel, Tanten, Großeltern machen oder wies ihnen geht. Nachdem meine Mutter den Brustkrebs vor einem Jahr besiegt hat wurde mir wirklich alles egal solange es ihr nicht lebensgefährlich geht. Erst letztens hat auch mein Vater eine Herz OP hinter sich, meine Geschwister hat es wirklich angeschlagen, nur mir is es ziemlich egal. Ich bin nartürlich auch öfters zu ihm ins Krankenhaus weils ja immerhin mein Vater ist und er mich so gut wie er konnte erzogen hat, aber wies ihm jetzt wirklich geht oder was er macht oder ob es sein Ende sein wird war mir relativ egal. So geht es mir auch bei allen anderen Menschen. Weiß jemand vielleicht warum?

Antwort
von PostMeUser, 17

Wenn ich dich richtig verstehe, war dir bis zum Sieg deiner Mutter über ihre schwere Erkrankung NICHT alles egal.

Da entsteht bei mir die Frage, ob dich ihre Krankheit so stark belastet haben könnte, dass du dann (unbewusst) deine Gefühle abgeschaltet hast, um nicht oder nie wieder so extrem empfinden zu müssen.

Wie schon angedeutet, nur eine Idee...

Kommentar von Imaptguy ,

naja ich bin gerade mal 14 Jahre alt, der Tumor wurde bei meiner Mutter vor 2 Jahren entdeckt. Und vorher hatte ich auch ein unbeschwertes Leben, wir waren zwar nicht die mit dem meisten Geld, aber es alle male ausgereicht das ich leben konnte und schon vorher kannte ich nur das Gefühl Glück, ich konnte und kann immer noch nur lachen und glücklich sein, andere Gefühle wie Trauer, Wut, Liebe oder ähnliches gibt es in meinem Leben.

Kommentar von Imaptguy ,

Gibt es in meinem Leben nicht *

Kommentar von PostMeUser ,

Ich glaube, es ist sehr schwierig oder fast unmöglich, dir hier, auf GF, sinnvolle und nachhaltige Unterstützung zukommen zu lassen.

Dazu müsste man dich erheblich besser kennen und erstmal ca. eine Million Fragen stellen.

Kannst du dir vorstellen, einmal mit einer Person, der du wirklich sehr vertraust (falls es die gibt) über das alles zu sprechen?

Kommentar von Imaptguy ,

Naja Freunde hab ich so wirklich nicht und über sowas kann ich ja unmöglich mit meinen Eltern sprechen und Personen aufs ganze vertrauen tu ich nie.

Kommentar von Imaptguy ,

naja so wies aus sieht wirds dann wohl für immer in mir bleiben wie die meisten anderen Sachen auch, aber vielen dank für deine Bemühungen.

Kommentar von PostMeUser ,

Oh, das klingt sehr traurig.
Aber es ist viel zu früh, um aufzugeben! 

Mit 14 sieht manches extrem kompliziert aus, für das es aber irgendwo doch noch eine Lösung gibt.

Eine andere Idee wäre es, mit einer neutralen, professionellen Person zu sprechen. Ich meine eine/n Therapeuten oder Psychologen oder ähnliches. Das sollte z.B. über (d)einen Hausarzt organisierbar sein.

Wäre das denkbar?

Kommentar von Imaptguy ,

Das wäre schon etwas was ich mir schon etwas vorstellen kann. Vielen Dank für deine Bemühung!

Antwort
von loema, 23

Familie ist nicht immer positiv verknüpft.
Dass man den Draht völlig verliert, passiert vielen Menschen.
Es kann zu kompliziert sein, wenn man eine bestimmte Rolle zugewiesen bekommt, die aus Kinderzeiten stammt aus der man sich nicht befreien kann.

Bei anderen Menschen kommt es darauf an, ob du völlig emotionslos bist oder dich insgesamt nicht gut fühlst. Also dass du befürchtest vereinnahmt zu werden, wenn du Emotionen zulässt.

Nach schweren Lebensphasen kann man mit der Zeit auch zu einem Roboter werden, der einfach nur funktioniert aber den Zugang zu sich selbst verloren hat.
Dann hilft eine Beratung oder eine Therapie, wieder Gefühle zu anderen zulassen zu können. Die Dinger lassen sich nämlich vortrefflich abstellen, wenn man weiß, wie es geht.

Kommentar von Imaptguy ,

naja ich war schon immer der kleinste in der Familie. Zwischen mir und meiner nächst größten Schwester gibt es 14 Jahre Unterschied. Deshalb war ich schon immer eigentlich ein "Einzelkind", weil da wo mein Gehirn angefangen hat Sachen wirklich zu verstehen waren meine Geschwister nie da. Sie waren immer draußen mit deren Freunden. Ich war schon immer alleine, ich bin auch teilweise in der schule unterfordert und habe auch insgesamt nur 3 Freunde mit denen ich auch nie über traurige Sachen rede. Ich war schon immer alleine, hab alles alleine geregelt. Meine geschwister halfen mir damals ja nicht mal bei den Hausaufgaben oder so.

Kommentar von loema ,

Selbstständigkeit hat aber doch mit Empathie und Interesse an anderen Personen nicht wirklich was zu tun.

Kommentar von Imaptguy ,

naja ich wollte damit fragen ob es vielleicht daran liegen kann weil ich immer so alleine war ob es nun daran liegt das ich zu niemandem Gefühle aufbauen kann

Kommentar von loema ,

Wenn dir nie jemand selbst in großer Not geholfen hat, oder sogar zugesehen hat, wenn dir etwas schlimmes passiert ist, oder dich niemand wirklich liebevoll beachtet hat, dann kann das sein.
Dann wäre es heute und jetzt deine Aufgabe, dich auf den Weg zu machen, dich selbst und andere Menschen lieben zu können.

Antwort
von Bebish05, 13

Wirst du vielleicht nicht gut von deiner Familie behandelt? Oder wurdest du oft im Leben enttäuscht/verletzt?

Kommentar von Imaptguy ,

von meinem Familie werde ich super behandelt, sind alles ganz nette Menschen. Im leben verletzt und enttäuscht würde ich schon öfters mal, ja.

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