Frage von Musikheld, 50

Deutsche Post: Aufhebungsvertrag?

Weis jemand, ob man einen Aufhebungsvertrag der Deutschen Post bedenkenlos unterschreiben kann? Oder bekomme ich am Ende womöglich mein Gehalt nicht? Keine Abfindung ist in meinem Fall klar, aber ich habe Angst, dass ich nicht einmal die paar Wochen, die ich dort war, bezahlt bekomme.

Ich bin skeptisch, da ja der Arbeitsvertrag schon fast nur aus Paragrafen besteht und für Normalsterbliche zum größten Teil ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Antwort
von RoCMu, 15

Um dies beurteilen zu können, müsste man den Aufhebungsvertrag sehen. Es gibt Audfhebungsverträge in denen viel ausgeschlossen ist und die äußerst nachteilig sind. Die Aussage ein Aufhebungsvertrag der Post hilft insoweit nicht weiter. Die Post bitet nicht immer den gleichen, sondern sehr viele Verträge an.

Im Zweifel vereinbare mit einem Anwalt oder einer Gewerkschaft (bzw. Betriebsrat) einen Termin um die Konkrete Vereinbarung zu Deinem Arbeitsverhältnis durch zu gehen.

Antwort
von DerHans, 31

Selbstverständlich bekommst du die Zeit die du gearbeitet hast, auch bezahlt.

Wieso unterschreibst du denn einen Vertrag, den du nicht verstehst?

Kommentar von Musikheld ,

Ich habe ihn erst am Nachmittag vor dem Arbeitsbeginn am nächsten Morgen im Personalbüro gesehen und musste quasi sofort unterschreiben, wenn ich den Job möchte. Der Vertrag ist fast 40 Seiten dick...

Kommentar von DerHans ,

Das ist  trotzdem ein Fehler, wenn du dich unter Zeitdruck setzen lässt.

Kommentar von Musikheld ,

Ich weis T_T  Das werde ich mir für die Zukunft auch merken.

Antwort
von Ernsterwin, 14

Grundsätzlich kann man einen Aufhebungsvertrag unterschreiben und hat unabhängig vom Inhalt Anspruch auf das Gehalt bis zum letzten Arbeitstag. Dieser Anspruch auf Vergütung gem. § 612 kann nicht außer Kraft gesetzt werden.

Wenn der Aufhebungsvertrag allerdings "fast 40 Seiten dick" ist, so würde ich auf jeden Fall prüfen, was da noch drin steht und welche Folgen das für mich hat. Oft sind einige Fallen in solchen Verträge enthalten. Die damit verbundenen Risiken sollte man zumindest kennen.

Antwort
von Odenwald69, 19

Die frage ist immer hast du gekündigt oder diese ??  Warum kommt es zu einem Aufhebungsvertrag ?  

Wichtig ist auch nie einen Vertrag "mitten" im Monat als Stichdatum machen . Immer zum Monatsletzten.   

Antwort
von DeinHerrscher, 34

Du hast für 3 Monate kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn du den Aufhebungsvertrag unterschreibst.

Kommentar von Musikheld ,

Das war ehrlich gesagt nicht meine Frage. Und Anspruch auf ALG habe ich eh nicht. Habe jedoch schon den nächsten Job in Aussicht. Wären also eh nur ein paar Wochen, die ich klarkommen muss.

Kommentar von DeinHerrscher ,

Wollte das ehrlich gesagt nur erwähnen, weil viele Leute nicht wissen, was für Folgen dieser Aufhebungsvertrag haben kann. Der Arbeitgeber profitiert vom Aufhebungsvertrag. Ich kenne keinen Fall, bei dem der Arbeitnehmer davon profitiert hat. Ich hoffe, damit wurde die Frage ausreichend beantwortet.

Kommentar von Musikheld ,

Ach so, danke, entschuldigung. War schon sinnvoll das zu erwähnen und wenn ich es nicht schon gewusst hätte, wäre das ja eine sehr wichtige Information gewesen. Sorry :-)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community