Das erste mal auf dem Stuhl beim Frauenarzt?

11 Antworten

Zunächst solltest du dir natürlich von niemanden Angst machen lassen. In jungen Jahren ist es sicherlich ungewohnt sich vor fremden Menschen so zu zeigen. Doch denke immer daran das es sich hierbei um einen professionellen Arzt handelt. Dieser wird dich weder auslachen noch etwas tun was du nicht möchtest.

Ich hatte auch eine Zyste und glaube mir du wirst im Nachhinein froh sein das du untersucht wurdest :-)

Was passiert beim Frauenarzt?

Zunächst sollte ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patientin stattfinden. Es werden Fragen zur Krankengeschichte gestellt bzw. zu vorangegangenen Operationen und Erkrankungen.

Wichtig sind auch Angaben über den Zeitpunkt der ersten Periode (Menarche), das Datum der letzten Blutung bzw. zur Zyklusdauer und Blutungsstärke. Mitunter wird auch nach der Art der Monatshygiene gefragt, ob Tampons oder Binden verwendet werden.

Der Gesprächsverlauf ist sicher individuell unterschiedlich und abhängig vom Arzt, der Patientin und auch von der Situation. Damit sich der Arzt ein umfassendes Bild machen kann, sind auch Angaben zum sexuellen Verhalten notwendig. Sehr junge Mädchen brauchen davor keine Angst haben, denn das Gespräch kann auf Wunsch selbstverständlich ohne Beisein der Mutter geführt werden. Nicht vergessen: Der Arzt steht unter Schweigepflicht!

Erste Untersuchung beim Frauenarzt

Wichtig ist, dass beim ersten Besuch der Arzt vor der Untersuchung erklärt, was gemacht wird. Falls der Arzt dies unterlässt, kann die Patientin ihn darauf ansprechen und ihn bitten, ihr die Untersuchungsschritte zu erklären.

Zusätzlich zu den Erklärungen zeigen manche Ärzte auch an Hand von anatomischen Zeichnungen oder Modellen, wie die Schritte ablaufen. Damit hat man eine bessere Vorstellung von dem, was während des Untersuchungsvorgangs passiert.

Da für die Patientin ein direktes Zuschauen nicht möglich ist, - was unter Umständen manchen Frauen die Angst nehmen könnte - besteht auf Wunsch eventuell die Möglichkeit, dass der Arzt der Patientin den Muttermund mit einem Spiegel zeigt.

Zunächst betrachtet der Arzt das äußere Genitale, um eventuell bestehende Hautveränderungen, äußere Infektionen oder Ähnliches festzustellen. Anschließend werden die Scheide und der Muttermund untersucht. Dazu muss die Scheide mit zwei Instrumenten (Spekula) - diese ähneln gebogenen Löffeln - entfaltet werden. Dieser Vorgang ist etwas unangenehm, vor allem wenn man sich sehr verkrampft und die Luft anhält.

Um diese Untersuchung für sich einfacher zu gestalten, ist es wichtig, den Po "fallen zu lassen", schwer zu machen und gleichzeitig tief ein- und auszuatmen. Die Instrumente können auch etwas kalt sein. In manchen Praxen werden sie daher leicht angewärmt.

Die Abstrichentnahme an sich merkt man fast nicht. Es kann etwas ziehen, was aber nicht weiter problematisch ist.

Bimanuelle Untersuchung

Die bimanuelle Untersuchung ist die typische Untersuchung des Frauenarztes, bei der Größe, Lage, Druckempfindlichkeit und Beweglichkeit der Gebärmutter beurteilt werden. Zusätzlich gibt sie Aufschluss über die Eierstöcke, welche jedoch besser durch den Ultraschall beurteilt werden.
Neben den Geschlechtsorganen wird dann noch der Aufhängeapparat der Gebärmutter untersucht, der z. B. bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen verändert erscheint.

Bei der bimanuellen Untersuchung führt der Arzt einen oder zwei Finger der rechten Hand in die Scheide ein, die Gebärmutter wird auf denFinger geladen und nach oben gedrückt. Die linke Hand liegt auf dem Unterbauch und drückt gegen die Bauchdecke. Dadurch kann man die Gebärmutter tasten, beziehungsweise schieben sich die Eierstöcke und die Gebärmutter in eine Position, in der sie beurteilt werden können.

Ein sehr wichtiger Befund ist z. B. der Portioschiebeschmerz. Das istein Schmerz, der durch das Wackeln am Gebärmutterhals hervorgerufen werden kann und einen Hinweis auf eine Infektion darstellt. Diese Untersuchung ist etwas unangenehm, aber einfach zu überstehen, wenn man sich entsprechend entspannt. Zudem sollte die Harnblase leer sein. Wichtig ist es wiederum, den Po "fallen zu lassen" und tief ein- und auszuatmen.

Ultraschalluntersuchung

Oft erfolgt auch eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide.Sie ergänzt die vorangegangene Untersuchung. Durch den Ultraschall kann man die Struktur der Gebärmutter, die Schleimhaut, die Zyklusphase oder auch andere Strukturen erkennen. Wichtig ist die Beurteilung der Eierstöcke, die mit Ultraschall genauer möglich ist.

Brustuntersuchung

Die Brustuntersuchung findet entweder vor oder nach der gynäkologischen Untersuchung statt. Das bedeutet, man braucht nicht völlig nackt vor dem Arzt stehen, sondern es kann zuerst die Brust und dann das Genitale entblößt werden. Wenn man nicht komplett nackt ist, fühlt man sich auch nicht ganz so ausgeliefert.

Abschließendes Gespräch

Nach der Untersuchung sollte in einem Gespräch eine Befundbeurteilungerfolgen. Je nachdem was die Untersuchung ergeben hat, wird die notwendige Therapie besprochen bzw. das entsprechende Verhütungsmittel (Pille, Dreimonatsspritze etc.) verordnet, falls die Verhütung der Grund für den Arztbesuch war.

Generell sollte sich der Frauenarzt für seine Patientin beim ersten Besuch viel Zeit nehmen, um einen guten Kontakt zu gewährleisten, so dass sich die jungen Mädchen/Frauen wohl fühlen. Das kann man als Patientin vom Arzt auch einfordern. Hilfreich ist es, wenn man sich vor dem Besuch überlegt, was man den Arzt fragen möchte.

Q: netdoktor.at/untersuchung/der-erste-frauenarztbesuch-8229

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Lg

Helpful Masked

Love1524  31.03.2018, 16:13

Hätte noch ein paar fragen?

Mit einer Zyste in der Gebärmutter ist leider nicht zu spassen. Viele Zysten sind allerdings gutartig und verschwinden von selber wieder, oder bilden sich zurück, wenn die Pille genommen wird. Ich nehme mal an, die Zyste ist durch Ultraschall festgestellt worden. Jetzt muss halt noch die Gebärmutter abgetastet werden und eine Gewebe- und Urinprobe genommen werden. Damit kann die Frauenärztin dann feststellen, ob es eine gutartige Zyste ist, oder eine die operativ entfernt werden muss. Damit das gemacht werden kann, wird Dir der Gynäkologenstuhl nicht erspart bleiben. 

Der Stuhl und die Tatsache, dass da jemand in Deinem Unterleib rumfummelt, sind zwar etwas ungewohnt, aber es tut wirklich nicht sehr weh. Ich denke Deine Freundinnen, die Dir Angst vor dem Frauenarzt gemacht haben, wollten Dich nur verarschen. Ich find, dass das überaupt nicht nett von ihnen war und ist. Aber ab morgen kannst Du dann auch mitreden, wie man sich auf diesem Stuhl fühlt.

Poste doch morgen einfach Deinen Erfahrungsbericht hier. Gibt sicher auch viele andere Mädchen, die das brennend interessiert.

Du musst da keine Angst haben. Wenn es so schlimm wäre, gingen nicht Millionen von Frauen zweimal im Jahr zum Frauenarzt.

Du darfst Dich hinter einem Wandschirm freimachen, also Slip ausziehen, den Rest kannst Du anbehalten.

In den meisten Praxen legen sie vorgewärmte Tücher auf diesen Stuhl, damit man sich entspannen kann. Dann muss die Gynäkologin ein Spekulum einführen, das ist aus Metall und ist etwas kalt. Die eigentliche Untersuchung dauert gar nicht so lange, es drückt etwas, aber es wirklich auszuhalten!!

Ich bin 58 Jahre alt, ich war schon unzählige Male beim Frauenarzt. Noch nie hat mir da einer weh getan. Lass Dich mal nicht so verunsichern.

Wenn Du das möchtest, darf Deine Mutter mit Dir gehen und während der Untersuchung neben Dir stehen.

lg Lilo

Mach dir keine Sorgen! Das ist der Job des Arztes, der sieht täglich unzählige "intime Bereiche" und deiner ist dann einer von vielen.. Ausserdem wird dir da geholfen, du profitierst also nur davon. Wenn du ein paar Mal da warst, wird das überhaupt nicht mehr schlimm für dich sein. Es tut auch nicht weh oder so.. Einfach einmal überwinden! Viel Glück :-)

Der Arzt , oder die Ärztin , werden Dir zu Beginn ,  jede Behandlungsweise erklären.

 Hab nur Vertrauen ! :)

Wenn Du ohne Angst und entspannt bist , ist es nicht schmerzhaft .