Frage von ggschnucke, 130

Darf man jemanden mit "nicht filmen!" beschuldigen, wenn er sein Smartphone zufällig in die Richtung des Beschuldigenden hält?

An einem Sommertag liegt Person A auf einer Parkwiese neben vielen teilweise nackten Sonnenbadenden. Sie hält ihr Smartphone vor den Augen, schaut sich Files an, klickt ziellos hin und her (im Übrigen wie manche andere Anwesende auch).

Es kommt Person B, die in der Nähe lag, aggressiven Schrittes auf Person A zu und sagt mit einem erhobenen Zeigefinger und in einem autoritären Ton: "Nicht filmen!" Person A antwortet wahrheitsgemäß, dass sie das nicht tut.

Person B fordert daraufhin: "Zeige das Videoverzeichnis!" Person A gibt der Person B ihr Smartphone. Diese findet logischerweise nichts und sagt zu sich selbst arrogant: "Jetzt habe ich auch keine Lust" und fordert: "Smartphone nicht auf die Leute richten!".

Meine Fragen

  1. Darf Person B einen anderen überhaupt derart beschuldigen ("nicht filmen!"), ohne zu wissen, ob gefilmt wird?
  1. Hat Person B das Recht, Dateien eines fremden Smartphones einfach so auf der Grundlage von Vermutungen zu inspizieren?
  1. Darf Person B bestimmen, wer in welche Richtung sein Smartphone hält?
  1. Hat eine Menge von ca. 50 teilweise nackten Menschen in einem öffentlichen Park den Anspruch, nicht gefilmt zu werden (auch wenn in der obigen Schilderung nicht gefilmt wurde)?
Antwort
von Dommie1306, 54

Hallo,

1. Jein. Schwieriger Sachverhalt. Prinzipiell kann ich darauf bestehen, nicht gefilmt zu werden bzw. dass das Video gelöscht wird, wenn es explizit von mir handelt, vor allem wenn ich z.B. nackt bin. Das war ja bei Person B nicht der Fall. Person B hätte fragen sollen, ob gefilmt wird, bzw. darauf hinweisen, WENN gefilmt wird, dass das doch bitte zu unterlassen sei...

Was ist nun mit der Aussage "nicht filmen" ... 

Eine Überlegung wäre, ob der

§ 186 StGB
Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Er behauptet eine Tatsache, nämlich das gefilmt wird, ohne dsas die Tatsache erweislich wahr ist. Die Frage, die das Gericht beantworten müsste wäre, ist diese Aussage dazu geeignet, Person A in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen? Wenn jemandem in Mitten von Nacktbadenden vorgeworfen wird, dass er diese filmen würde, würde mein Rechtsempfinden sagen "Ja"... aber ich bin mir sicher, dass es kaum ein Gericht geben wird, welches hierfür eine Verurteilung aussprechen würde.

2. Nein. Einfach nur nein. Das darf die Polizei lediglich mit richterlichen Beschluss bzw. mit einer staatsanwaltschaftlichen Verfügung und sonst niemand.

3. Nein. Bzw. in diesem Fall: Nein. Im Kino darf ja der Rechteinhaber auch sagen, dass du den Film nicht abfilmen darfst;). In diesem Fall aber nicht. Außer Person B ist Eigentümer der Liegewiese oder vom Eigentümer angestellt und dazu angehalten, das Filmen zu untersagen. In diesem Fall hat dieser ja das Hausrecht inne und die Gäste unterwerfen sich diesen Regeln. Sind die Gäste damit nicht einverstanden, müssen sie halt wo anders liegen. Da du schreibst, es ist eine Parkwiese und da du Person B nicht als offiziellen "Parkwächter" titulierst => Nein

4. Filmen und Fotografieren darfst du erstmal immer. Die abgebildeten Personen hätten aber das Recht, dass die Aufnahmen von ihnen gelöscht werden... veröffentlichen darfst du die Aufnahmen nicht, das würde gegen §22 Kunsturheberrecht verstoßen.

§ 22 KunstUrhG

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.

Antwort
von DerOnkelJ, 59

zu 1.: Nein! Das ist eine Unterstellung falscher Tatsachen. Man darf höchstens fargen "Filmen Sie mich?" und höflich darum bitten, nicht gefilmt zu werden

zu 1.: Nein. Das ist ein unberechtigetes Eindringe in die Privatsphäre. Es könnten sich vertrauliche Sachen auf dem Smartphone befinden die niemanden was angehen. Sowas darf nur die Polizei bei konkreten Verdachtsmomenten.

zu 1.: Nein.

zu 1.: Wenn es sich um eine öffentliche Anlage handelt in der kein Verbot von Foto- und Filmaufnahmen gilt, ist das reine Filmen und Fotografieren kein Problem. Rechtlich relevant wird es erst bei der Veröffentlichung dieser Aufnahmen, da müsste tehoretisch jeder, der darauf zu sehen ist, gefragt werden ob er mit der Veröffentlichung einverstanden ist.
Von einem Eindringen in die Privatsphäre oder Intimsphäre kann man auch nicht sprechen wenn sich jemand in der Öffentlichkeit nackt auszieht.

Antwort
von Alex92fromHell, 58

Die privaten Daten auf dem Handy sind - wie der Name schon sagt - privat. Der einzige der das Recht hat diese durchzuschauen ist die Polizei. (Wenn man sich das ersparen möchte würde ich es auch einfach herzeigen)
Dein Handy zu benutzen kann dir auf eienm öffentlich Strand niemand verbieten, eben nur, dass sie gefilmt werden.
Und selbst da wirds schwer, weil an öffentlichen Orten ist das Filmen erlaubt und wenn man sich dort aufhält muss man damit rechnen gefilmt zu werden, also es müsste schon direkt eine Person gefilmt werden, und nicht nur z.b. der Blick aufs Meer.
Ob es bei bestimmten fkk Stränden Ausnahmeregelung gibt, ist den Infotafeln oder bei der zuständigen Gemeinde einzuholen.

Kommentar von Menuett ,

Die Polizei darf kein Handy durchschauen. Dazu braucht es einen richterlichen Beschluss.

Antwort
von EGitarre, 64

Vorab: Eine Nummerierung geht von 1-x, nicht von 1-1  =D

Zu 1. Prinzipiell darf eine Person das tun, eine "Beschuldigung" in diesem Fall kann ja jeder zu jeder Zeit machen, grade wenn es auf diese Person den anschein macht, als wäre es der Fall.

Zu "2." ;): Nein, sie kann zwar Fragen, aber ein Recht darauf hat diese Person nicht. Da müsste sie wenn dann die Polizei rufen. Das ist da genau wie mit Handtaschen bei Verdacht auf Ladendiebstahl.

3. Nein, das ist ein freies Land =P

4. Das ist nicht ganz eindeutig. Wenn nicht explizit Schilder stehen keine Fotos/Videos zu machen, dann ist es dir ja erlaubt, Fotos vom Park zu machen, da dürfen dann auch fremde Menschen drauf sein, solange du die Fotos nicht veröffentlichst.
Da es aber ein Park war, wo das nackt sein offensichtlich erlaubt ist (normalerweise ist nackt sein in der Öffentlichkeit eine Straftat: Erregung öffentlichen Ärgernisses, es sei denn an den dafür vorgesehenen Plätzen wie ein FKK Strand), würde ich fast davon ausgehen, dass dort so ein Schild gestanden hat, dann haben die 50 Menschen ein Recht darauf, nicht gefilmt zu werden

Antwort
von LeroyJenkins87, 38

1. Beschuldigen kann man immer. Ob es etwas bringt ist eine andere Frage. Und unter Umständen kann es auf einen zurückfallen.

 

2. Nein, hat sie nicht. Dies ist ein Eingriff in die Privatsphäre.

 

3. Nein, darf sie nicht.

 

4. Ob die Nacktheit ein Einfluss hat weiss ich nicht. Aber grundsätzlich darf man in der Öffentlichkeit filmen. Wenn Personen dann aber im Grossformat gefilmt werden bzw. "im Mittelpunkt" der Aufnahme stehen braucht man deren Einverständnis.

Kommentar von Dommie1306 ,

Bei 4.: Fast richtig. Du brauchst das Einverständnis nicht, darfst das Material aber nicht veröffentlichen. Jedoch hat die Person ein Anrecht darauf, dass die Aufnahme gelöscht wird.

Unterm Strich war aber fast alles richtig, daher Daumen hoch^^

Kommentar von LeroyJenkins87 ,

Ok. Danke für die Klarstellung. Man lernt nie aus :)

Kommentar von Dommie1306 ,

Aber gern.

Es geht sogar noch komplizierter:

Du darfst auch dann Bildnissen mit Personen Veröffentlichen, wenn diese nur "Beiwerk" sind, also wenn du z.B. das Brandenburger Tor filmst und die Leute davor mitfilmst, ist das kein Problem.

Wenn die Menschen darauf aber nackt sind, wird in der Rechtsprechung (nicht im Gesetz, da musste erst ein Gericht bemüht werden) davon ausgegangen, dass diese nicht mehr nur Beiwerk sind und deswegen die Bilder nicht veröffentlicht werden dürfen (Strand wird gefilmt, es soll eig. der Strand gezeigt werden, 50% der Menschen sind nackt => darf nicht veröffentlicht werden...)

Kommentar von LeroyJenkins87 ,

Das mit dem Beiwerk habe ich gemeint als ich vom "im Mittelpunkt" geredet habe.

 

Aber der Zusatz mit der Nacktheit ist mir neu. Aber macht Sinn, wenn man mal genauer darüber nachdenkt ;)

Kommentar von Dommie1306 ,

Hab ich mir gedacht, dass du das meintest. Das mit der Nacktheit hab ich auch erst vor kurzen in einem Gerichtsurteil gelesen... hmm ich find das Urteil gerade nicht, bei Interesse versuch ichs mal zu finden:)

Antwort
von NightHorse, 46

Im öffentlichen Raum kann man das Filmen oder Fotografieren nicht verbieten. Auch das Fotografieren von Personen ist Erlaubt. Jedoch gibt es unter umständen Situationen, in denen das Persönlichkeitsrecht des Fotografierten den rechten des Fotographen überwiegen, aber das ist eine sehr Komplexe Materie. Das gilt aber nur für Bilder für den privaten Gebrauch. Die Bilder dürfen jedoch nicht veröffentlich werden (Facebook gilt als Veröffentlicht).

Daraus Folgt, Person B kann das Fotographieren nicht verbieten.  

Person B hat außerdem nicht das Recht auf das Fremde Smartphone zu durchsuchen, da dies die Informelle Selbstbestimmtheit den Smartphonebeseitzers einschränkt, und ja nach dem wie Person B das einfordert auch eine Nötigung bestehen. Im zweifelsfalle kann Person B die Polizei rufen um zu überprüfen ob Bilder direkt vom PersonB gemacht wurden, die gegen das Persönlichkeitsrecht von Person B verstoßen.

Genauso darf Person B nicht bestimmen in welche Richtung die Kamera gehalten wird.

Diese Menschenmenge hat keinen Anspruch darauf nicht gefilmt zu werden, da sie sich in einem Öffentlichen Park aufgehalten haben. Aber es gibt Außnahmen, Die Filmaufnahmen dürfen nicht Heimlich (aus einer Hecke) durchgeführt werden, außerdem kann von der Polizei das Filmen verboten werden. Auch wenn das Filmen an diesen Platz durch Schilder verboten wurde, ist das Filmen verboten.

Diese Aufnahmen dürfen wie bereits genannt, nicht veröffentlich werden.

Antwort
von Marco1978, 51

Jeder hat das Recht auf das eigene Bild. Ohne Einwilligung darf niemand gefilmt oder fotografiert werden.

Aber: Wenn man sich in einer Menschenmenge bewegt, also z.B: in der Innenstadt, an einem Konzert oder einem Umzug, dann muss man damit rechnen, dass man eben irgendwie irgendwo in einer Kamera landet.

Hier in diesem Fall hat sich der Betroffene wohl wirklich belästigt gefühlt. Die Art und Weise ist fragwürdig, aber er kann natürlich jemanden bitten, ihn nicht zu filmen.

Er hat aber kein Recht, sich die Dateien auf dem Handy anzusehen. Allerdings hätte ich ihm das Teil wohl auch gegeben, wenn ich ja wirklich nichts gefilmt hätte. Was will ich da noch einen Streit vom Zaun brechen, soll er doch sehen, dass ich Recht habe.

Also wichtig: Sind besonders empfindlich aussehende Menschen (Nackte, Halbnackte, Frauen, Kinder, exotisch Gekleidete, Armeeangehörige...) in der Nähe ist es ratsam, das Handy immer so zu halten dass es klar ist, dass niemand ohne dessen Einwilligung gefilmt oder fotografiert wird.

Kommentar von Dommie1306 ,

Jeder hat das Recht auf das eigene Bild. Ohne Einwilligung darf niemand gefilmt oder fotografiert werden.

Das ist einfach nur falsch, wieso hält sich das Gerücht so hartnäckig?

Mit dem "Recht am eigenen Bild" wird landläufig der §22 KunstUrhG bezeichnet, der da lautet:

§ 22

Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.

Verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden! Da steht nichts von "angefertigt werden"!

Was noch denkbar wäre

§ 201a StGB
Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1.von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt,

2.eine Bildaufnahme, die die Hilflosigkeit einer anderen Person zur Schau stellt, unbefugt herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt,

3.eine durch eine Tat nach den Nummern 1 oder 2 hergestellte Bildaufnahme gebraucht oder einer dritten Person zugänglich macht oder

4.eine befugt hergestellte Bildaufnahme der in den Nummern 1 oder 2 bezeichneten Art wissentlich unbefugt einer dritten Person zugänglich macht und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt.

1. Im Fallbeispiel geht es um einen Park, also keine Wohnung

2. Das wäre wenn die Person betrunken und eingekotet am Boden liegt, geh ich bei Nacktbadener nicht davon aus

3 und 4 fallen komplett raus.

Also nochmal:

Du darfst sehr wohl von anderen Personen Bilder und Videos anfertigen.

Antwort
von taunide, 50

Das man andere nicht ungefragt filmt sollte selbstverständlich sein. Wer das nicht respektiert, dem kann man es verbieten. In FKK-Bereichen ist es generell (zumindest moralisch) verboten.

Jeder hat ein Recht darauf selbst zu bestimmen ob er abgelichtet wird.

In so einer Situation das Handy auf andere zu "richten" muss den verdacht erwecken das gefilmt wird.

Ein Recht, des anderen Handy zu inspizieren dürfte der "gefilmte" nicht haben. Da müsste es schon zu einer Anzeige kommen - aber damit würde ich drohen, wenn der "Filmer" nicht einsichtig ist.

Kommentar von Dommie1306 ,

Und wieso würdest du mit einer Anzeige drohen?

Um dich selber dem Vortäuschen einer Straftat und der Verleumdung schuldig zu machen?

Es ist keine Straftat jmd anders zu Filmen! (siehe mein Kommentar zu Marco1978)


Bzw: Sag mir das Gesetz und den Paragraph bittet, der es verbietet-.-

Kommentar von taunide ,

Es geht (mir) nicht um Gesetzte und Straftaten sondern um Respekt, Moral und Anstand.

Ich weiß das sind Begriffe die heute leider ziemlich eingestaubt sind, aber meiner Ansicht sogar ÜBER dem Gesetzt stehen - denn nur wer sich in dem Fall nicht an gesellschaftliche "Normen" hält braucht ein Gesetz um in seine Schranken verwiesen zu werden.

Kommentar von Dommie1306 ,

Wenn du jemanden ANZEIGEN willst, dann brauchst du ein Gesetz und keine Moral oder Anstand.

Ansonsten geb ich dir zu 100% Recht. Ist aber eine moralische Diskussion, bei der wir zwei wohl ziemlich alleine dastehen;)

Kommentar von LouPing ,

Hey Dommie1306

Was Marco1978 dazu schreibt wäre mir im Ernsfall egal.

Würdes du, ohne mich zu fragen, gezielt Bilder von mir  veröffentlichen bekämst du über den zivilrechtlichen Weg Stress mit mir. Ich bin mir sicher unsere Rechtsschutz würde das auch unterstützen. Ich fühle mich halt von dir bedroht und du stellst mir nach, da findet sich ein Grund.

Für mich ist die Privatsphäre und der Respekt anderen gegenüber selbstverständlich, leider sehen das einige wohl anders. 

Kommentar von Dommie1306 ,

Servus,

da brauchts überhaupt keinen zivilrechtlichen Weg. Du hast ja das Recht, dass die Bilder wieder gelöscht werden (ok, wenn ich dem nicht nachkomme brauchst du schon einen zivilrechtlichen Weg^^)

Und ja, das unterstützt die Rechtschutzversicherung, dafür gibt es ja bereits Grundsatzurteile (bei Interesse such ich sie gern mal raus). Und wie gesagt, da brauchst keinen Grund wie Bedrohung oder Nachstellung, das ist schon alles geklärt.

Und ich seh das wie du, aus Respekt gegenüber anderen macht man das einfach nicht.

Aber darum ging es bei der Frage nicht: Die Frage war, ob man jemand anderes fotografieren/filmen darf (strafrechtlich) und da ist die Antwort nun einmal "Ja, darf man". Kann ich nichts dafür, ich hab das Gesetz nicht gemacht;)

Ansonsten wie gesagt, geb ich dir vollumfänglich recht, daher Daumen hoch;)

Kommentar von LouPing ,

Hey Dommie1306

Erwischte ich dich beim gezielten fotografieren / filmen würde ich mit dir auf Konfrontation gehen. 

Weigerst du dich "meine Bilder" zu löschen ginge ich davon aus das du die "missbräuchlich" nutzen möchtest. 

Schon hier würde ich aktiv werden. 

Wer nackte Menschen filmt ist flink ganz mit Begriffen wie "spannen und stalken" konfrontiert. Sind Kinder darunter kann es noch viel unangenehmer werden, Eltern sind echte Kämpfer. 

FB hatte erst kürzlich heftig Ärger an der Backe. 

Deshalb ist es gut es einfach bleiben zu lassen. :o) 

Kommentar von Dommie1306 ,

Hey du,

ja würd ich auch;)

Wenn ich mich aber weigere, das zu Löschen benutzt ich sie ja bereits widerrechtlich, bzw. ich besitze sie bereits widerrechtlich:)

Aber in dem Moment bleibt dir halt zum "aktiv werden" nicht viel, außer den Zivilweg zu bestreiten (wobei das von mir natürlich saudumm wäre, weil ich dann die Kosten übernehme müsste, aber bin mir sicher, solche Deppen gibt es.)

Übrigens kannst du in dem Fall uns rufen (also Polizei), da eine unserer Aufgabenbereiche "Schutz privater Rechte" ist, wir also die Personalien vom Fotografen aufnehmen und dir weitergeben können.

"Spannen" ist aber keine Straftat... und für "stalken" gibt es zwar den Paragraph der Nachstellung, der aber so schnell nicht erfüllt ist - klar hast du wieder moralisch komplett recht, aus der strafrechtlichen Schiene ist das aber noch nichts.

Wenn Kinder dabei sind würde die Sachlage schon wieder ganz anders ausschauen. Da könnten wir evtl. sogar an Herstellung von kinderpornographischem Material denken, das wäre ein Verbrechen! (Unabhängig davon möchte ich mich nicht mit den Eltern anlegen;))

Richtig, einfach bleiben lassen wäre die bessere Alternative:)

Kommentar von LouPing ,

Polizei? 

Nein, ich würde in dem Fall das Ordnungamt rufen und den Rest zivilrechtlich klären. Erst wenn die nicht weiterkommen käme mir die Polizei in den Sinn. 

So kämen für den "Täter" viel mehr Gebühren und Schreibkram zusammen. ;-) 

Dein letzter Satz aber stimmt mich nun gnädig. *g 

Kommentar von Dommie1306 ,

Ich war doch die ganze Zeit deiner Meinung? Nur ging es eben um das Strafrecht und nicht um die moralische Einstellung:)

Hmm, Ordnungsamt...

Ich glaube kaum, dass die kommen würden, da sie nicht zuständig sind. Es ist nun mal die Aufgabe der Polizei für den "Schutz privater Rechte" zu sorgen.. dem Ordnungsamt unterliegen ja nur ihre Obliegenheiten, sagen wir mal "Ruhestörung".

Aber da mag ich mich auch irren, ich würde wohl die Kollegen rufen^^

Obwohl die Idee zwecks Gebühren einfach nur gut ist XD

Kommentar von LouPing ,

Hier bei uns sogt das Ordnungsamt für Ruhe und Ordnung im Parks und öffentlichen Einrichtungen. 

Das sind die ersten Ansprechpartner. Entsprechend aufwendig ist der Verwaltungsakt bei Problemen. 

Die Polizei kommt bei strafrechtl. relevanten Vorgängen mit ins Spiel. 

Kommentar von Dommie1306 ,

Aso, ja war mir entfallen, dass das alles in einem Park ist XD

Dachte allgemein, wenn dich jetzt jemand auf der Straße fotografiert.

Wie gesagt, die Polizei ist auch für "Schutz privater Rechte" zuständig;)

Entschuldige übrigens, dass ich immer so spät antworte, mir wird keine Benachrichtigung gesandt, wenn ein Kommentar veröffentlicht wird... keine Ahnung wieso

Antwort
von Wippich, 14

Da braucht man gar nicht weit ausholen,ich hätte erst mal ein Foto von dem gemacht.

Antwort
von Johannisbeergel, 48

1. es gibt auch auf der Straße Leute, die denken, dass ich sie fotografiere, selbst wenn ich die Frontkamera für ein Selfie benutze...also es ist keine "Beschuldigung", sondern nur eine Behauptung.

2. natürlich nicht. Wenn man sein Handy aus der Hand gibt, selbst Schuld. Wenn die Leute sich da wirklich "gefilmt" vorkämen, hätten sie ja die Polizei rufen können - nur die darf auf solchen Verdacht kontrollieren bzw. klärt das dann entspannt mit dir. 

3. nö, wie du dein Smartphone hälst ist deine Sache

4. ja und auf der untersten Stufe gebietet es auch der Anstand nackte Leute nicht zu filmen, außer es handelt sich um einen offiziellen Pornodreh

Antwort
von Menuett, 12

Da dies in der Öffentlichkeit stattfand, darf man auch Personen filmen, die sich in der Öffentlichkeit aufhalten.

Nur veröffentlichen darf man diese Filme dann ohne das Einverständnis der Person nicht.

Ist sie nur durch Zufall auf der Aufnahme und wird nicht explizit gefilmt, dann hat sie sogar da Pech.

Auf keinen Fall gibt man einer solchen Person das Handy.

Antwort
von LiselotteHerz, 35

Das Filmen und Aufnahmen von anderen Personen ohne deren Zustimmung ist generell verboten. Erst recht, wenn es sich um eine Liegewiese mit nackten Sonnenbadenden handelt.

Erstens gehört sich das nicht und zweitens ist es, wie gesagt, verboten.

Wenn Person B den Eindruck haben muss, dass Du dort Aufnahmen von ihm gemacht hast, kann er das verlangen.

lg Lilo

Kommentar von Dommie1306 ,



Das Filmen und Aufnahmen von anderen Personen ohne deren Zustimmung ist generell verboten.



Nein ist es nicht! (siehe mein Kommentar zu Marco1978)


Bzw.: Sag mir doch bitte den Paragraph, der es verbietet-.-

Kommentar von LiselotteHerz ,




Verboten ist das Photographieren oder Filmen von Personen gegen ihren Willen, wenn diese sich in einem gegen
Einblick besonders geschützten Raum befinden und durch die Aufnahmen der höchstpersönliche Lebensbereich
verletzt wird. Dies ist zum Beispiel bei heimlichen Aufnahmen in Toiletten- oder Umkleidekabinen der Fall. Der
entsprechende Straftatbestand (§201a StGB) ist die Reaktion des Gesetzgebers auf einen Medienhype aus dem
Sommerloch des Jahres 2003 um sogenannte „Handy-Spanner“

Davon abgesehen, ist es schlicht und ergreifend eine absolute Ungezogenheit Nackhtbadende aufzunehmen oder zu filmen.

Als ich vor Jahren auf einem FKK-Platz war, haben wir wegen eines solchen Spinners die Polizei gerufen. Der Mann wurde abgeführt.

Kommentar von Dommie1306 ,

Ja das hab ich doch oben beschrieben. DAS IST HIER ABER NICHT DAS FALL!

Du schreibst

Das Filmen und Aufnahmen von anderen Personen ohne deren Zustimmung ist generell verboten

und genau dsa ist falsch. Es ist NICHT generell Verboten. Ganz im Gegenteil, es gibt sehr enge Grenzen, WANN es verboten ist. Z.B. in dem von dir erwähnten "gegen Einblick besonders geschützten Raum". Aber wo soll das bei der Frage in einer Parkanlage vorhanden sein? 

Den Rest, den du schreibst, unterschreib ich dir sogar, seh ich genau so. Es ist eine Ungezogenheit. Das heißt aber nicht, dass es verboten, also eine Straftat ist!

Kommentar von GanMar ,

Es braucht meines Erachtens kein besonderes Verbot. Der Hinweis auf Art. 2 Abs. 1 GG sollte vollkommen genügen. Art. 2 entfaltet durchaus Drittwirkung auf das Rechtsverhältnis zwischen Personen.

Wer erkennbar gegen seinen Willen fotografiert wird, wird in der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit beeinträchtigt. Handelt es sich um einen Pressefotografen, lohnt sich die Interessenabwägung: Ist das Recht der Öffentlichkeit auf Information höher zu werten als das Recht des Einzelnen? Bei privaten Fotoaufnahmen lohnt die Abwägung nicht, das Persönlichkeitsrecht des "Kamera-Opfers" steht über dem Recht des Fotografen und somit besteht ein Anspruch auf Unterlassung und Beseitigung.

In Grenzbereichen könnte noch mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung argumentiert werden. Immerhin ist das Foto mit einem Smartphone eine Verarbeitung personenbeziehbarer oder sogar personenbezogener Daten.

Aber warum überhaupt eine derartige Diskussion? Eine Person abzulichten, die erkennbar nicht fotografiert werden möchte oder sich in einer Situation befindet, die es angeraten erscheinen läßt, erst einmal um Erlaubnis zu bitten, ist eine grobe Unhöflichkeit. Und der Austausch von Unhöflichkeiten kann sich schnell zu einem Austausch von Tätlichkeiten hochschaukeln. Wer will das schon? Eine vorsichtige Zurückhaltung und ein respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen gereicht jedem zur Ehre.

Kommentar von Dommie1306 ,

Also gut, ich wiederhol mich nochmal:

Zivilrechtlich:

Du hast das Recht, dass die Bilder von dir wieder gelöscht werden kommt der Fotografierer dem nicht nach, gibt es einen Zivilrechtsweg.

Und ja, das unterstützt die Rechtschutzversicherung, dafür gibt es ja bereits Grundsatzurteile (bei Interesse such ich sie gern mal raus). Und wie gesagt, da brauchst keinen Grund wie Bedrohung oder Nachstellung, das ist schon alles geklärt.

Und ich seh das wie du, aus Respekt gegenüber anderen macht man das einfach nicht.

Warum das hier diskutiert wird? Weil einige (auch du) eine moralische Frage daraus machen. Aber darum ging es bei der Frage nicht: Die Frage war, ob man jemand anderes fotografieren/filmen darf (strafrechtlich) und da ist die Antwort nun einmal "Ja, darf man". Kann ich nichts dafür, ich hab das Gesetz nicht gemacht;)

Ansonsten wie gesagt, geb ich dir vollumfänglich recht, daher Daumen hoch;)

Kommentar von NightHorse ,

Deine Antwort ist Falsch, im Öffentlichen Raum kann jeder Gefilmt oder Fotographiert werden. Hierbei überwie das recht des Fotographen auf das schaffen von Kunst. Wenn die Person jedoch in einen geschützten Umfeld ist (Privstwohung, eigenes Grundstück oder Ähnliches) dann ist es verboten. Aber ein Öffentlicher Park ist nicht geschützt.

Außerdem kann PersonB nicht verlangen das Smartphone zu durchsuchen, da dies das Persönlichkeitsrecht des Fotographen verletzen würde.

Oder dürfte ich einfach so ihre Tasch durchsuchen, weil ich der Meinung bin, sie haben dort eine versteckte Kamera drin?

Kommentar von Dommie1306 ,

So ist es:)

Antwort
von duckman, 49

Das ist schonmal 1 Grund wieso ich bei solchen Situationen das Handy in meiner Tasche lassen würde :D

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