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Blutgruppe (Kind) unpassend zur Eltern-Blutgruppe - Wie geht das?

Frage von BRINCHEN82 BRINCHEN82

Hi allerseits!

Seit meiner ersten Schwangerschaft beschäftigt mich eine Frage, die mir bislang keiner logisch erklären konnte: Es handelt sich um die Blutgruppe eines Kindes im Verhältnis zu den Eltern.

Normalerweise geht man davon aus, dass das leibliche Kind eine Blutgruppe bekommt, die im Verhältnis ähnlich oder übereinstimmend mit den Eltern bzw. einem Elternteil steht. In meinem Fall passt das jedoch garnicht!

Als ich meinen Eltern während meiner ersten Schwangerschaft vor gut 1,5 Jahren erzählte, dass ich Blutgruppe 0 negativ habe, waren sie ziemlich verdutzt. Denn mein Vater hat B positiv und meine Mutter A positiv.

Normalerweise ist die positive Blutgruppe doch eine sehr dominante Gruppe, so das diese sich hätte mit aller Wahrscheinlichkeit durchsetzen müssen. Hinzu kommt, dass weder meine Mutter, noch mein Vater der Gruppe 0 oder dem Rhesusfaktor negativ angehören.

Eine Bekannte meiner Mutter ist Krankenschwester und hatte damals erklärt, dass es derarte Blutgruppenentwicklungen gibt, die in keinem Verhältnis zu den Eltern stehen, dass jedoch äusserst selten vorkommt.

Nun, stimmt das? Wie kann es sein bzw. warum kommen derart abweichende Blutgruppenentwicklungen bei einem leiblichen Kind vor?

Und: Nein, ich bin kein Kuckucks- oder Adoptivkind! Mein Vater ist mein leiblicher, ebenso sicher wie meine Mutter.

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Antworten (7)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von nuuk84 nuuk84

    Das kann schon stimmen, wenn deine Eltern beide sowohl die Antigene (A/B) als auch den Rhesusfaktor mit gemischten Allelen (Ausprägungsformen des jeweiligen Gens) haben

    Das heisst:

    Deine Eltern haben folgenden Genotyp (2 entsprechende Chromosomen = 2 Anlagen im Genotyp) A0 +/- und B0 +/- Da Blutgruppe A und Blutgruppe B jeweils domonant gegenüber 0 ist, haben deine Eltern die Blutgruppe A und B. Das gleiche gilt für den Rhesusfaktor. Rhesusfaktor positiv (+) ist domomant gegenüber rh- (negativ). Darum haben beide den Rhesusfaktor negativ. Du erbst von beiden Eltern ja jeweils eine der beiden Anlagen,... Um deine Blutgruppe zu bekommen, musst du also nur das fett markierte geerbt haben:

    B0 +/- und A0 +/- (also beide male 0 und -) Dein Genotyp ist dann 00 -/- und da somit beide Allele rezessiv sind, zeigst du die rezessive Blutgruppe 0 und den rezessiven Rhesusfaktor minus.

    Kommentar von nuuk84 nuuk84nuuk84

    Danke für den Stern :)

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    Antwort von Quickfinger Quickfinger

    Der Rhesusfaktor hat zunächst nichts mit der Vererbung der Blutgruppe zu tun. Einer der Großeltern hat Blutgruppe 0. Dein Vater kann zum beispiel B und 0 von seinen Eltern erhalten haben und wenn B gegenüber 0 dominant ist, hat er B. Dennoch kann er das erhaltene Gen mit 0 weitergeben. Ich habe jetzt nicht nachgesehen, welche Gruppe welcher anderer gegenüber dominant ode rezessiv ist, aber da gibt's Tabellen. Ich habe zum Beispiel braune Augen - haben meine Eltern auch nicht.

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    Antwort von PVUellenberg PVUellenberg

    Nur bei den dominanten Merkmalen kann es sein, dass die nichtdominanten Merkmalsausprägungen auch vorhanden sind. Das ist bei Deinen Eltern bei beiden halt der Fall und Du bist dann eine Kombination der nichtdominanten Ausprägungen. Wenn der Vater Deines Kindes auch negativ ist, kann Dein Kind aber nicht positiv werden, da diejenigen mit negativem Rhesusfaktor die positiven Ausprägungen nicht in sich tragen.

    Für A und B gilt das gleiche. A kann AA oder A0 sein, B kann BB oder B0 sein. Wenn beide die Null in sich haben, kann sich das bei den Kindern durchsetzen.

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    Antwort von rosi4all rosi4all

    Das kann sein. Wenn z.B. eine Oma oder Opa evtl eine andere Blutgruppe hatte. das kann auch mehrere Generationen überspringen.

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    Antwort von hombelia hombelia

    Da die Blutgruppe in der DNS ist und diese über Generationen hinweg nicht gross verändert wird, kann es gut sein, dass z.b. einer deiner Urgrossväter 0 hatte.

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    Antwort von naala naala

    grundsätzlich kann 0 soweit ich weißus allen Blutgruppen entstehen. Und wenn beide Eltern die Veranlagung für negativ haben also z.B. A+- und B+- und nicht A++ und B++, kann sich das negative beim Kind durchsetzen auch wenn's selten ist, weil + ja dominant ist. Ist ein bisschen kompliziert so zu erklären und garantieren will ich auch für nichts, aber ich hab mich auch mal mit dem Thema beschäftigt, weil meine Eltern andere Blutgruppen haben...

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    Antwort von Simon99 Simon99

    wenn deine mama und dein vater verschiedene blutgruppen haben dann kann es durchaus sein das beim kind eine "mischung" entsteht!

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