Frage von morgen22, 110

Blase - Was tun, wenn die bisherigen Ärzte nicht helfen konnten und ich keinen Termin mehr bekomme?

Hallo, ich stelle diese Frage nicht für mich selbst, sondern für meine Freundin (Partnerin). Sie hat seit Juli diesen Jahres Probleme mit Ihrer Blase und Scheide. Sie hat ein Brennen in der Scheide, so dass Geschlechtsverkehr seither nicht mehr möglich war Außerdem hat sie immer einen Druck auf der Blase. Und auch beim Wasserlassen ein brennendes Gefühl Sie kann auch nachts nicht mehr schlafen, da sie 3-4-mal pro Nacht zur Toilette muss. Und sie sagt, dass der Druck auf ihrer Blase sie zur Verzweiflung bringt. Was bisher dagegen Unternommen wurde: Zuerst begann es mit dem Brennen in der Vagina. Daher ging meine Freundin zu ihrem Frauenarzt. Dieser meinte, dass es sich um eine Vaginose handelt und verschrieb (Vaginal-)Zäpfchen. Es wurde kurz besser, war aber nach wenigen Tagen wieder so schlimm wie vorher. Daher ging sie erneut zum Frauenarzt. Dann bekam sie andere Zäpfchen (ich glaube diesmal Antibiotika) und zusätzlich eine Pilzcreme. Nach dieser Behandlung merkte Sie keine Besserung und es kam zusätzlich zu dem Druck auf der Blase und zu dem Brennen beim Wasserlassen. Meine Freundin suchte dann ihren Hausarzt auf. Der Hausarzt diagnostizierte eine Blasenentzündung und verschrieb ein "Einmal"-Antibiotikum. Nach weiteren Besuchen beim Hausarzt wurden zwei weitere Antibiotika verschrieben Da immer noch keine Besserung zu spüren war, suchte sie einen Urologen auf. Es konnten keine Chlamydien oder sonstige Geschlechtskrankheiten gefunden werden. Der Urologe meinte, dass es sich um eine Harnröhrenentzündung handelt und verschrieb auch wieder mehrere verschiedene Antibiotika. Bei einem Harnröhrenabstrich wurden auch Enterokokken gefunden, die wohl gegen fast alle Antibiotika resistent waren. Doch durch das Antibiotika, das genau für diese Bakterien abgestimmt war, wurde auch keine Besserung erzielt. (Insgesamt wurden bisher 7 verschiedene Antibiotika verschrieben und alle bis zum schluss durch eingenommen) Auch Medikamente, die die Symptome lindern sollten, wie spasmex oder mictonorm brachten keine Linderung. Dann bekam sie von Ihrer Urologin das Antibiotika Nitrofurantoin verschrieben, das sie 6 Wochen lang einnehmen sollte. Da sie sich unsicher war ob sie es wirklich einnehmen soll oder nicht, redete Sie nochmals mit ihrem Hausarzt darüber. Ihr Hausarzt war der Meinung sie solle es nicht einnehmen. Dann machte Sie erneut einen Termin bei einem anderen Urologen aus. Dieser Urologe war auch der Meinung, dass sie Nitrofurantoin nicht nehmen soll und untersuchte nochmals den Urin Heute kam das Ergebnis der Untersuchung. Die Arzthelferin meinte es wurde nichts gefunden und sie solle einmal zu einem Gynäkologen gehen. Meine Freundin war ja aber schon oft wegen diesem Problem bei ihrem Frauenarzt und es konnte ihr noch nie geholfen werden Bei einem anderen Frauenarzt bekommt sie frühestens in 2 Monaten einen Termin. Wir haben jetzt an einer Uni-Klinik in der Urologie angerufen und nachgefragt. Auch dort müssen wir mehrere Monate warten. was können wir tun?

Antwort
von kokomi, 109

was diese ödeme sind kannst du nachlesen, es kann sein dass diese auf die blase drücken, wird nicht so häufig  erkannt, sie kann es dem hausarzt sagen, der schreibt eine überweisung, wenn er sich da nicht so gut auskennt bittet ihn dennoch drum

Antwort
von satebati, 95

Blase + Harnröhre = normalerweise baktereinfrei

Scheide = eigene Scheidenflora (Google: Döderleinstäbchen)

Durch die sehr kurze Harnröhre bei der Frau sind Blasenentzündungen bei Frauen viel häufiger anzutreffen als bei Männern. Und wegen der anatomischen Lage der Harnröhrenendung (im Scheideneingang) kann das Schmerzempfinden schon mal auch in der Scheide sein. Ich gehe jetzt mal nicht auf die 5 Merkmale einer Entzündung ein, aber bei einer Entzündung der Scheide hätte der Gyn das eigentlich sehen können.

Was mich wundert ist das "herumexperimentieren" mit verschiedenen Antibiotika. Es gibt die Möglichkeit ein Antibiogramm zu machen und zeitnah gezielt das passende Antibiotikum für den entsprechenden Keim zu verschreiben. Warum hier Gyn und Urologe verschiedene ausprobiert haben, erschließt sich mir nicht. Der Scheide hat das insofern nicht gutgetan, weil es auch körpereigene "gute" Bakterien (siehe Scheidenflora) angreifen kann.

Trinkt deine Freundin viel?

Kommentar von morgen22 ,

Hey,

also ich denke mal um ein Antibiogramm machen zu können, muss man ersteinmal einen Keim finden. Und bisher wurde nie etwas gefunden, außer einmal Enterokokken.

Bei diesen Enterokokken wurde dann auch ein Antibiogramm gemacht, dieses Antibiogramm ergab ja auch, dass die Bakterien gegen fast alle Antibiotika resistent waren. (bis auf zwei). Leider wurde das ganze Problem auch mit dem genau getesteten Antibiotika nicht besser.

Ich persönlich habe keine Ahnung, aber ich kann mir auch vorstellen, dass diese Enterokokken nicht unbedingt das Problem waren.

Kommentar von morgen22 ,

achja... sie trinkt eigentlich immer sehr sehr wenig (ca. 1 Liter am Tag)

aber seid sie dieses Problem hat, versuche ich sie immer ein bisschen dazu zu zwingen, mehr zu trinken.

Uns ist natürlich bewusst, dass gerade bei Blasenbeschwerden viel trinken wichtig ist. Aber sie sagt, dass sie richtig spürt, wie der Harndrang schlimmer wird je mehr sie trinkt.

Und da sie z. B. in der Uni nicht alle 10 Minuten aufs klo will, trinkt sie eher weniger statt mehr

Kommentar von satebati ,

Brennen beim Wasserlassen + ständiger Harndrang deutet aber schon eher auf etwas mit der Blase hin.


Kommentar von morgen22 ,

wie bereits gesagt.... sie trinkt eher zu wenig

aber es wird bei ihr tatsächlich schlimmer, wenn sie mehr trinkt.

Achja was mir auch aufgefallen ist.... ich habe das Gefühl sie pinkelt mehr wie sie trinkt. Und als sie mal bei ihrem Hausarzt war, musste sie erstmal Urinabgeben. Und 5 Minuten, nachdem sie auf Toilette war, hat der Arzt ein Ultraschall von der Blase gemacht. Und während des Ultraschalls war die Blase schon wieder richtig voll, obwohl sie kurz davor auf Toilette war

Kommentar von satebati ,

Ich habe keine Lösung. :-(

Ausgebildete Mediziner sind nun mal die erste Wahl. Auch wenn sie manchmal daneben liegen mögen.

Oder mal bei einem Heilpraktiker versuchen. Mit denen habe ich - zugegebenermaßen - keine Erfahrung, aber der beschäftigt sich vielleicht ganzheitlicher mit der Sache als jeder Facharzt, der eher sein Fachgebiet sieht und einen weiter schickt, wenn da nichts (anatomisches) ist.

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Ja, trinken ist bei Blase nicht verkehrt, auch wenns beim wasserlassen weh tut.

Antwort
von kokomi, 110

sie soll mal zu einem -guten- phlebologen gehen, da sie schmerzen hat, kann sie auf einen schnellen termin bestehen

Kommentar von satebati ,

Mich würde mal interessieren wieso Phlebologe.

Kommentar von kokomi ,

es ist nur eine vage vermutung - auch lymph- oder lipödeme könnten eine ursache sein

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