...für mich ist auch das immer ganz individuell verschieden; in der Regel spürt man, finde ich, "wie weit" jemand zu gehen bereit ist - und oft ist es dann erst einmal "nur" das Händeschütteln. Hab´aber auch schon mal ganz beherzt den Mann einer Freundin einfach zur Begrüßung "geherzt" - und er ist nicht schreiend davongelaufen! ;-)
Will nur sagen, dass man jemandem mit bisschen "vorsichtigem Nachdruck" auch "anderes Benimm" näherbringen kann; manch einer ist ja auch bisschen gefangen in seiner eigenen Distanziertheit, und es tut ihm (erstaunlich!) gut, da mal kurz "ausbrechen", eine andere Erfahrung machen zu dürfen.
Ein anderer wiederum mag durch die Unnahbarkeit auch sein eigenes Signal setzen. Wer weiß, vielleicht ist das bei dir und dem speziellen Mann der Fall!? So ein Begrüßungsritual ist ein sehr sensibler Bereich, finde ich auch immer wieder. Gibt da wohl nix Pauschales zu sagen; sondern ist immer wieder kurzfristig und aus dem Bauch heraus zu entscheiden.
(fällt mir gerade ein: In der Kita ist gerade eine wunderbar großartige Praktikantin aus Afrika, welche reihum und jeden Morgen ihre Kollegen mit Handschlag begrüßt, nicht nur beim freundlich gesagten "Hallo, guten Morgen!" verbleibt. Fand ich irgendwie gewöhnungsbedürftig, aber auch überdenkenswert, irgendwie... und am Ende gar nicht mal so doof! ;-))
Wow, danke für die Antwort. Ob er schreiend davon laufen würde... vielleicht versuch ichs mal ;-))
Das mit dem gefangen in der eigenen Distanziertheit trifft es wohl, danke, so hab ich das nicht formulieren können.
Über meine eigene Nahbarkeit muss ich erstmal nachdenken, würd mich jetzt aber spontan nicht als unnahbar einschätzen.
In unserem Kindergarten werden alle Kinder mit Handschlag begrüßt und verabschiedet. Die MA machen das auch, um bewusster mitzubekommen, wer (schon) da ist oder wer (schon) abgeholt wird. Vielleicht sollte ich morgen Früh die MA auch mal mit Handschlag begrüßen...
...mit "unnahbar" war auf jeden Fall auch dein Gegenüber da gemeint! Vielleicht ist es gut, ihn damit zu belassen - vielleicht aber auch ist ein anderes Signal deinerseits etwas, das ihn "auftauen" könnte. Manchmal ändert so eine Geste ganz entscheidend ja auch den weiteren Verlauf, das weitere Verhältnis; einfach, weil man deutlich gemacht hat "ich mag dich."
Das mit dem Verabschieden auf die Art im Kindergarten ist schön; hat was sehr viel weniger Beiläufiges. So unterschiedlich (auch da wieder!) die Gepflogenheiten. Schon erstaunlich...
Er würde sicher nicht schreiend davonlaufen.Außer,Du trägst eine Freddy-Krüger-Gedächtnismaske.Ich umarmte mal eine Freundin,die ich ewig nicht gesehen hatte.Sie guckte erst etwas verdutzt,fand es im Nachhinein aber schön.(Sie wuchs in einer nicht gerade liebevollen Umgebung auf.)Vielleicht traut sich der Mann Deiner Freundin einfach nicht,Dich zu umarmen,weil er nicht weiß,wie Du darauf reagieren würdest.Komm ihm zuvor,wenn Du ihn magst!